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Test: Alienware M18x - Gaming-Maxi mit zwei Radeon HD 6970M

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Seite 7: Fazit

Ein Gaming-Power-Monster wie das Alienware M18x ist sicherlich nicht das, was alle Anwender noch unter einem Notebook verstehen würden. Leidenschaftlichen Zockern wird aber eine extreme Performance, gepaart mit einem tollen Gehäuse geboten, schade nur, dass das Display da nicht ganz mithalten kann.

Sucht man nach einem Ebenbild für die Kategorie Desktop-Replacement, es gäbe keinen passenderen Vertreter als das M18x von Alienware. Es ist groß, es ist schwer – aber es bietet Leistung im Überfluss und lässt so manchen Desktop-PC alt aussehen. Man könnte also sagen: Aufgabe erfüllt, der Desktop-PC wurde erfolgreich ersetzt. Erkauft wird das aber zu einem extremen Preis von 3000 Euro. Wer auf das Geld achten muss, der fährt mit einem klassischen PC also sicher besser – das ist allerdings keine wirkliche Überraschung.
Zu diesem zugegebenermaßen exorbitanten Preis bietet das M18x  allerhand. Das geht zum Beispiel bei einem erstklassigen Gehäuse los. Alienware gelingt es nicht nur die klassisch aggressive Formensprache aufzunehmen, sondern stattet das Case dazu mit einem rot eloxierten Chassis aus. Was zunächst ein wenig übertrieben klingen mag, weiß in der Realität auf der ganzen Linie zu gefallen – unser M18x sieht klasse aus und ist darüber hinaus noch hervorragend verarbeitet. Unser persönliches Highlight ist jedoch der herrliche samtige Kunststoff der Handballenauflage. Die Anschlüsse sind umfangreich, allerdings hätten wir uns eine noch etwas bessere Verteilung gewünscht.

Auch bei der Hardware geht Alienware in die Vollen und stattet unser M18x mit einem CrossFire-Verbund von AMDs aktuell zweitschnellstem Modell, der Radeon HD 6970M aus. Zusammen mit Intels Refresh-CPU Core i7-2670QM liefert das M18x durch die Bank extrem hohe Frameraten – das GPU-Gespann schmettert Angriffe auf die Frameraten von hohen Auflösungen und Qualitätssettings mühelos ab – so laufen nicht nur aktuelle Spiele ohne das geringste Problem, auch für zukünftige Games wird ein üppiger Puffer geboten. Mehr kann aktuell von einem Gaming-Notebook nicht erwartet werden. Auch die übrige Hardwareausstattung kann mit einem ordentlich dimensionierten Arbeitsspeicher und einer flotten SSD überzeugen – einzig eine zusätzliche HDD als „Datengrab“ hätten wir uns noch gewünscht.

Das größte Problem, mit dem das M18x leben muss, ist das verbaute Display. Nicht nur, dass es extrem verspiegelt ist, auch die Leuchtkraft und das Kontrastverhältnis lassen zu wünschen übrig. Gut, das M18x mag ein reines Indoor-Gerät sein, ein paar zusätzliche Candela wären aber dennoch wünschenswert gewesen. Zumindest erfreut das Display den Nutzer aber mit einer farbenfrohen, wenn auch nicht immer natürlichen Darstellung.

Bleibt schlussendlich wieder einmal das leidige Thema der Lautstärke, das uns bei schon so vielen Gaming-Notebooks beschäftigt hat. Leider ist auch das M18x unter Last wieder einmal viel zu laut. Zumindest verbaut Alienware aber eine erstklassige Lüftersteuerung, sodass der 18-Zöller nur dann laut ist, wenn Last anliegt – und gespielt wird bekanntlich meist mit einem Headset. So können wir bei dieser Schwäche mit gutem Gewissen ein Auge zudrücken.

Alles in allem ist das Alienware M18x ein erstklassiges Gaming-Notebook, das eine hohe Leistung mit einem tollen Gehäuse, erstklassigen Eingabegeräten und einer guten Lüftersteuerung kombiniert. Wenn nur das Display ein wenig besser wäre.

Positive Aspekte des Alienware M18x:

  • Schickes Gehäuse
  • Sehr hochwertige Verarbeitung und Materialwahl
  • Extreme Leistung
  • Durchdachtes Softwarepaket
  • Gute Klangqualität
  • Sehr gute Lüftersteuerung

Negative Aspekte des Alienware M18x:

  • Schwer und groß
  • Dunkles und kontrastarmes Display

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