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Test: Kingston SSDNow V G2 128 GB: Die Rückkehr von JMicron?

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Seite 9: Fazit

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Kingstons vermarktet die SSDNow V G2 als günstiges Systemupgrade. Dieser Anspruch wird sehr gut erfüllt: Der Preis von Kingstons SSDNow V G2 ist mit weniger als 230 € ohne Frage äußerst günstig. Für jedes andere Laufwerk mit brauchbarem Controller muss man derzeit (deutlich) mehr bezahlen.

Abstriche machen muss man leider beim Verarbeiten von großen Datenmengen, wie es der letzte Anwendungstest gezeigt hat. Zielt man darauf ab, eine SSD häufig als Zwischenlager für große Dateien einsetzen zu wollen, sollte man möglicherweise zu einem schnelleren, aber natürlich auch teureren, Laufwerk greifen.

Anwender, die die SSD hauptsächlich als Systemlaufwerk einsetzen und möglicherweise noch einige Spiele installieren wollen, können mit der SSDNow V G2 bares Geld sparen und bekommen dafür alle Vorzüge, die eine SSD bietet: Neben der Alltagsleistung, also dem Starten des Betriebssystems, dem Starten von Anwendungen und dem gleichzeitigen Arbeiten mit mehreren Anwendungen, bei dem dieses Laufwerk eine gute Leistung liefert, benötigt eine SSD deutlich weniger Strom als eine herkömmliche Festplatte und muss daher nicht aktiv gekühlt werden. Natürlich arbeitet eine SSD auch vollkommen lautlos, schließlich besitzt sie keinerlei bewegliche Teile.

Es ist festzustellen, dass es JMicron mit dem JMF618 zwar nicht gelingt, neue Leistungsrekorde aufzustellen, man jedoch einen durchaus soliden Controller liefert. Bemerkenswert ist vor allem die Tatsache, dass es dem Controller gelingt, das Laufwerk konstant auf einem Leistungsniveau zu halten. Sollte man kein TRIM-fähiges System besitzen, wird man dies durchaus begrüßen. Nutzer von Windows 7 oder Linux mit entsprechendem Kernel hingegen werden sich über die ebenfalls vorhandene Unterstützung für den TRIM-Befehl freuen.

Weiteres Sparpotenzial bietet Kingston dadurch, dass man im sog. „Desktop Bundle“ gleich einen Einbaurahmen für 3,5-Zoll-Schächte mitliefert, sodass man das Laufwerk problemlos in normalen Computergehäusen verbauen kann. Auch die Software zum klonen eines Laufwerks, Acronis TrueImage HD, dürfte einigen Anwendern den Umstieg erleichtern. Für Besitzer eines Notebooks gibt es im gleichnamigen Bundle statt Einbaurahmen ein externes Gehäuse für das Laufwerk, sodass man die bisherige Festplatte bequem auf das neue Laufwerk klonen kann.

Wem der Preis der SSDNow V G2 also zusagt und damit leben kann, nicht das schnellste Laufwerk zu besitzen, wird mit dieser SSD sehr glücklich werden.

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