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OCZ Agility und Corsair P128 vs. VelociRaptor und SP2504C

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Seite 1: OCZ Agility und Corsair P128 vs. VelociRaptor und SP2504C

corsair_ocz_teaserSolid State Drives werden immer mehr eine Alternative zur altgedienten Magnetscheiben-Festplatte, was vor allem am stetig sinkenden Preis der neuartigen Laufwerke liegt. Waren am Anfang günstige Solid State Drives mit MLC-Speicher aufgrund mangelhafter Controller kaum vernünftig einzusetzen, hat sich das Bild inzwischen gewandelt. Intel, Indilinx und Samsung liefern nun Controller, die fast alle Probleme der ersten SSD-Generation ausräumen. Wir sind gespannt, wie sich die jüngste Generation im Vergleich mit normalen Festplatten schlägt.

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In diesem Artikel wird die Leistung von jeweils einer auf Indilinx- und Samsung-Controller basierenden SSD untersucht. Um die Ergebnisse besser einordnen zu können, werden zusätzlich zwei Festplatten durch den Testparcours geschickt. Der Indilinx-Controller wird in Form einer OCZ Agility, der Samsung-Controller durch eine Corsair P128 repräsentiert.

Ein paar kurze Ausführungen zur Garbage Collection:

Solid State Drives funktionieren grundsätzlich anders als Festplatten. Während bei einer Festplatte die Daten von einem Lese-/Schreibkopf, der über einer ferromagnetische Scheibe (Platter) gleitet, geschrieben und gelesen werden, funktioniert bei einer SSD alles elektronisch, ohne Mechanik.

Die kleinste Speichereinheit in einer SSD sind „Zellen“. Diese speichern im Fall von SLC-Flash ein Bit oder, bei MLC-Flash, mehrere Bits. Zellen werden zu „Seiten“ zusammengefasst (typischerweise 4 KB), Seiten zu „Blöcken“ (typischerweise 512 KB). Ein Problem ist nun, dass nur ganze Blöcke und keine einzelnen Seiten beschrieben werden können. Soll eine einzelne Seite beschrieben werden, muss der Controller erste den ganzen Block in seinen Cache einlesen, die Seite(n) ändern, den Block im Flash löschen und dann wieder aus dem Cache zurückschreiben. Das benötigt viel mehr Zeit als bei einer unbenutzen SSD, bei der noch genügend Blöcke komplett frei sind und die deswegen direkt beschrieben werden können.

Hier kommt die sogenannte Garbage Collection ins Spiel. Diese räumt das Laufwerk selbstständig auf und sorgt so dafür, dass möglichst immer direkt geschrieben werden kann, um die maximale Leistung auch bei einer stetig voller werdenden SSD halten zu können. Dies funktioniert selbstverständlich nicht perfekt, und so verliert jede SSD, deren Controller „Write Combining“ benutzt, an Leistung, je voller sie wird. Write Combining wird von fast allen SSDs eingesetzt, um die Leistung zu steigern, so auch bei unseren Testkandidaten.

Nach dieser kurzen Einführung kommen wir auf der nächsten Seite zur Vorstellung der einzelnen Laufwerke, wobei beide Probanden die Daten auf MLC NAND-Flash speichern.