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AMD Radeon R9 Fury X im Test

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Seite 6: AMD Radeon R9 Fury X - Impressionen (4)

Zum Abschluss der Betrachtung wollen wir uns die Radeon R9 Fury X auch noch in demontierten Zustand anschauen. Wie bereits mehrfach erwähnt, legte uns AMD nahe, die Karte nicht zu öffnen, da man erstens Beschädigungen befürchtet (die mit etwas Geschick aber nicht auftreten sollten) und zweitens die Karte auch noch weiteren Testern zur Verfügung gestellt wird. Wir haben daher darauf verzichtet die Karte anderweitig zu bearbeiten, zumal uns Bilder ohne Topcover und vom PCB versprochen wurden.

Letztendlich sind es aber nur recht wenige Bilder geworden und zum Großteil handelt es sich dabei auch noch um Renderings und keine echten Fotos. Dennoch wollen wir diese einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Eventuell kann uns AMD auch zeitnah noch mit weiteren Fotos versorgen.

AMD Radeon R9 Fury X
AMD Radeon R9 Fury X

Die sogenannten "Exploded View" zeigt die einzelnen Komponenten der Radeon R9 Fury X. Von hinten betrachtet wäre diese die Backplate, dann das PCB, die Frontplate mit dem Kühler und das Topcover. Leider ist auf diesem Bild nicht allzu viel vom PCB oder der Kühlung zu sehen, es ist aber bereits erkennbar, dass die Wasserkühlung nicht nur die GPU, sondern auch einige Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung mit kühlt.

AMD Radeon R9 Fury X
AMD Radeon R9 Fury X

Die Anordnung der einzelnen Bauteile ändert sich durch die Tatsache, dass AMD den Speicher mit auf dem GPU-Package unterbringen kann. Rechts von diesem sind die VRMs und Spulen der 6-phasigen Spannungsversorgung zu sehen. Zwischen GPU-Package und PCI-Express-Steckplatz befinden sich keinerlei Komponenten, da hier die Leiterbahnen der PCI-Express-Verbindung verlaufen. Links der GPU sind ebenfalls noch spannungsversorgende Komponenten erkennbar. Das PCB wirkt recht vollgepackt, denn schließlich hat AMD trotz der Einsparung durch den HBM versucht alles auf 190,5 mm Länge unterzubringen.

AMD Radeon R9 Fury X
AMD Radeon R9 Fury X

Noch einmal ein Blick von Oben auf das PCB. Interessant wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass AMD noch immer zumindest die Kontaktstellen für die CrossFire-Brücke auf dem PCB vorsieht, obwohl diese eigentlich gar nicht mehr notwendig wären. Vermutlich lässt sich AMD hier nur die Möglichkeit offen zu Testzwecken auf das Interface direkt zugreifen zu können - einen Nutzen für den Käufer einer Radeon R9 Fury hat hat dies allerdings nicht mehr.

AMD Radeon R9 Fury X
AMD Radeon R9 Fury X

Auf obigem Bild schauen wir uns den Kühler an, der auf der Radeon R9 Fury X sitzt. Hier gibt es dann auch den Kühler samt Pumpe aus dem Hause Coolermaster zu sehen. Zur Kühlung wird zudem ein kleiner Kniff angewendet: Um auch die Spannungswandler der Spannungsversorgung kühlen zu können, führt der Kühler die Kühlflüssigkeit durch ein Kupferrohr direkt über diese und kann die Abwärme damit abführen.

AMD Radeon R9 Fury X
AMD Radeon R9 Fury X

Der Kühler von unten betrachtet offenbart die Kontaktflächen der Frontplate mit einigen Bauteilen auf dem PCB - die Wärmeleitpads sind hier noch mit blauer Schutzfolie versehen. Ebenfalls zu sehen ist die Kupfer-Bodenplatte, die direkt auf "Fiji"-GPU aufsitzt.

AMD Radeon R9 Fury X
AMD Radeon R9 Fury X

Die Rückseite des PCBs ist etwas komplexer, als man das vielleicht üblicherweise gewohnt ist. AMD musste hier mehr SMD-Bauteile unterbringen, um die kompakten Abmessungen des PCBs einhalten zu können. Normalerweise ist davon aufgrund der Backplate nichts zu sehen. Klar sind beispielsweise links die Strukturen der Strom- und Spannungsversorgung zu erkennen. Rechts davon beginnt die Rückseite des GPU-Sockels, der wie üblich mit zahlreichen Widerständen bestückt ist.

AMD Radeon R9 Fury X
AMD Radeon R9 Fury X

Weiterhin wird AMD ein 3D-CAD-Modell des Frontcovers anbieten, damit Nutzer sich ihre eigene erstellen können. Möglich wäre eine eigene Version aus der CNC-Fräse oder dem 3D-Drucker. Alle notwendigen Daten findet ihr direkt bei AMD.