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OCZ Agility und Corsair P128 vs. VelociRaptor und SP2504C

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Seite 2: Die Laufwerke im Detail

OCZ Agility

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Bei der Agility setzt OCZ auf den bekannten Indilinx-Controller, der von 64 MB Cache unterstützt wird. Dieser wird bei der Agility mit etwas günstigeren NAND-Speicherchips kombiniert, um den Preis unter den der OCZ Vertex zu drücken, die ebenfalls auf dem Controller von Indilinx basiert. Durch die Einsparungen bei den Speicherchips erreicht die Agility aber natürlich nicht die Leistung der Vertex. Mit der Solid 2 hat OCZ zudem noch eine dritte SSD auf Indilinx-Basis angekündigt, die im Vergleich zur Agility weiteren Einsparungen unterliegt, um den Preis noch weiter zu senken. Nicht verwechselt werden sollte die Agility mit der Agility EX. Gemeinsam haben beide lediglich den Indilinx-Controller, Letztere bekommt jedoch teuren SLC-Flash spendiert, der mehr als das doppelte im Vergleich zu MLC-Flash kostet und für Heimanwender in der Regel keine Vorteile bringt.

Die hier vorliegende Version der SSD (1.3) entspricht der Indilinx-Firmware 1571 und unterstützt Garbage Collection, während sich das Laufwerk im Leerlauf befindet.

OCZ verspricht für die 60-GB- und 120-GB-Version der Agility eine Leserate von 230 MB/s und eine Schreibrate von 135 MB/s. Wer nicht so viel Speicherplatz braucht oder wem 169 € respektive 274 € zu viel sind und deswegen zur kleinsten Agility mit 30 GB greifen will, muss mit einer niedrigeren Leistung im Vergleich zu den großen Brüdern rechnen. OCZ gibt hier nur 185 MB/s lesend und 100 MB/s schreibend an.

Die Agility ist das einzige Laufwerk im Test, bei dem die angegebene Kapazität fast exakt mit der verfügbaren Kapazität übereinstimmt. Normalerweise rechnen Hersteller in 1000er Schritten, Windows jedoch in 1024er Schritten, weswegen es regelmäßig zu größeren Abweichungen kommt.

Corsair P128

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Corsair vertraut bei der P128 auf den Controller von Samsung, dem 128 MB Cache zur Seite gestellt werden. Das Laufwerk wurde jedoch nicht von Corsair entwickelt, sondern wird komplett von Samsung hergestellt.

Die uns vorliegende P128 besitzt die Firmware mit der Bezeichnung VBM18C1Q. Es gibt eine weitere, ältere Version der Firmware mit der Bezeichnung VBM1801Q. Samsung hält sich leider sehr bedeckt, was die Firmware ihrer Laufwerke angeht, es gibt daher keine ausführlichen Changelogs.
Die neuste Version der Firmware unterstützt Garbage Collection, die ältere Version leider noch nicht. Außerdem funktioniert die GC zur Zeit nur, wenn das Laufwerk NTFS-Formatiert ist. Aktiviert wird das Aufräumen nach jedem Kaltstart und ca. einer Stunde im Leerlauf. Außerdem müssen 15% des Laufwerks frei sein.
Zur Zeit gibt es für den Endbenutzer außerdem keine Möglichkeit, die Firmware zu aktualisieren. Möglicherweise wird Samsung/Corsair zum Start von Windows 7 eine neue Firmware samt Flashtool zur Verfügung stellen, konkrete Ankündigungen gibt es momentan jedoch leider noch nicht.

Beworben wird Corsairs P-Serie in der 128-GB- und 256-GB-Version mit einer Leserate von 220 MB/s und einer Schreibrate von 200 MB/s. Die ebenfalls existierende Version mit 64 GB wird lediglich mit einer Schreibrate von 120 MB/s beworben und ist ab 144 € erhältlich, während die größeren Versionen ab 273 € bzw. ab 556 € zu haben sind.


Kommen wir nun zur mechanischen Konkurrenz:

Western Digital VelociRaptor

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Die VelociRaptor ist die momentan schnellste erhältliche SATA-Festplatte. In ihr rotieren die Magnetscheiben mit imposanten 10.000 Umdrehungen/Minute, was sich in einer äußerst niedrigen Zugriffszeit niederschlägt. Zu bezahlen ist diese Leistung einerseits durch einen für Festplatten sehr hohen Preis (ab 176 €), andererseits durch einen entsprechenden Lärmpegel.

Da die VelociRaptor eigentlich nur ein 2,5-Zoll-Laufwerk ist, liefert Western Digital sie in einem sogenannten Icepack, ein passiver Kühlkörper, der die Montage in einem herkömmlichen 3,5-Zoll-Schacht ermöglicht und in der neusten Version (Produktbezeichnung endet mit „HLFS“) auch kompatibel mit Wechselrahmen ist.
Für spezielle Anwendungen liefert Western Digital die VelociRaptor auch komplett ohne Icepack (Produktbezeichnung endet mit „BLFS“). Wer hofft, dieses 2,5-Zoll-Laufwerk in sein Notebook bauen zu können, wird leider enttäuscht, denn die VelociRaptor besitzt eine zu große Bauhöhe. Darüber hinaus wäre der Einsatz in einem Notebook aufgrund der Wärmeentwicklung ohnehin nicht zu empfehlen.

Samsung Spinpoint SP2504C

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Die SP2504C aus Samsungs SpinPoint-Serie gehört inzwischen nicht mehr zu den schnellsten Vertretern aus der Klasse der SATA-Festplatten mit 7200 Umdrehungen/Minute, dürfte jedoch dem entsprechen, was in vielen Rechnern als Systemlaufwerk arbeitet. Wir haben sie deshalb zur besseren Vergleichbarkeit als Testkandidat mit aufgenommen.

Zur besseren Vergleichbarkeit haben wir in der folgenden Tabelle nochmal alle Eckdaten zusammengefasst: