> > > > AMD Radeon R9 Fury X im Test

AMD Radeon R9 Fury X im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 22: Virtual Super Resolution und Frame Rate Target Control

Auf der folgenden Seite schauen wir uns zwei Features an, die nicht wirklich neu sind, die wir aber noch nicht genauer beleuchtet haben.

Virtual Super Resolution

Virtual Super Resolution ist weder unbekannt noch neu. VSR ist eine Art Downsampling, das aber nicht über spezielle Programme oder Programmanpassungen läuft, sondern global über den Treiber gesteuert wird. Anstatt in einer bestimmten Auflösung wird ein Vielfaches davon berechnet und das Ergebnis dann heruntergerechnet. Mit der Radeon R9 Fury X führt AMD neue Modi bzw. Kompatibilitäten ein. In der Tabelle haben wir der Zielauflösung einmal die zur Verfügung stehenden Modi gegenübergestellt.

Virtual Super Resolution
Zielauflösung Unterstützte VSR Modi
1.366 x 786 Pixel @ 60 Hz 1.600 x 900 Pixel
1.920 x 1.080 Pixel
1.600 x 900 Pixel @ 60 Hz 1.920 x 1.080 Pixel
2.560 x 1.440 Pixel
1.920 x 1.080 Pixel @ 60 Hz 3.200 x 1.800 Pixel
3.840 x 2.160 Pixel
2.048 x 1.536 Pixel
1.920 x 1.200 Pixel @ 60 Hz 2.560 x 1.600 Pixel
3.840 x 2.400 Pixel
2.560 x 1.440 Pixel @ 60 Hz 3.200 x 1.800 Pixel
1.920 x 1.080 Pixel @ 120 Hz 1.920 x 1.200 Pixel @ 120 Hz
2.048 x 1.536 Pixel @ 120 Hz

Dabei sei angemerkt, dass alle VSR-Modi ab UltraHD/4K nur auf Karten mit "Tonga"- oder "Fiji"-GPU, also der GCN-Architektur der 3. Generation, verfügbar sind. Konkret sind 3.840 x 2.160 und 3.840 x 2.400 Pixel nur auf der Radeon R9 285, R9 380 und R9 Fury X verfügbar.

AMD Catalyst Control Center: VSR
AMD Catalyst Control Center: VSR

Eingeschaltet wird VSR im Catalyst Control Center im Treiber über die Einstellungen zum Monitor. Danach stellt sich ein 1080p-Display wie ein solches mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten dar. In der Performance gibt es keinerlei Unterschied, ob per VSR auf 3.840 x 2.160 Pixel oder nativ in dieser Auflösung gerechnet wird. Das Skalieren von der hohen in die niedrigere Auflösung hat darauf keinerlei Einfluss.

Frame Rate Target Control

Auch die Frame Rate Target Control oder kurz FRTC ist nicht neu, wir schauen und sie aber erstmals mit der Radeon R9 Fury X genauer an. Mit FRTC lässt sich die maximale Framerate festlegen, mit der ein Spiel berechnet wird. Interessant ist dies natürlich nur, wenn Spiele gespielt werden, die mehr FPS abliefern, als eigentlich nötig sind. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Energieeinsparung. FRTC arbeitet aber nicht nur, wenn eine Spieleengine läuft, sondern auch in den Menüs und Ladescreens, in denen Grafikkarten häufig mehrere hundert FPS liefern können. Sinnvoll ist es auch, wenn ein Film geschaut wird, denn auch hier muss die Karte nicht mehr als 60 FPS liefern.

AMD Catalyst Control Center: FRTC
AMD Catalyst Control Center: FRTC

Wir haben auch einige Messungen dazu vorgenommen:

FRTC - The Elder Scrolls V: Skyrim

2.560 x 1.600 8xAA+FXAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme - The Elder Scrolls V: Skyrim

Last

in Watt
Weniger ist besser

FRTC - GRID 2

2.560 x 1.600 4xMSAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme - GRID 2

Last

in Watt
Weniger ist besser

Über die Frame Rate Target Control haben wir die FPS in zwei Spielen auf 80 bzw. 60 FPS limitiert. Die finalen FPS liegen in der Praxis leicht unter den Vorgaben. Für die Frame Rate Target Control wird per Software Management Unit alle paar Millisekunden der aktuelle Frame-Output gemessen und darauf Spannung sowie Takt angepasst. Letztendlich stellt sich aus diesem Grund auch die Reduzierung der Leistungsaufnahme ein.