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OCZ Agility und Corsair P128 vs. VelociRaptor und SP2504C

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Seite 9: Fazit

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Sind günstige Solid State Drives mit MLC-Flash inzwischen ohne Einschränkungen zu empfehlen? Diese Frage kann mit „Ja“ beantwortet werden. Die Hersteller haben aus dem Debakel mit der ersten MLC-SSD-Generation gelernt und liefern inzwischen zum größten Teil einwandfreie Produkte, auch wenn man noch mit Firmware-Updates rechnen darf. Gravierende Fehler, wie das Einfrieren des kompletten Systems, gehören erfreulicherweise der Vergangenheit an.

Welche SSD ist besser? Diese Frage ist nicht ganz so eindeutig zu beantworten. Die OCZ Agility mit Indilinx-Controller gewinnt fast alle synthetischen Benchmarks und schafft vor allem bei Lese- und Schreiboperationen mit kleinen Blöcken einen großen Vorsprung. Bei sequenziellen Zugriffen kann sich die P128 leicht vor die Agility setzen. In den Anwendungstests zeigen sich allerdings keine großen Unterschiede mehr. Beide Laufwerke liefern eine beeindruckende Performance. Aufgrund der höheren theoretischen Leistung geht die Empfehlung eher in Richtung Agility bzw. Indilinx-Controller, wobei sich auch Samsungs Controller, hier in Form einer Corsair P128, nicht verstecken zu braucht.
Sollte man sich für die Corsair P-Serie entscheiden, sollte man noch darauf achten beim Kauf ein Laufwerk mit der aktuellen Firmware VBM18C1Q zu erhalten, denn ältere Versionen unterstützen kein selbstständiges Aufräumen (Garbage Collection).

Nicht täuschen lassen sollte man sich von den unterschiedlichen Größenangaben. Obwohl die Agility mit 120 GB und die P128 mit 8 GB mehr beworben wird, erhält man formatiert exakt die gleiche verfügbare Kapazität. Die Unterschiede erklären sich durch unterschiedliche Berechnungsverfahren.

Möglicherweise muss man seine Kaufentscheidung auch an der gewünschten Größe festmachen: Corsair bietet die P-Serie mit 64 GB, 128 GB und 256 GB an. Die Agility gibt es nicht mit 256 GB, dafür aber mit 30 GB. Zu beachten ist hierbei, dass die jeweils kleinsten Modelle von beiden Herstellern mit niedrigeren Transferraten beworben werden. Die hier zusammengestellten Ergebnisse sind auf diese Modelle also möglicherweise nicht eins zu eins übertragbar. Preislich trennen die 60/64-GB-Versionen ca. 24 € zugunsten der Corsair. die 120/128-GB-Versionen  kosten das Gleiche.

Was ist mit der VelociRaptor? Obwohl es mit 10.000 Umdrehungen/Minute die schnellste SATA-Festplatte ist, wird sie in jedem Benchmark spielend von beiden SSDs abgehängt, kann sich selbst jedoch auch wieder deutlich von Samsungs SP2504C absetzen. Ein gewichtiges Argument zugunsten der VelociRaptor ist allerdings der Preis. Während man bei ihr mit 0,60 € pro Gigabyte dabei ist, kosten die hier getesteten SSDs pro Gigabyte 2 € und mehr. Von sehr günstigen 0,09 € pro Gigabyte für Mainstream-Laufwerke mit 7200 Umdrehungen/Minute ist jedoch auch die VelociRaptor weit entfernt. Es bleibt noch die Lautstärke. Diese kann man zwar mit diversen Dämmboxen und Entkopplern verringern, man wird jedoch nie vollständige Ruhe wie bei einer SSD erhalten.

Was sollte man kaufen? Das hängt ganz klar vom Geldbeutel ab. Wem SSDs (noch) zu teuer sind, der ist mit einer VelociRaptor gut beraten. Wer wirklich das Letzte aus seinem System rausholen möchte, muss allerdings zu einer SSD greifen. Möglich sind natürlich auch Kombinationen, also z.B. eine kleine SSD als Systemlaufwerk und eine Festplatte als Datenablage.

Zum Preisvergleich für die jeweiligen Laufwerke gelangt ihr über folgende Links:

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