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Test: ASUS G73 - Stealth-Notebook mit Radeon 5870

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Seite 1: Test: ASUS G73 - Stealth-Notebook mit Radeon 5870

asus_g73Auf der CES präsentierte ASUS das neue G73, das die ROG-Serie nicht nur erwachsener machen soll, sondern mit einem neuen Kühlkonzept mit einem der größten Nachteile von Gaming-Notebooks aufräumen soll, der hohen Lautstärke. Jetzt ist das G73J endlich in Deutschland verfügbar. Ob es ASUS wirklich gelingt, das Genre der Gaming-Notebooks neu zu definieren? Wir sind gespannt.

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ASUS gehört mit seiner ROG-Serie zu den Vorreitern der mobilen Gaming-Sparte, was unter anderem auch das G51J zeigt, bei dem es sich um das erste Notebook mit einem 3D-fähigen Panel handelt (einen passenden Test präsentieren wir in Hardwareluxx [printed] 04/2010). Nachdem die bisherigen ROG-Geräte aber meist recht bunte Gesellen gewesen sind, die mit blinkenden Lichtern und großen Glossy-Flächen ein lautstarkes „Hoppla, jetzt komm ich“ ertönen ließen, soll das G73 wesentlich erwachsener daherkommen. Entsprechend verzichtet ASUS auf sämtliche bunte Flächen und hat sich sowohl bei der Formensprache, als auch bei der Farbgebung gänzlich am kultigen Stealth-Bomber orientiert – dazu aber später mehr, wenn wir zur Gehäuse-Betrachtung kommen. Ein Blick auf das Preisschild lässt Interessantes erwarten. Obwohl es sich um einen absoluten Neuling handelt, ruft ASUS einen Straßenpreis von rund 1400 Euro auf – da haben wir schon wesentlich teurere ROG-Geräte gesehen. Genau genommen ist dieser Schritt aber gerade bei einem neuen Gerät, das erst eingeführt werden muss, durchaus nachvollziehbar, denn laut diversen Herstellern soll der preisliche Sweetspot für Notebooks bei rund 1500 Euro liegen.

Wie ASUS kalkuliert hat, um auf einen Marktpreis von 1400 Euro zu kommen, zeigt ein Blick auf die Hardwarekonfiguration.

Eckdaten: ASUS G73
Prozessor: Intel Core i5-520M
Arbeitsspeicher: 4 GB
Festplatte:

2x 320 GB / 5400 rpm

Laufwerk: DVD-Multiformat-Brenner
Grafik: ATI Mobility Radeon HD5870
Display: 17,3 Zoll - 1600 x 900
Akku: 5200 mAh / 75 Wh
Gewicht: 3,8 kg
Abmessung: 441 x 320 x 19 ~ 56
Preis: ab 1388 Euro
Garantie 24 Monate

Die erste Überraschung zeigt sich recht schnell. Anders als man es bei einem High-End-Gaming-Notebook erwarten würde, verbaut ASUS keinen aktuellen Core i7, sondern greift zum in 32 nm gefertigten Core i5-520M, der einen Grundtakt von 2x 2,4 GHz vorzuweisen hat und im Turbo-Mode um 4 Speed-Bins auf 2,93 GHz gepusht werden kann. Zudem kann die CPU einen 3 MB großen L2-Bach vorweisen. Das Mainboard basiert auf Intels HM55-Chipsatz und wird wie aktuell üblich mit 4 GB an DDR3-Speicher bestückt. Typisch für ASUS ist die HDD-Konfiguration. In dem großen Gehäuse des G73J werden direkt zwei HDDs verstaut, die jeweils 320 GB bieten und mit 5400 rpm arbeiten. Allerdings verschläft ASUS hier erneut die Möglichkeit zu bieten, beide Massenspeicher im RAID zu koppeln.

Das Highlight des G73J ist aber seine Grafikeinheit. Hier hat sich ASUS dafür entschieden, trotz des recht niedrigen Preises ATIs aktuelles Top-Modell Mobility Radeon HD5870 zu verbauen, die mit 1 GB an VRAM bestückt wird. Die Überlegung liegt nahe, denn wie unsere Tests gezeigt haben, bietet die aktuelle Intel-CPU-Generation eine hohe Rechenleistung, sodass es hier teils unwirtschaftlich erscheint, noch mehr Geld in die CPU zu stecken – in der Regel limitiert die GPU ohnehin zuerst. Auch das haben bereits zahlreiche Tests gezeigt. Die Zeichen stehen also gut, dass ASUS G73 in der Sub-1500-Euro-Preisklasse für Furore sorgen wird. Genaueres werden unsere Benchmarks zeigen.

Der verbaute Akku bringt es auf eine Leistung von 5200 mAh, respektive 75 Wh. Das scheint angemessen zu sein, für einen Gamer im 32-nm-Format. Auf der anderen Seite haben die Core-CPUs in der Vergangenheit stets gezeigt, dass sie nicht gerade zimperlich mit dem lieben Strom umgehen.

Das Display besitzt eine Diagonale von 17,3 Zoll und ist als Glare-Type-Version ausgeführt, verzichtet dabei aber auf eine praktische und moderne LED-Hintergrundbeleuchtung. ASUS setzt hier auf die aktuelle Trend-Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten. Das hat sich bereits bei zahlreichen anderen Geräten bewährt, gerade beim 17-Zoll-Format könnten es aber auch gerne 1920 x 1080 Bildpunkte sein.