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Test: anidees AI-4 (schallgedämmt) - veredelter Mini-Tower

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Seite 1: Test: anidees AI-4 (schallgedämmt) - veredelter Mini-Tower

Scythe_Gekko_logoEine Zeit lang kamen kaum neue Micro-ATX-Gehäuse auf den Markt. Doch in den letzten Monaten wendete sich das Blatt. Einige der interessantesten Neuvorstellungen waren und sind Micro-ATX-Gehäuse. Etwas unerwartet hat auch anidees mit dem AI-4 einen Mini-Tower angekündigt, den wir noch vor dem Verkaufsstart auf den Prüfstand stellen. Unser Testsample wurde dabei gleich in zweierlei Hinsicht veredelt. Zum einen bietet es ein auf edel getrimmtes Design mit dem Einsatz von großflächigen Aluminiumpartien, zum anderen wurde es mit Dämmmatten ausgekleidet. Doch kann dieses Gehäuse mit den Modellen namhafter Konkurrenten mithalten?

anidees ist sicherlich keine Marke mit besonders hohem Bekanntheitsgrad. Bisher gab es genau ein anidees-Gehäuse, das 2012 erschienene AI-6 (getestet in der [printed] 2/2012). Dieser robuste Midi-Tower wird durch ein auffälliges Design geprägt. Obwohl das Gehäuse im Wesentlichen aus Stahl und Kunststoff besteht, veredelt eine dünne Aluminiumschicht Front und Deckel. Das Aluminium wird auf beiden Seiten von markanten Kunststoffelementen eingerahmt. Die Ausstattung des Gehäuses ist auch heute noch auf einem aktuellen Stand. So lässt sich der Innenraum dank zweier modularer Festplattenkäfige flexibel nutzen. Positiv fielen auch die beiden Adapterkabel auf, mit denen die verbauten Lüfter gedrosselt werden können und ein angenehm leiser Betrieb möglich ist.

Doch anidees drohte das Schicksal eines One-Hit-Wonders, denn auf das AI-6 folgte lange nichts. Etwas überraschend kam dann doch die Ankündigung eines zweiten anidees-Gehäuses. Das AI-4 zeigt sich mit der Optik des AI-6, ist aber ein Mini-Tower für Micro-ATX- und Mini-ITX-Mainboards. Doch wie beim großen Bruder ist auch die Funktionalität nicht zu kurz gekommen. Auch das AI-4 bietet eine modulare Montagemöglichkeit für Festplatten, die bei Bedarf zu Gunsten langer Erweiterungskarten entfernt werden kann. Dann gibt es immer noch einen 3,5-Zoll-Montageplatz unterhalb der optischen Laufwerke. Das Kühlsystem setzt sich aus drei 120-mm-Lüftern zusammen, die dank einer Lüftersteuerung in drei Stufen geregelt werden können. Anders als manches aktuelle Konkurrenzmodell wie das Corsair Obsidian Series 350D (zu unserem Test) oder das Fractal Design Arc Mini R2 wurde das AI-4 aber nicht für den Wasserkühlungseinsatz optimiert. 

Das anidees AI-4 wird von Caseking.de ab dem 16. August 2013 verkauft, der Verkaufspreis der regulären Variante liegt bei 79,90 Euro und fällt damit etwas niedriger aus als bei den erwähnten Modellen von Corsair und Fractal Design. Die von uns getestete, gedämmte Variante des AI-4 kostet 89,90 Euro. Optional bietet Caseking.de aber auch für 24,90 Euro ein Dämmmattenset zum Nachrüsten an. Das passende King Mod Premium Dämmset besteht aus dreizehn zugeschnittenen Dämmmatten.

Für einen ersten Eindruck haben wir das anidees AI-4 in einem ausgepackt & angefasst-Video gezeigt:

Alternativ bieten wir auch eine YouTube-Version des Videos an.

alles

Neben dem Gehäuse werden nur eine knappe Kurzanleitung, Montagematerial in einzelnen, wieder verschließbaren Kunststofftüten und einige schwarze Kabelbinder mitgeliefert.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: anidees AI-4
Bezeichnung: anidees AI-4
Material: Stahl, Kunststoff, Aluminium
Maße: 186 x 429 x 420 mm  (B x H x T)
Formfaktor: Micro ATX, Mini-ITX
Laufwerke: 2x 5,25 Zoll (extern), 4x 3,5/2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 1x 120 mm (Rückseite, vorinstalliert), 2x 120 mm (Front, vorinstalliert)
Gewicht: rund 6 kg
Preis: 79,90 Euro, Verkaufsstart vorraussichtlich Mitte August 2013