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Cooler Master Storm Havoc im Test

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Seite 1: Cooler Master Storm Havoc im Test

Coolermaster HavocGaming Equipment ist derzeit immer noch gefragt wie eh und je. Eine hochwertige Tastatur und Maus sollte daher auf dem Schreibtisch eines ambitionierten Gamers nicht fehlen. Tastaturen von QPAD, Corsair und Razer haben wir in den letzten Wochen zur Genüge getestet. Aber auch erstklassige Gaming-Mäuse mussten sich behaupten. Die MS-3 von FUNC aber auch die Ouroboros von Razer konnten unseren Excellent Hardware Award ergattern. Nun ist Cooler Master mit seiner Storm Havoc an der Reihe.

Der Hersteller Cooler Master wurde anfangs besonders durch seine Gehäuse, Netzteile und Kühler bekannt. Doch schon seit einiger Zeit mischt auch dieser, wie viele andere Hersteller aus ursprünglich anderen Sparten, beim Gaming-Equipment mit. Die Messlatte liegt derzeit sehr hoch, denn die beiden letzten Nager konnten unseren Excellent Hardware Award ergattern. Der Hersteller FUNC bot mit seiner MS-3 eine ausgezeichnete Maus ohne viel Schnickschnack dafür aber mit einer hervorragenden Verarbeitung. Corsair hingegen mischte das Feld mit der Ouroboros und ihrer Anpassungsfähigkeit auf. Einer der Kontrahenten spielt jedoch in einer anderen Preisklasse. Für die Ouroboros muss der Käufer satte 130 Euro auf die Ladentheke legen. Die MS-3 von FUNC ist im Preis seit unserem Test deutlich gefallen und kostet aktuell nur noch gut 50 Euro.

Doch zurück zur Storm Havoc (SGM-4002-KLLN1) von Cooler Master. Der Hersteller möchte mit einer ausgezeichneten Ausstattung und einer uneingeschränkten Spieletauglichkeit punkten. Beim Sensor hat Cooler Master schon einmal die beste Wahl getroffen. Satte 8200 DPI stehen dem Nutzer maximal zur Verfügung. Doch in der Vergangenheit haben wir festgestellt, dass möglichst viele DPI nicht immer der Schlüssel zum Erfolg sind. Der Gaming-Nager von Zowie Gear FK konnte uns auch mit "mageren" 2300 DPI dennoch überzeugen. Zur guten Ausstattung gehören also auch ein gutes Handling und zusätzliche Features. Gute Gleiteigenschaften, Ergonomie und eine Software mit vielen Funktionen sind hier einige Stichwörter. Aktuell findet die Storm Havoc für gut 60 Euro einen neuen Besitzer. 

Technische Details

  • Sensor: Avago ADNS 9800
  • Abtastrate: 100 - 8200 dpi
  • Beschleunigung: max. 30 G
  • Polling Rate: 1000 Hz
  • Interner Speicher: 128 kb
  • Switches: Omron
  • Zusätzliche Tasten:
    • Drei Daumentasten
    • Mausrad (mittlere Maustaste)
    • Zwei DPI Schalter
  • Design: Gummierte Daumenauflage, optimiert für Rechtshänder,
  • Beleuchtung: 7 verschiedene Farben
  • Gleitfüße: Drei große Gleitflächen
  • Kabel: gesleevt, 1,8m Länge
  • Abmessungen: 120 x 85 x 45 mm
  • Gewicht: 121 Gramm (ohne Kabel)
  • Softwarefeatures:
    • Alle Tasten programmierbar
    • Vier Profile möglich
    • 60 Makros programmierbar
    • DPI-Stufen einstellbar
    • Modifizierung der Beleuchtung
  • Preis: ca. 60 Euro

Verpackung

Coolermaster Havoc

An der Verpackung fällt sofort auf, dass die Havoc aus der Storm-Reihe stammt. Zum Storm-Portfolio gehören viele Produkte, welche für den Gamer gedacht sind. Nicht nur Mäuse, sondern auch Tastaturen, Headsets und Gehäuse sind mit von der Partie. Die Verpackung wirkt auffällig und wurde hochwertig bedruckt. Auf der Front wirbt Cooler Master sofort mit den hohen DPI von 8200. Weitere Informationen sind auf der Front nicht zu finden, nur dass die Havoc natürlich für den Profigamer gedacht ist.

Coolermaster Havoc

Auf der Rückseite erwartet uns ein anderes Bild. Viele Informationen und schlagende Argumente sollen den Interessierten zum Kauf bewegen. Natürlich wirbt Cooler Master zuerst wieder mit der hohen DPI-Zahl. Des Weiteren wird auf die Omron Switches mit ihrer Lebensdauer von bis zu fünf Millionen Klicks hingewiesen. Die acht programmierbaren Tasten und die besonders gummierte Oberfläche finden dort ihre Erwähnung. 

Coolermaster Havoc

Bei der Verpackung scheint Cooler Master nicht gespart zu haben. Die Vorderseite ist mit Klettverschlüssen geschlossen und lässt sich daher einfach und schnell öffnen. Im Inneren kann der Käufer, oder noch Kaufinteressent, die Havoc in ihrer vollen Pracht betrachten. Die Verpackung ist so gestaltet, dass der Nutzer die Maus schon einmal grob in die Hand nehmen kann. Da die Form einer Maus oft entscheidend ist, eine gute Idee. Auf der linken Hälfte sind noch einmal ein paar Informationen und Funktionen grafisch dargestellt. Doch wollen wir euch nicht weiter auf die Folter spannen und die Havoc von Cooler Master endlich auspacken.

Coolermaster Havoc

Direkt nach dem Auspacken hielten wir die Havoc in der Hand und der erste Eindruck ist äußerst positiv. Der Nager besitzt eine gute Form und lässt sich angenehm in der Hand halten. Der Kunststoff ist mit einem matten Softtouch-Lack überzogen und fühlt sich entsprechend sehr weich und warm an. Direkt hinter dem Mausrad sind zwei DPI-Tasten platziert. Damit lassen sich die definierten Stufen jederzeit wählen. Insgesamt lassen sich vier DPI-Stufen individuell definieren, doch dazu später mehr. Welche Stufe aktuell gewählt ist, zeigen die LEDs auf der linken Maustaste.

Coolermaster Havoc

Auf der linken Seite sind drei weitere programmierbare Tasten angeordnet. Alle drei Tasten lassen sich gut mit dem Daumen erreichen. Die mittlere Maustaste besitzt eine kleine Erhöhung und dient damit als Orientierung. Ein gute Idee, ähnlich wie die Markierung bei der Tastatur auf den Tasten J und F. Die Auflagefläche für den Daumen besitzt eine besondere Oberfläche. Kleine Lamellen aus sehr weichem Kunststoff sind dort eingearbeitet. Damit lässt sich die Havoc schnell und präzise über das Mauspad navigieren, ohne die Kontrolle zu verlieren.

Coolermaster Havoc

Auf der gegenüberliegenden Seite verwendet Cooler Master jedoch eine hochglänzende Oberfläche. Dennoch sitzt die Maus dank der gummierten Oberfläche am Daumen sicher in der Hand. Doch gerade wegen der Optik hätten wir uns auch hier eine matte Oberläche gewünscht. Dadurch würde die Havoc deutlich länger gut aussehen, denn die Oberfläche auf der rechten Seite reagiert sehr empfindlich auf Fingerabdrücke. Im Vergleich: Die Gaming-Maus MS-3 von FUNC besitzt keinerlei glänzenden Oberflächen.

Coolermaster Havoc

Das Mausrad fertigt Cooler Master aus einem sehr weichen und fast klebrigem Kunststoff. Dieser ähnelt einem Naturkautschuk und eliminiert ein Abrutschen völlig. Das Rasten des Mausrades ist sehr definiert, könnte für unseren Geschmack jedoch etwas stärker ausgeprägt sein. Das Rastmoment vom Mausrad hat uns bisher bei der FK von Zowie Gear  am besten gefallen. Unter der linken und rechten Maustaste verrichten Switches von Omron ihre Arbeit. Die Lebensdauer von mindestens fünf Millionen Klicks sollte für langes Vergnüngen sorgen. Beide Maustasten besitzen einen sehr guten Druckpunkt. Der Weg bis zum Auslöser ist nahe Null. Leider können wir die Betätigungskraft nicht messen. Der Anschlag tritt nach ca. einem Millimeter ein. Die Finger können jedoch nicht ganz entspannt auf die Tasten aufgelegt werden, da es sonst ab und an zu einer Fehlbetätigung kommen kann - das verdeutlicht noch einmal die sehr geringe Betätigungskraft. 

Coolermaster Havoc

Auf der Unterseite nutzt Cooler Master wirklich jeden Quadratmillimeter für die Gleitflächen. Insgesamt drei sind es an der Zahl, welche aus einem sehr glatten Kunststoff gefertigt sind. Wenn man bedenkt, dass früher die Nager nur auf ein paar kleinen Füßen standen, ein deutlicher Fortschritt. In unserem großen Mauspad-Roundup haben wir verschiedene Mauspad-Typen getestet. Auch die Havoc durfte sich auf das Vengeance MM200 XL von Corsair wagen. Es handelt sich dabei um eine dicke Matte mit einer glatten Stoffoberfläche. Das Gleitverhalten ist gut und der Schwerpunkt der Maus liegt deutlich im Zentrum der Maus. Dadurch lässt sich der Nager ausgewogen über das Pad navigieren. Zowie Gears FK lässt sich etwas einfacher über das Mauspad gleiten, was jedoch vom deutlich geringeren Gewicht resultiert.

Der Laser-Sensor von Avago Typ 9800 bietet natürlich ausgezeichnete Werte: Maximal 8200 DPI und eine Polling Rate von 1000 Hz ist möglich. Wir haben die Havoc in allen Situationen getestet. Im Alltag, mit diversen Tools und natürlich in verschiedenen Games. Besonders auf der großen Matte von Corsair hat sich der Sensor sehr wohl gefühlt. Bei der maximalen Auflösung von 8200 DPI erfordert der Sensor natürlich jede Menge Fingerspitzengefühl. Das Versetzen der Maus, besonders mit einer geringen DPI-Einstellung, funktioniert dank der strukturierten Oberfläche am Daumen sehr gut.

Coolermaster Havoc

Wie anfangs schon erwähnt, kann die Havoc in vielen verschiedenen Farben leuchten. Ist anfangs noch keine Software installiert, so lässt sich die Farbe mit der hinteren Daumentaste ändern. Weitere Optionen wie Dimmen oder Pulsieren funktionieren aber nur mit der Software. Doch dazu gleich mehr. Die Havoc konnte uns also optisch, natürlich mit kleinen Mängeln, aber auch technisch überzeugen. Nun wollen wir uns die Software kurz anschauen. Cooler Master hat sich übrigens dazu entschieden, keine Software mit zu liefern. Diese kann der Käufer problemlos von der Herstellerseite downloaden. Die Größe beträgt gut 50 Megabyte.

 

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 25.03.2012
Düsseldorf
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1357
nein. danke.
#2
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Registriert seit: 22.06.2013
Berlin
Hauptgefreiter
Beiträge: 244
Preislich überzeugender als die Etablierten. Ich kann mich jederzeit neu drüber aufregen das Hersteller/Händler so unverschämt sind für so ein bischen Plastik mit minimalster Sensorik und Elektronik teils weit über 100 € zu verlangen. Wer seine Maus mal z.B. zum säubern auf hatte weiß ja selbst das da nichts drin ist was solche Preise rechtfertigt. Für soviel Geld bekommt man in anderen Segmenten z.B. einen mobilen Routenplaner mit GPS und allem Schnickschnack oder ein leistungsfähiges Smartphone.

Das in einer Maus hochwertige Mikroschalter drin sind ergibt schon der Garantieanspruch von 2 Jahren. Die kann man einzelnd für 1.50 kaufen, ab 10.000 Stück kostets vermutlich 17,4 cent pro Schalter - wenn da ein Maushersteller bei den eigenen Wucherpreisen noch bei spart gehört er dafür öffentlich bloßgestellt.
#3
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Registriert seit: 12.03.2010
Saarland
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1474
Wann lernen die Hersteller eigentlich, dass Klavierlack nichts an Peripheriegeräten zu suchen hat?
#4
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Registriert seit: 14.01.2011

Bootsmann
Beiträge: 536
Corsair hingegen mischte das Feld mit der Ouroboros und ihrer Anpassungsfähigkeit auf.
Razer nicht Corsair.;)

Mir gefaellt sie sehr sehr gut, nur Glossy Sides haette echt nicht sein muessen. Diese Gummierung geht noch, aber normales rauhes Plastik ist mir doch noch am liebsten. Aber es gibt ja keine vernuenftige Maus mehr ohne Glossy/Gummierung.
#5
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Registriert seit: 27.03.2008

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 423
kein kritisches Wort zum Sensor? Spätestens da höre ich auf zu lesen...
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