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Test: Alienware M18x - Gaming-Maxi mit zwei Radeon HD 6970M

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Seite 1: Test: Alienware M18x - Gaming-Maxi mit zwei Radeon HD 6970M

alienware_m18x_teaserNotebooks etablieren sich immer weiter in unserem Leben. Sind für die meisten Nutzer 15-Zoll-Geräte doch die sinnvollste Investition, da sie eine gute Mischung aus Mobilität und stationärem Nutzen bieten, reizen uns natürlich wie so oft die Extreme – extrakleine Ultrabooks versprechen schier grenzenlose Mobilität, während hochgezüchtete Gaming-Boliden so manch stationäres System alt aussehen lassen. Zu letzterer Kategorie gehört das Alienware M18x, das mit einem CrossFire-Verbund aus zwei Radeon HD 6970M und dem brandneuen Intel Core i7-2670QM für hohe Frameraten sorgen will. Was der Gaming-Koloss sonst noch so alles kann, haben wir uns genauer angesehen.

Eines muss man Alienware lassen – schon zu Zeiten, als Notebooks noch eine Besonderheit waren und Gaming-Notebooks einer Jahrmarktsattraktion gleichkamen, hatten die Amerikaner entsprechende Geräte am Markt. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Die Konkurrenz ist breit aufgestellt und Alienware ist lange nicht mehr die kleine „Klitsche“ aus Florida, die sie zu meinen Schulzeiten noch war, sondern Teil eines der größten PC-Herstellers, nämlich  Dell.

Auch wenn Alienware-Geräte sicher noch nicht zum Massenmarkt gehören – oder vermutlich auch gar nicht gehören wollen, so hat man aktuell ein umfangreiches Portfolio mit allen Größen im Angebot. Angefangen mit dem kleinen M11x im 11-Zoll-Format, über das neue, aber recht laute M14x mit 14-Zoll und 1600 x 900 Dots, bis hin zum großen Alienware M17x und eben dem  hier getesteten schier gigantischen 18-Zoll-Flaggschiff werden  alle Mobilitätsstufen abgedeckt, der Preis kann aber mit gutem Gewissen immer das Prädikat „Luxusgut“ verpasst bekommen – etwas Exklusivität muss aber eben manchmal im Leben einfach sein. Dass Alienware seine lange Erfahrung im Gaming-Markt zu nutzen weiß, das konnten die Geräte beinahe immer beweisen. Entsprechend hoch sind natürlich die Erwartungen an unseren Testkandidaten, der mit einem Preis von rund 3000 Euro zur absoluten Gaming-Luxusklasse gezählt werden kann.

Bei den Komponenten hat der Nutzer natürlich wie immer eine recht freie Auswahl. Anders als die kleineren Built-to-Order-Hersteller bietet Alienware nicht alle erdenklichen Kombinationen an, sondern beschränkt sich auf die sinnvolle Zusammenstellung – gerade weniger erfahrenen Interessenten wird so einiges an Unsicherheit genommen – in eben jener Grundkonfiguration kostet das M18x aber bereits üppige 1999 Euro. Als CPU kommt in unserer Konfiguration ein brandneuer Intel Core i7-2670QM zum Einsatz, der den enorm beliebten i7-2630QM ablöst. Für Grafikberechnungen stehen gleich zwei AMD Radeon HD 6970M bereit, die als Crossfire-Verbund auftreten. Damit auch das Storage-System keine Schwachstelle im System darstellt, wird eine SSD verbaut. Dass all diese Komponenten den Preis natürlich kräftig in die Höhe treiben, versteht sich von selbst.

Das Gehäuse

Alienware M18x Gehäuse


Weitere Bilder des Gehäuses präsentieren wir in der Galerie

Ein Gaming-Notebook in Metallic-Rot. Das mag zunächst einmal etwas übertrieben klingen, gerade mit Hinblick darauf, dass der Gaming-Markt aktuell ganz klar einen Trend zu schlichteren Designs erlebt. Liegt das M18x dann aber auf dem Schreibtisch, verfliegen anfängliche Zweifel schnell. Das Case sieht schlicht und ergreifend klasse aus und kann sich mit seiner roten Farbe, die je nach Lichteinfall ihre Intensität verändert, angenehm von der Konkurrenz absetzen. Ein G74 mag zwar zeitloser wirken, das M18x löst aber ohne Frage mehr Emotionen aus. Aber nun keine Angst: Für Freunde des gepflegten Understatements gibt es eine klassisch schwarze Variante.

Alienware M18x TopCase

Weitere Bilder des Gehäuses präsentieren wir in der Galerie

Im Innenraum findet eine Art Paradigmenwechsel statt. Alienware verabschiedet sich von der auffälligen roten Optik und greift viel lieber zu schlichtem Schwarz: matt im Bereich des TopCases, glänzend rund um den Monitor, der sich aus optischen Gründen hinter einer Glasscheibe versteckt (dazu später mehr).

Aber nicht nur die Optik stimmt, auch die Verarbeitung passt zum bislang hervorragenden Auftreten des M18x. Die Außenhaut besteht aus Aluminium und hinterlässt dem Eindruck für die Ewigkeit gemacht zu sein. Noch eine Spur besser gefällt uns sogar das TopCase, das eine herrlich samtige Oberfläche aus Kunststoff vorweisen kann - loslassen möchte man das M18x am liebsten gar nicht mehr. Ein Nachteil des verwendeten Materials: Staub wird wie magisch angezogen und lässt sich darüber hinaus recht schlecht entfernen.

Ein Gaming-Notebook der 18-Zoll-Klasse, dass wir hier nicht von einem ultrakompaktesten Gerät sprechen, versteht sich von selbst. Mit einem Gaming-Gewicht von rund 5,5 kg und einer maximalen Bauhöhe von 5,3 cm fällt unser Testkandidat aber auf jeden Fall in die Kategorie "dicker Klopper". Mehr Mobilität als der (im Vergleich zu einem stationären System erleichterte) Transport zu einer LAN-Party wird somit sicherlich nicht geboten – genau das ist aber auch ausreichend für einen Desktop-Replacement-Bomber wie das M18x. Gerade im Bereich der High-Performance-Notebooks gelingt es Alienware somit, sich deutlich von den Built-to-Order-Herstellern mit ihren Clevo-Barebones abzusetzen.

Die Eingabegeräte

Alienware M18x Tastatur

Weitere Bilder der Eingabegeräte präsentieren wir in der Galerie

Alienware gehört zu den wenigen Anbietern, die noch nicht auf Chiclet-Tastaturen setzen – stattdessen bleiben die Amerikaner ihrem seit Jahren bekannten Stil treu. Die Tasten besitzen auf diese Weise zwar minimal kleinere Abmessungen von 12 x 14 mm (15 x 15 mm ist bei Chiclet-Tastaturen normal), an der erstklassigen Bedienung ändert das aber nichts.  Zudem entscheidet sich Alienware dazu, seinem Keyboard einen recht langen Hubweg zu spendieren, die Tasten können aber mit einem präzisen Druckpunkt aufwarten, der durch das sehr steife Chassis nicht im geringsten beeinflusst wird.  Natürlich wird auch ein numerischer Zahlenblock integriert, was bei einem Gerät im 18-Zoll-Format nun aber wirklich keine Überraschung ist. Zusätzlich gibt es am oberen rechten Eck des TopCases eine Reihe von Quick-Access-Buttons. Diese sind nicht nur optisch angenehm in Szene gesetzt, sondern erweisen sich auch im täglichen Leben als sehr praktisch.

Wie bei Alienware üblich, ist die Tastatur hintergrundbeleuchtet und kann über das Alienware-Controll-Center durch verschiedene Farben angepasst werden. Das Feature beschränkt sich aber bekanntlich nicht nur auf die Tastatur, sondern auch auf die Einrahmung des Touchpads oder die Lüfterauslässe können entsprechend angepasst werden.

Connectivity

Alienware M18x Anschlüsse


Weitere Bilder der Anschlüsse präsentieren wir in der Galerie

Gerade bei einem Desktop-Replacement-System sind die Anschlussfähigkeiten besonders wichtig, muss ein Gerät wie das M18x doch den stationären Rechner am besten ohne Kompromisse ersetzen. Wie so oft gibt es an dieser Stelle auch bei Alienware Licht und Schatten.
So kann die Anschlussvielfalt prinzipiell auf der ganzen Linie überzeugen. Anschlussbuchsen für das Thema Bild gibt es auf jeden Fall schon einmal zur Genüge. Nicht nur, dass Alienware das klassische Duo aus HDMI und VGA zur Verfügung stellt, es wird auch ein DisplayPort geboten, was sich gerade dann als interessant erweist, wenn auch einmal ein Display jenseits der FullHD-Auflösung angesteuert werden soll. Damit aber noch immer nicht genug, denn das M18x kann auch einen HDMI-Eingang vorweisen. Dank des großen Displays eignet sich das M18x also auch als „externer“ Monitor. Wirklich viele Einsatzbereiche wird es aber vermutlich nicht geben, denn das M18x bringt eigentlich alles mit, was das Herz begehrt – einzig als Display für einen externen TV-Tuner sehen wir das M18x noch. Da würde sich aber natürlich eine USB-Lösung ebenfalls anbieten.

Wenn wir schon beim Thema USB sind. Hier bietet uns Alienware insgesamt fünf Anschlüsse an, von denen zwei bereits mit dem 3.0-Protokoll umgehen können. Mit der zunehmenden Verbreitung des jüngsten USB-Standards geraten sowohl Firewire als auch eSATA immer weiter ins Hintertreffen, was unseres Erachtens eine logische Entwicklung darstellt. Beim M18x merkt man von dieser Entwicklung aber nur bedingt etwas, denn zumindest ein eSATA-Port ist mit an Bord. Der ist allerdings als Shared-Version ausgeführt und teilt sich seine Buchse mit einer USB-2.0-Schnittstelle.

Jetzt mag man sich fragen, wo wir denn den Schatten sehen wollen, schließlich gibt es auch noch vier Klinke-Buchsen für das Sound-Management. So gut uns das umfangreiche Anschluss-Management gefällt, so wenig kann uns dessen Aufteilung überzeugen. Einzig den Stromanschluss hat Alienware auf die Rückseite verlegt, alle anderen Anschlüsse wurden (immerhin recht gleichmäßig) auf die beiden Seitenteile verteilt. Ein „geordnetes Chaos“ auf dem Schreibtisch ist so also schon einmal vorprogrammiert. Zumindest die Monitor- und ein paar der USB-Anschlüsse hätten wir uns rückseitig erhofft.

Drahtlos wird alles geboten, was wir uns wünschen: alle aktuellen WLAN-Standards sowie Bluetooth sind mit an Board. Darüber hinaus steht natürlich auch Gigabit-Ethernet via Kabel zur Verfügung. Wie sollte es aber auch anders sein – auch hier gibt es eine Sonderlösung. Alienware verbaut bei unserem Testmuster einen Netzwerk-Device von Bigfoot-Netwoorks. Durch einen eigenen Prozessor und spezielle Algorithmen soll die Netzwerk-Performance gesteigert werden – ob eine solche spezielle Netzwerk-Karte aber wirklich einen Vorteil mit sich bringt, darüber darf man geteilter Meinung sein.