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Test: Samsung SSD 830 Series

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Seite 10: Fazit

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Das ist er also, Samsungs Einstieg in den Markt der SATA-6 Gb/s-SSDs. Man könnte sich jetzt sicherlich darüber beschweren, dass es dafür doch ein bisschen spät ist, schließlich gibt es entsprechende SSDs schon recht lange von Crucial, Intel und allen Herstellern, die SandForce-Technologie verbauen.

Wenn diese Zeit jedoch genutzt wurde, um die Samsung SSD 830 Series ausführlich auf Fehler zu testen, hat es sich gelohnt. Denn das Problem von SSDs ist nicht (mehr) ihre Performance, sondern die Kompatibilität und Stabilität. Hier haben viele Hersteller teilweise noch sehr große Baustellen und was nützt die schnellste SSD, wenn der Rechner wegen ihr abstürzt?

Samsung hat in dieser Hinsicht bisher eine vorbildliche Arbeit geleistet, die Chancen sind also hoch, dass auch die 830 Series wieder eine SSD mit maximaler Kompatibilität und Stabilität wird. Sicher lässt sich das natürlich erst sagen, wenn sich einige Laufwerke „im Feld" befinden und es Nutzerberichte gibt. Da Samsung zusätzlich auch noch sehr gut im OEM-Geschäft vertreten ist und mit vielen anderen Herstellern zusammenarbeitet, hat die 830 Series aber die beste Grundlage ein problemloses Laufwerk zu werden.

Aus Performance-Sicht gibt es an der Samsung SSD 830 Series jedenfalls nichts auszusetzen. Kleine Blöcke werden für jedes Desktop-/Gaming-/High-End-System mehr als ausreichend schnell gelesen und geschrieben. Die sequenziellen Raten sind über jeden Zweifel erhaben, hier wurde der bisherige Platzhirsch in Form der Intel SSD 510 Series abgelöst. Insbesondere werden die Transferraten unabhängig von der Art der Daten erreicht, da bei der 830 Series keine Kompression zum Einsatz kommt.

Schauen wir uns nun den Preis einiger aktueller Laufwerke an:

Preisvergleich
Hersteller und Modellbez. Samsung SSD 830 Series Intel SSD 510 Series Crucial m4 Extrememory XLR8 Express
Preis in Euro 
64 GB 109,991) / 108,992) n.v. 84,482) 108,942) (60 GB)
128 GB 199,901) / 180,572) 219,852) (120 GB) 153,302) 178,992) (120 GB)
256 GB 379,991) / 326,192) 447,702) (250 GB) 307,692) 395,992) (240 GB)
1) UVP für Desktop-/Notebook-Kit 2) Preisvergleich (26.09.2011)

Crucials m4 (zum Test) ist nach wie vor die preisgünstigste SSD, liefert eine sehr gute Performance und läuft größtenteils problemlos. Genau so problemlos arbeitet die Intel SSD 510 Series (zum Test), das High-End-Laufwerk lässt sich Intel jedoch sehr gut bezahlen. Die Extrememory XLR8 Express (zum Test) liegt preislisch dazwischen, glänzt mit einer sehr guten Alltagsperformance, muss bei sequenziellen Operationen allerdings etwas zurückstecken, zumindest wenn es um inkompressible Daten geht.

Zusammengefasst: Wer den letzten Euro sparen möchte (ohne dabei auf Leistung zu verzichten), kann nach wie vor zur Crucial m4 greifen. Wer sequenziell mehr Leistung möchte und auch bereit ist, einen kleinen Aufpreis zu bezahlen, greift zur Samsung SSD 830 Series und bekommt eine SSD, die in der Liga der High-End-SSDs auf den ersten Plätzen mitspielt.

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Positive Aspekte der Samsung SSD 830 Series:

  • Extrem hohe sequenzielle Transferraten
  • Sehr gute Alltagsperformance

Negative Aspekte der Samsung SSD 830 Series:

  • Nicht unbedingt für den Einsatz im RAID / ohne TRIM geeignet

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