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Antec Nineteen Hundred im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Auch wenn das Nineteen Hundred auf den ersten Blick wie ein neues Gehäuse aussieht, wurde es von Antec nicht komplett neu entwickelt: Das obere Segment entspricht weitgehend dem altbekannten Antec P280. Das Riesengehäuse punktet dann auch mit den gleichen Stärken: Der guten Verarbeitung (wenn auch mit gestiegenem Kunststoffanteil), dem geräumigen Innenraum mit genug Platz für lange Grafikkarten und hohe CPU-Kühler aber auch der überdurchschnittlichen Festplattenentkopplung.

Das Kühlsystem stützt sich zwar weiterhin nur auf 120-mm-Lüfter, wurde aber etwas angepasst. Die Anordnung der Deckellüfter zwischen Stahldeckel und Kunststoffhaube stellt sicher, dass genug Platz für einen 240-mm-Radiator bleibt. Die altbekannten, winzigen Schiebeschalter an der Rückseite sind allerdings nur für die Steuerung von drei Lüftern ausgelegt. Die drei Frontlüfter des Nineteen Hundred können erst nach dem Öffnen des Gehäuses an den Lüftern selbst geregelt werden. So unpraktisch die Lüftersteuerung insgesamt gelöst ist, so effektiv ist sie doch. Je nach Bedarf laufen die Lüfter entweder mit einer hohen Kühlleistung oder mit bemerkenswert geringer Lautstärke. Das zusätzliche untere Segment sorgt dann aber doch dafür, dass das Nineteen Hundred zu einem ganz anderen Gehäuse als das P280 wird. Der zweite Netzteilplatz und die zusätzlichen sechs Festplatten/SSD-Plätze stellen sicher, dass der Full-Tower auch für einen Nutzerkreis interessant wird, dem die Storage-Fähigkeiten und Redundanz bei der Stromversorgung wichtig sind.

Antec selbst preist das Nineteen Hundred als "Must-Have für ultimative PCs" an. Es ist auch ohne Zweifel ein Full-Tower, der viele Möglichkeiten bietet. Im Vergleich zur Konkurrenz fällt aber ein insgesamt eher konservatives Konzept auf. Das Nineteen Hundred bietet weder großformatige Lüfterplätze noch Platz für größere Radiatoren. Weil es keine modularen Festplattenkäfige gibt, ist das Gehäuse auch vergleichsweise unflexibel. Zu einem deutlich günstigeren Preis bieten beispielsweise NZXTs Source 530 und Fractal Designs Arc XL mehr Flexibilität beim Kühlsystem und bei den Laufwerkskäfigen. Allerdings lassen sich in diesen Full-Towern nicht so viele 3,5-Zoll-Festplatten wie im Nineteen Hundred unterbringen und auf ein zweites Netzteil muss man ebenfalls verzichten. Es drängt sich der Vergleich mit den Flaggschiffen anderer Hersteller auf - Cooler Masters Cosmos II kann ähnlich viele Festplattenplätze bieten, Corsairs Obsidian Series 900D zwei Netzteilplätze. Die Ausstattung dieser beiden Modelle wirkt insgesamt etwas stimmiger als die des Nineteen Hundred, dafür sind sie aber auch wesentlich teurer. 

Das Antec Nineteen Hundred ist eigentlich ein P280 XL mit Gamer-Optik. Es eignet sich gut für Enthusiastensysteme, die nicht nur aus potenter Gamerhardware, sondern vor allem auch aus vielen Festplatten bestehen. Gleichzeitig stellt Antecs Engagement für "Quiet Computing" sicher, dass das Gehäuse trotz der sechs vormontierten Lüfter angenehm leise sein kann.

Positive Aspekte des Antec Nineteen Hundred:

  • gut verarbeitetes Gehäuse mit geräumigem Innenraum
  • sechs 120-mm-Lüfter inklusive, dank Lüftersteuerung wahlweise geringe Lautstärke oder hohe Kühlleistung
  • nimmt zwölf Festplatten und zwei ATX-Netzteile auf 
  • gute Festplattenentkopplung
  • I/O-Panel mit vier USB 3.0-Ports, Kabelmanagement, Staubfilter

Negative Aspekte des Antec Nineteen Hundred:

  • Lüftersteuerung unpraktisch gelöst
  • Festplattenkäfige nicht modular, Staubfilter überwiegend verschraubt
  • nur 120-mm-Lüfterplätze, maximal Platz für einen 240-mm-Radiator
 

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Kommentare (12)

#3
Registriert seit: 25.05.2013

Oberbootsmann
Beiträge: 915
so ganz blick ich den Sinn bei dem Case nicht. Es ist riesig und unnötig groß für ein normales System aber für eine WaKü taugt es nicht, da man kaum Radiatoren verbauen kann... Also für was so ein Case?
#4
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Registriert seit: 25.03.2011
Oberbayern-Landkreis München
Bootsmann
Beiträge: 514
Must have!?
Da gibts besseres. Technisch und optisch.
#5
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Registriert seit: 04.02.2003
C:\Windows\Germany\NRW\GV
Kapitänleutnant
Beiträge: 1968
Hi,

Also als ich die News gesehen hab, war ich begeistert.
Als ich den Test dann durch hatte,... :stupid:

Nach dem Motto: Gewollt aber nicht gekonnt?!
Normalerweise "kann" Antec ja. Mein P280 ist auf jeden Fall mein Traum Gehäuse. Auch wenn man klar 1-2 Dinge ausbessern könnte.
Dies hätte meiner Meinung nach "hier" geschehen müssen. Leider, leider...
#6
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Registriert seit: 01.05.2008
Willich
Bootsmann
Beiträge: 681
Als hätte Antec ein Design von 2005 irgendwo in einer Schublade gefunden und doch noch gebaut ;)
Genug Platz für Wakü ist doch da, gegen ein Mesh am Boden hätte doch nichts gesprochen, sehr schade.
#7
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 434
Ein Mesh am Boden? Für Waku meinst du? Für das Netzteil das von unten direkt Luft zieht und nach hinten rauszieht erkenne ich den Sinn nicht auser die Luft die nach hinten weggeht kann nach oben abziehen. Ansonsten zieht man wieder schön die erwärmte Luft an. Das beste Gehäuse von Antec ist m.E. nach immernoch das P182, seit dem wurde nur noch Schrott gebaut. Haben es schön kaputtentwickelt.
#8
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Registriert seit: 05.02.2003
Braunschweig, Tangermünde
BadBoy
Beiträge: 15820
Also gerade bei der Größe und dem Preis hätte ich zumindest mehr Flexibilität im Innenraum erwartet, gerade was die Installation von Radiatoren angeht. So wirkt das Raumkonzept für mich eher wie ein schlechter Scherz, denn wer braucht in einem Spielepc heutzutage bitte 12 Festplatten :shake: .
#9
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Registriert seit: 23.06.2011

Kapitänleutnant
Beiträge: 1847
Also mir gefällt es, mfg
#10
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Registriert seit: 21.06.2008
Jena
Flottillenadmiral
Beiträge: 5467
Zitat coldheart;21855924
Also mir gefällt es, mfg


optisch ist es ja ok, nur wenn du es bei dir stehen hast.... naja ist halt schon eher Müll...
#11
Registriert seit: 23.01.2008
Siegen
Leutnant zur See
Beiträge: 1028
Das Gehäuse hat doch nix mit Gaming zu tun. In das Gehäuse passt ein E-ATX bestückt mit 2x Xeon bei Sockel 2011(AM3,AM3+) und Dynatron- CPU- Coolern- also rein Luft gekühlt. Zu dem mit 2x SSD bestückt plus 12x HDD im Raid 10. Stylisch bestimmt zum aktuellen Ikea- Frühjahrs- Büromöbel- Angebot passend.

Was bei mir die Frage auf wirft: Wie verkabelt man zwei separate NT redundant? Kenne redundante NT nur in einem Gehäuse. Wäre das dann ein NT für HDDs und eins für´s Board? Und wie regeln die dann ihre Lasten gegenseitig aus?
#12
customavatars/avatar140289_1.gif
Registriert seit: 11.09.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1388
Zitat Blade007;21848130
Also gerade bei der Größe und dem Preis hätte ich zumindest mehr Flexibilität im Innenraum erwartet, gerade was die Installation von Radiatoren angeht. So wirkt das Raumkonzept für mich eher wie ein schlechter Scherz, .


Ich fand die erste News des Gehäuses noch ganz interessant, da die Optik ganz nett ist und durch die Größe viele WaKü Optionen versprach, aber wie es sich herausgestellt hat kann ich das obige Zitat zu 100% unterstreichen.
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