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Thermalright HR-02 Macho Zero im Test

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Seite 10: Fazit

Kommen wir nun also zu einem abschließenden Fazit des Thermalright HR-02 Macho Zero, das im Großen und Ganzen sehr dem HR-02 Macho Rev. B ähnelt.

Für etwas unter 50 Euro erhält man mit dem HR-02 Macho Zero ein Sondermodell des HR-02 Macho Rev. B, das ohne Serienlüfter dafür aber mit einem Fan Duct ausgeliefert wird und sich daher an Silent Enthusiasten richtet, die keine zusätzliche Geräuschquelle in Form eines Lüfters in ihr System integrieren wollen. Weiterhin wurde der Macho Zero, ähnlich wie die Dark Rock Serie von be quiet!, komplett dunkel vernickelt und macht somit einen edlen aber auch zurückhaltenden Eindruck. Das Zero im Namen steht daher für einen Lautstärkepegel von 0 dB(A), was natürlich nur stimmt, wenn der Macho Zero auch komplett passiv betrieben wird. Sollte dies gewünscht werden, kann aber neben dem Fan Duct auch ein Lüfter angebracht werden. Durch die spezielle Form der Klammern schränkt Thermalright die Wahl des Lüfters aber leider auf hauseigene Modelle ein.

Das Konzept des ursprünglichen HR-02 Macho behält auch der Macho Zero bei, denn dieses diente nicht zuletzt als Vorbild für viele Kühler ähnlicher Bauart und bescherte dem Macho zahlreiche Konkurrenz, wie z.B. den Raijintek EreBoss oder den jüngst getesteten Scythe Mugen MAX, der vor allem für den Betrieb mit niedriger Lüfterdrehzahl optimiert wurde.

Diese direkte Konkurrenz, und auch seinen direkten Vorgänger, kann der HR-02 Macho Zero, je nach Testszenario, meist hinter sich lassen. Gerade die Testszenarien mit übertakteter CPU scheinen dem HR-02 Macho Zero sehr gut zu liegen - dort platzierte er sich oft auf dem ersten Platz dieses Dreikampfs.

Der Kühlkörper selbst ist dank asymmetrischem und nach hinten versetztem Kühlkörper auch zu RAM-Kits mit sehr hohem Heatspreader kompatibel, da die vorderen RAM-Slots, so auch bei unserem Testsetup, nicht verdeckt werden. Aufgrund seiner Maße sollte der HR-02 Macho Zero auch in den meisten aller Gehäusen noch Platz finden können und auf einer Vielzahl der verfügbaren Mainboards sollte außerdem auch der erste PCI-E Slot weiterhin nutzbar bleiben.

Die Verarbeitung des Kühlkörper und des Zubehörs ist auf sehr gutem Niveau und ließ, wie von Thermalright gewohnt, keinerlei Anlass zur Kritik.

Die Montage fällt, bis auf wenige Kleinigkeiten, sehr einfach und durchaus komfortabel aus. Durch ein paar kleine Detailverbesserungen, wie der optionalen Befestigung der Befestigungsplatte am Kühlkörper selber könnte man den Komfort aber noch ein gutes Stück erhöhen und die Montage noch etwas erleichtern.

Wie sich im Laufe des Tests herausstellte, ist der Betrieb mit Lüfter dem Betrieb mit Fan Duct, zumindest was die Leistung angeht, vorzuziehen. Doch auch mit Fan Duct leistet der Macho Zero sehr gute Arbeit und konnte unseren Achtkerner auch übertaktet ausreichend kühlen. Ein Betrieb dieser Art dürfte, angesichts des ausbleibenden zusätzlichen Geräuschpegels aufgrund des Betriebs ohne Lüfter, vor allem für Silent Enthusiasten sehr interessant sein. Aber auch für Individualisten und Designliebhaber ist der Macho Zero sicherlich eine interessante Wahl, da der schwarz gehaltene Kühlkörper definitiv sehr schick aussieht und die Möglichkeit den Fan Duct oder aber über die Klammern einen Lüfter zu montieren, die volle Freiheit bei der Nutzung des Macho Zero gewährleisten.

Alternativen gibt es, je nach vorhandenem Platz und vor allem je nach gewünschtem Preissegment, zahlreich, wie zum Beispiel in Form anderer dünnerer, aber auch leistungsfähiger, Single-Tower Kühler wie dem Scythe Ashura für 37 Euro oder dem Alpenföhn Himalaya 2 für 48 Euro.

Sind etwas teurere Twin-Tower Kühler oder gar Wasserkühlungen eine Option, empfiehlt sich der Blick auf den Klassikers Noctua NH-D14 für ca. 68 Euro, den preislich vergleichbaren und unlängst getesteten Thermalright Silver Arrow IB-E für 64 Euro sowie zum Beispiel die Corsair H100i für 93,79 Euro oder die von uns getestete Corsair H110 für 99,87 Euro.

Positive Aspekte des Thermalright HR-02 Macho Zero:

  • Sehr gute Verarbeitung und umfangreiches Zubehör
  • Hohe Kompatibilität zu Gehäusen und Ram-Kits
  • Sehr gute Kühlleistung im semi-passiv Bereich und mit Fan Duct
  • Individuell einsetzbar

Negative Aspekte des Thermalright HR-02 Macho Zero:

  • Lüfterklammern für die meisten anderen Lüfter nicht geeignet (wie auch bei unserem Referenzlüfter)