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Test: Kingston SSDNow V G2 128 GB: Die Rückkehr von JMicron?

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Seite 1: Test: Kingston SSDNow V G2 128 GB: Die Rückkehr von JMicron?

teaserKingston möchte mit der V-Serie einen einfachen und günstigen Einstieg in die Welt der rasanten Solid State Drives ermöglichen. Dazu zählen unter anderem ein großer Lieferumfang und ein günstiger Preis. Bei der SSDNow V2 G2 setzt man außerdem auf den neuesten Controller des Herstellers JMicron, der auf den Namen JMF618 hört. Viel Kritik musste JMicron für den ersten Controller JMF602 einstecken – nun möchte man mit dem neu entwickelten JMF618 wieder konkurrenzfähig werden. Ob das gelungen ist und die SSDNow V G2 überzeugen kann, klären wir in diesem Artikel.

Bei vielen SSD-Nutzern der ersten Stunde dürfte der Name JMicron mit äußerst negativen Erinnerungen verknüpft sein: Laufwerke mit dem alten JMF602-Controller sorgten häufig für ein Einfrieren des Systems, da der Controller mit mehreren gleichzeitig oder schnell hintereinander stattfindenden Anfragen hoffnungslos überfordert war. Eine neue Revision des Controllers konnte die Probleme nur teilweise beheben, auch haben Hersteller durch ein Zusammenschalten von mehreren Controllern versucht Abhilfe zu schaffen, was die genannten Probleme allerdings auch nicht beheben konnte.

Nun möchte man sich mit den von Grund auf neu entwickelten Controllern JMF612 und JMF618 wieder in besseres Licht rücken und sämtliche alten Fehler ausbügeln. Kingston setzt bei der SSDNow V G2 auf den JMF618, gleichzeitig ist dies das erste Laufwerk mit besagtem Controller, welches bei uns getestet wird.

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Die JMF612- und JMF618-Controller sind eng miteinander verwandt, tatsächlich unterscheiden sie sich lediglich in der Art des verwendeten Flash-Speichers: Der JMF618 wird zusammen mit Toshiba-Flash verwendet, der  JMF612 kommt zusammen mit Flash-Speicher von anderen Herstellern zum Einsatz.

Die Eckdaten des Controllers lassen Gutes hoffen: Die Basis bildet ein ARM9 32-Bit-Mikroprozessor, der von bis zu 256 MB externem Cache unterstützt werden kann. Des Weiteren soll der Controller den NCQ-Befehl (Native Command Queuing) verstehen und Unterstützung für ein USB-Interface haben. Zeitgemäß versteht der Controller auch den ATA-TRIM-Befehl und schützt das Laufwerk zusätzlich durch selbstständiges „Aufräumen“ (Garbage Collection) vor Performance-Verlusten, auch wenn man kein TRIM-fähiges System besitzt.

Auf die NCQ-Fähigkeit hat Kingston bei der SSDNow V G2 allerdings verzichtet, ebenso auf einen zusätzlichen USB-Anschluss. Beides ist allerdings kein großes Problem, denn die fehlende NCQ-Unterstützung sollte bei Desktop-Systemen nicht sonderlich stark ins Gewicht fallen und der native USB-Anschluss ist wohl ohnehin eher für externe Laufwerke gedacht.

Die wichtigsten Daten des Laufwerks sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst, weitere technische Details folgen auf der nächsten Seite.


Neben der hier getesteten Version mit einer Kapazität von 128 GB gibt es das Laufwerk auch mit einer Kapazität von 64 GB.