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Test: Cooltek Antiphon - Silentgehäuse für den kleinen Geldbeutel - Fazit

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Seite 7: Fazit

Die Produktvorstellung des Cooltek Antiphon sorgte für eine Überraschung. Ein Silentgehäuse für 65 Euro, das solide ausgestattet ist und sogar noch mit einer Aluminiumfront veredelt wird, war bis dato nicht erhältlich. Generell werden die meisten Silentgehäuse deutlich teurer verkauft. Modelle wie das Antec Solo II, das Antec P280, das BitFenix Ghost, das Fractal Design Define R4 oder das Nanoxia DS1 sind für etwa 90 bis 100 Euro erhältlich. Eine Ausnahme stellte bisher vor allem das Cooler Master Silencio 550 dar, das wie das Antiphon etwa 65 Euro kostet. Bei Cooler Masters Silentgehäuse sind wir aber doch auf einige Schwächen gestoßen. So bietet das Silencio 550 nur an den Seitenteilen Schalldämmmatten, sein Kühlsystem ist wenig flexibel und die CPU-Kühlerhöhe darf 15,4 cm nicht überschreiten. Es drängt sich die Frage auf, ob auch beim Antiphon solche Abstriche gemacht werden müssen.

Geht man nach dem Äußeren, kann das Cooltek-Gehäuse voll überzeugen. Das unaufdringliche Design, das auch noch mit einer Aluminiumfront gepaart wird, würde auch deutlich teureren Gehäusen gut zu Gesicht stehen. Aber wir wollen uns doch auf die inneren Werte konzentrieren. Auf den ersten Blick macht Cooltek auch hier vieles richtig. Anders als beim Silencio 550 wird mit Schalldämmmatten nicht gegeizt. Nicht nur die Seitenteile, sondern auch Deckel und Fronttür sind gedämmt. Und auch sonst spart Cooltek keine Schalldämmmaßnahme aus. Festplatten und Netzteil werden genauso entkoppelt wie das Gehäuse selbst. Die drei verbauten 120-mm-Lüfter lassen sich mit der integrierten Lüftersteuerung auf ein sehr leises Betriebsgeräusch herunterregeln.

Auch abseits der Silentmerkmale kann das Antiphon punkten. Der Innenraum wird intelligent genutzt. Durch die Gestaltung des Laufwerksschachts mit einem mittleren, schmalen 2,5-Zoll-Käfig können die meisten Erweiterungskarten bis zu 32 cm lang sein. So wird verschmerzbar, dass die Käfige nicht modular sind.

Einige Kritikpunkte sind aber auch beim Antiphon anzumerken. Die geringe Gehäusebreite sorgt dafür, dass der Platz für das Kabelmanagement und den CPU-Kühler etwas knapp ausfällt (mit 16 cm kann der CPU-Kühler immerhin einige Millimeter höher ausfallen als im Silencio 550). Störender ist aus unserer Sicht das Kühlsystem. Die drei 120-mm-Lüfter sind bei voller Drehzahl schlichtweg viel zu laut. Das Antiphon bietet zwar eine Lüftersteuerung, die kennt aber (neben der Aus-Stellung) nur zwei Betriebsmodi. Das Low-Setting sorgt tatsächlich für ein flüsterleises Betriebsgeräusch, gleichzeitig bricht aber die Kühlleistung ein. Wir haben ein Setting vermisst, das einen überzeugenden Kompromiss aus Lautstärke und Kühlleistung bietet. Der Idealfall wäre natürlich eine stufenlose Lüftersteuerung. Die Festplattenentkopplung konnte wie die Lüftersteuerung nicht völlig überzeugen - unsere Testfestplatte wurde nicht ausreichend entkoppelt.

Den Vergleich mit Cooler Masters Silencio 550 kann das Cooltek Antiphon für sich entscheiden. Den Vergleich mit den erwähnten, teureren Silentmodellen anderer Hersteller braucht es zumindest in Bezug auf Optik und Haptik nicht zu scheuen. Diese Gehäuse bieten für den höheren Preis in erster Linie ein Mehr an Flexibilität. So gibt es teilweise optionale, aber verschließbare Lüfterplätze und 140-mm-Lüfter, die bei identischer Lautstärke einen höheren Luftdurchsatz als die 120-mm-Lüfter des Antiphon erreichen.

Wird ein günstiges Silentgehäuse mit hochwertigem Erscheinungsbild gesucht, dürfte das Cooltek Antiphon für viele Nutzer die erste Wahl sein. Die erwähnten Detailschwächen sollen den positiven Gesamteindruck nicht trüben: Das Antiphon bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir können ihm deshalb auch guten Gewissens den entsprechenden Award verleihen.

alles

Positive Aspekte des Cooltek Antiphon:

  • günstiger Preis
  • Schalldämmung
  • drei vormontierte Lüfter mit Lüftersteuerung, auf niedriger Regelstufe sehr leise
  • werkzeuglose Montage von Festplatten, SSDs und Erweiterungskarten
  • Kabelmanagement und USB 3.0-Port

Negative Aspekte des Cooltek Antiphon:

  • Settings der Lüftersteuerung nicht optimal
  • Kühlsystem mit vier 120-mm-Lüfterplätzen wenig flexibel, Staubfilter grobmaschig
  • Festplattenentkopplung unzureichend für ein Silentgehäuse

 

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Kommentare (16)

#7
Registriert seit: 18.12.2008

Matrose
Beiträge: 24
Sollte es nicht inzwischen so sein, dass ein besonders luftdurchlässiges Gehäuse mit leisen Lüftern und SSD + langsamer HDD als Datenplatte leiser ist?
#8
Registriert seit: 10.08.2004

Stabsgefreiter
Beiträge: 310
Warum sollte es?

@Gehäuse
Nur 1x USB 3.0? Hat das nen USB-A Stecker den man Quer durchs gehäuse ziehen und hinten ans Backpanel schrauben darf? Total Banane.
#9
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3675
@bensen: Für USB 3.0 gibts afair den internen Anschluss.
#10
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3675
Wegen den Diagrammen: Ich habe die jpgs eben durch pngs ersetzt - dadurch sollten die Diagramme etwas schärfer wirken.

#11
Registriert seit: 20.03.2007

Obergefreiter
Beiträge: 108
Habe selber ein Coolermaster Silentium und muss sagen, dass dieses Gehäuse echt lecker ausschaut.

Die Front sieht besser aus, der Bodenlüfter gefällt mir sehr gut, 2 Statt einem Frontlüfter...

Meine Freundin will auch einen ordentlichen Rechenknecht, dann wird das Teil gekauft :D
#12
Registriert seit: 19.05.2010

Gefreiter
Beiträge: 58
Ein sehr schickes Gehäuse. Der Ausstattungsumfang ist für dieses Preissegment mE überdurchschnittlich. Schlichtes und elegantes Design, serienmäßige Schalldämmung, Lüftersteuerung, Antivibrationselemente und ausreichend Platz für Highend Grakas... was will man mehr? Ich denke, die weiße Variante wird die zukünftige Behausung für meinen Zweitrechner :-)
#13
Registriert seit: 11.08.2012

Matrose
Beiträge: 15
Insgesamt ein schöner Test zu einem sehr interessanten Gehäuse.

Aber eine Frage habe ich dazu. In der Tabelle zur max. Höhe der CPU-Kühler stehen 16 cm, im Fazit sind es dann nur noch 15,4 cm. Welcher Wert stimmt denn? Die 6 mm entscheiden nämlich darüber, ob ein Thermalright HR02 Macho rein passt, oder nicht.
#14
Der Thermalright Macho passt nicht in das Cooltek Antiphon, aber dafür haben wir ja den Macho 120, der passt ;)

Grüße,
Eddy
#15
Registriert seit: 31.12.2011

Gefreiter
Beiträge: 47
danke für den test, Redphil.

ich habe das antiphon nun seit einer woche und bin sehr zufrieden.
kann eigentlich alles bestätigen, was im test bemängelt und gelobt wird.
bis auf die bemängelte festplattenentkopplung - meine wd blue cavier ist nicht zu hören, liegt also vielleicht eher an eurer lauten raptor.
lüftersteuerung auf high ist zu laut, das stimmt. hat dann mit "silent" nichts mehr zu tun.
auf "slow" ist dann alles ok, mein 955 (<50°C) und meine 5850 (<70°C) sind dort weit im grünen bereich.
der geringe abstand zwischen tray und seitenteil hat mich auch gestört, hatte was von "übervollen koffer zudrücken".
folge: mein nächstes NT wird kabelmanagement haben.

mein mugen2 passt problemlos rein.

ein kleines problem habe ich allerdings:
wenn ich im laufenden betrieb die lüftersteuerung von high auf low umstelle, ernte ich einen reset des rechners.
umgekehrt ist es unproblematisch. kann das jemand bestätigen? (NT seasonic S12-II 520 bronze)

alles in allem gibt es von mir eine klare kaufempfehlung.

noch ein tipp: wer kaufinteressiert ist, sollte nicht nur bei geizhals schauen, sondern auch in der bucht.
habe dort durch das einsparen der versandkosten den besten preis bekommen - 63€ inkl. bei atelco.
#16
Registriert seit: 19.05.2010

Gefreiter
Beiträge: 58
@ hongkongfui04
Hab das Cooltek Antiphon ebenfalls und kann dein geschildertes Problem mit dem Reset beim Runterregeln der Lüfter nicht bestätigen. Als NT hab ich ein Cooltek CVS 650 Watt Rev. A. Hast Du alle Lüfter über die Steuerung laufen? Vielleicht mal die Lüfter einzeln ausprobieren, um zu sehen ob dann immer noch ein Reset erfolgt?

Ansonsten auch von mir eine klare Kaufempfehlung für das Gehäuse. Sauber verarbeitet, nichts wackelt oder verzieht sich. Und mit dem Macho 120 von Thermalright hab ich auch noch nen richtig guten CPU Kühler am Start. Alles in allem ein Top Gehäuse mit tollen Features und schicker Optik (hab's in Weiß).
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