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Test: HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo

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Seite 1: Test: HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo

his-radeon-hd-7950-iceq-turbo-3gbSchon während der CeBIT 2012 geisterte die HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo durch die Messehallen in Hannover. Gute zwei Monate später ist der "Tahiti"-Ableger auch in unseren Redaktionsräumen angekommen. Während der Hersteller bislang auf einen türkis-blauen Dual-Slot-Kühler mit Axiallüfter vertraute, verpasste man seinem jüngsten Serien-Zuwachs nun wieder ein Modell in Radial-Bauweise. Wie für die Turbo-Karten des Hauses üblich, drehte man auch unter der Haube leicht an der Taktschraube. Während die US-amerikanische Grafikschmiede eigentlich Frequenzen von 800/1250 MHz vorsieht, arbeitet die HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo mit 900 respektive 1250 MHz etwas schneller auf der Brust. Wir haben ihr in diesem Artikel kräftig auf den Zahn gefühlt.

Als AMD Ende Januar mit seiner Radeon HD 7950 den kleineren Bruder seines noch immer amtierenden Flaggschiffs ins Rennen schickte, waren schon etliche Eigenlösungen des neuen 3D-Beschleunigers im Handel erhältlich. Schon am Release-Tag konnten wir drei Modelle, die mit höheren Taktraten oder einem anderen Kühler aufwarten konnten, auf den Prüfstand stellen (Zum Test). Von HIS war bis zur CeBIT 2012 keine Eigenlösung zu sehen. Erst in den Messehallen in Hannover geisterte ein entsprechender Ableger hinter verschlossenen Türen. Zwei Monate später ist die HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo auch in unseren Redaktionsräumen angekommen. Entgegen vielen anderen Modellen der Produktfamilie setzt diese allerdings nicht mehr auf den türkis-blauen Dual-Slot-Kühler, sondern vertraut nun wieder auf einen Radiallüfter, der über einen Durchmesser von 65 mm verfügt. Trotzdem soll die Lösung deutlich leiser agieren und gleichzeitig für niedrigere Temperaturen sorgen. Auch unter der Haube gab es eine kleine Änderung: So drehte der Hersteller etwas an den Reglern für Chip und Speicher. Letzterer arbeitet mit 1250 MHz allerdings genauso schnell und bringt mit 3072 MB die gleiche Menge auf die Waage. Der "Tahiti Pro"-Chip arbeitet hingegen um 100 MHz schneller. Damit sollte die Leistung unseres heutigen Testkandidaten höher ausfallen, als wir es bislang von einer Radeon HD 7950 gewohnt waren.

Die Radeon HD 7950 setzt zwar ebenfalls auf die "Tahiti"-GPU, die bereits im fortschrittlichen 28-nm-Verfahren vom Band läuft und rund 4,3 Milliarden Transistoren unterhält, ist aber im Vergleich zum aktuellen AMD-Flaggschiff hier und da etwas beschnitten worden. Brachte es die Radeon HD 7970 noch auf 32 Compute-Units stehen dem kleinen Bruder vier Shadergruppierungen weniger zur Verfügung. Die noch übrig gebliebenen 28 CUs unterteilen sich aber weiterhin in jeweils vier SIMD-Blöcke mit je 16 ALUs. Damit bleiben immerhin noch 1792 Streamprozessoren erhalten (28 x 4 x 16). Da an jeder CU außerdem eine Quad-TMU, bestehend aus vier Textureinheiten, angeschlossen ist, stehen 112 TMUs bereit. Beim Speicherausbau hat sich hingegen nichts weiter getan. Hier verbaut die US-amerikanische Grafikschmiede insgesamt sechs 64-Bit-Controller, an die jeweils zwei GDDR5-Speicherchips mit jeweils 256 MB angeschlossen sind. Damit bringt es die Radeon HD 7950 auf einen 3072 MB großen Videospeicher, der über 384 Datenleitungen kommunizieren darf.

Die Taktraten hat AMD im Vergleich zum Top-Modell aber etwas nach unten korrigiert und die Frequenzen für den kleineren "Tahiti"-Vertreter von 925/1375 auf 800/1250 MHz reduziert. HIS drehte allerdings wieder leicht an den Reglern und lässt zumindest den Grafikchip etwas schneller arbeiten. Mit 900 MHz bringt er 100 MHz mehr auf die Brust. Der Videospeicher bekam kein Takt-Upgrade spendiert und muss weiterhin mit seinen 1250 MHz vorliebnehmen.

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo
Straßenpreis ca. 355 Euro
Homepage HIS-Produktseite
Technische Daten
GPU Tahiti Pro 
Fertigung 28 nm
Transistoren 4,3 Milliarden
GPU-Takt 900 MHz
Speichertakt 1250 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 3072 MB
Speicherinterface 384 Bit
Speicherbandbreite 240,0 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 1792 (1D)
Shadertakt 900 MHz
Textur Units 112
ROPs 32
Pixelfüllrate 28,8 Gigapixel
SLI/CrossFire CrossFireX

Zumindest die Pixelfüllrate der HIS Radeon HD 7950 fällt dank der werksseitigen Übertaktung etwas höher aus und bringt es nun auf 28,8 Gigapixel pro Sekunde. Da der 3072 MB große GDDR5-Videospeicher weiterhin mit 1250 MHz agiert und über ein 384 Bit breites Interface anbindet, liegt die Speicherbandbreite mit 240 GB/Sek. 

his-hd7950

Leistungsmäßig sollte die HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo dank ihrer höheren Taktraten mehr zu bieten haben als die Referenz. Ob sich aber auch das Kühlsystem von der Konkurrenz und von der AMD-Vorlage absetzen können, versuchen wir auf den nachfolgenden Seiten zu klären. Bevor wir jedoch mit unseren Messungen beginnen, werfen wir noch einen näheren Blick auf den Testkandidaten selbst.