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Härtetest: Was hält eine SSD aus? (Fazit)

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Seite 1: Härtetest: Was hält eine SSD aus? (Fazit)

logoOCZtestDer nächste Härtetest steht an: Unser Ziel ist es diesmal, eine SSD zu zerstören. Allerdings nicht aus Spaß, sondern mit einem tatsächlich wichtigen Hintergrund: Viele Hersteller versprechen eine gute Haltbarkeit für ihre SSDs, aber viele Leser sind skeptisch. Wie lange hält eine SSD tatsächlich? Wieviele Daten kann ich auf die SSD schreiben, bevor sie Defekte aufweist? Ab wann sind meine Daten nicht mehr sicher? Diese Fragen wollen wir in unserem Härtetest klären.

Update 1: 22.08, 16:25 Uhr: Wir haben eine Zusammenfassung aus den Ergebnissen der ersten 24 Stunden veröffentlicht.

Update 2: 25.08., 12:10 Uhr: Wir haben nach dem Wochenende wieder auf die Ergebnisse geschaut und erweitern das Testfeld in dieser Woche (siehe Livebild)

Update 3: 26.08., 13:01 Uhr: Eine Crucial MX100 und eine Samsung 840 EVO haben sich zu dem Testfeld gesellt.

Update 4: 27.08., 11:10 Uhr: Wir haben die zweite OCZ Vector 150 erhalten und vergleichen die Elektronik auf der Live-Seite.

Update 5: 02.09., 10:22 Uhr: Ein weiteres Update, da wir heute aufgrund eines Windows-Updates den PC neu starten mussten.

Update 6: 15.09., 09:39 Uhr: Lagebericht

Update 8: 06.10., 09:03 Uhr: Die OCZ-SSD hat die ersten "Bad Blocks".

Update 9: 09.10., 17:04 Uhr: Der Test wird fortgeführt.

Update 10: 08.11., 10:36 Uhr: Die OCZ-SSD wird untersucht, ob sie die Daten korrekt behalten hat - denselben Test starten wir mit der Samsung SSD. 

Update 11: 05.12., 09:12 Uhr: Die Samsung SSD wird untersucht und die Crucial SSD muss nun die Daten behalten. 

Update 12: 17.01., 08:34 Uhr: Wir haben das Fazit zu dem Härtetest veröffentlicht.

SSDs sind seit ihrer Einführung vor ein paar Jahren der heißeste Bereich der IT: Sie bieten nicht nur einen geringeren Stromverbrauch verglichen zu Festplatten und können zudem in kleinen Notebooks lautlos ihren Dienst verrichten, sondern sind dabei auch noch ultraschnell. Also werden sie in allen Bereichen eingesetzt: In schnellen Gaming-PCs, in Laptops, aber auch in Servern und Workstation-PCs. Und nicht selten wurde die Lebensdauer eines alten, langsamen PCs oder Notebooks durch eine SSD noch einmal verlängert.

Die Enthusiasten, die am Anfang auf die ersten SSDs zurückgegriffen haben, durften aber einige schlimme Erfahrungen mitmachen: Da fiel schon mal eine SSD von heute auf morgen aus, oder durch Firmware-Probleme waren plötzlich die Daten weg. Hinzu kamen Treiberprobleme, ein Leistungsabfall nach einiger Gebrauchszeit und vieles mehr. Weiterhin kam es durch schlechte Algorithmen und die erste Controllergeneration noch zu einer schnellen Alterung der Flash-Chips - somit hing den SSDs schnell der Beigeschmack an, dass sie nicht sehr haltbar seien. Das ist aber bereits Jahre her.

Heutzutage hat sich dies doch schon deutlich geändert, denn aktuelle SSDs verwenden Controller mit deutlich besserer Funktionalität, sodass sogar Flash-Chips zum Einsatz kommen können, die nur noch mit einer geringeren Anzahl Schreibzyklen zurecht kommen. Alles über diese technischen Besonderheiten habe wir auf der nächsten Seite zusammengestellt.

Für unseren Härtetest haben wir uns die OCZ Vector 150 mit 240 GB gegriffen, die wir im Februar im Test hatten. [Update: Auf Nachfrage von unseren Lesern haben wir eine Samsung 840 Evo und eine Crucial MX100 dem Testfeld hinzugezogen.] Wir hätten diverse SSDs mit unterschiedlichsten Controllern und Flash-Chips verwenden können - die Vielfalt am Markt ist hier extrem. Chips von SandForce, Marvell, Indilinx und anderen sind zu finden, zudem Flash-Speicherbausteine von Samsung, Toshiba, Micron und Hynix. Insofern ist es sowieso unmöglich, hier alle Kombinationsmöglichkeiten abzubilden - unsere Auswahl hätte also auch mit ein paar SSDs nur einen Trend zeigen können. Zudem existiert ein weiteres Problem: Nicht jeder Hersteller möchte natürlich seinen Namen dafür hergeben, dass eine SSD so gequält wird, bis sie defekt ist. Bei OCZ trafen wir jedoch auf Zustimmung für einen Ausdauer-Test: Die Idee, den Lesern zu zeigen, dass die SSD bedenkenlos weit über den alltäglichen Gebrauch verwendet werden kann, gefiel OCZ. Insofern beließen wir es bei diesem einen Testkandidat. OCZ hingegen möchte auch noch einen Anreiz schaffen, in diesen Test öfter reinzuschauen und verlost in Kürze eine SSD unter allen Teilnehmern eines Gewinnspiels, die die tatsächlich geschriebene Datenmenge möglichst nahe schätzen, die auf die SSD bis zum Ableben geschrieben wurde. Das Gewinnspiel werden wir in den nächsten Tagen starten. 

Der Härtetest läuft folgendermaßen ab: Wir schreiben mit einem Tool dauerhaft mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit auf die SSD. Das wird schon nach ein paar Minuten mehr sein, als ein User durchschnittlich an einem Tag auf die SSD schreibt, denn im Arbeitsalltag wird im Consumer-Bereich nur relativ selten auf die SSD geschrieben. Mit einer Dauerlast können wir also simulieren, wieviel die SSD einstecken kann. Wir protokollieren dabei, nach wie vielen Tagen welche Datenmenge geschrieben worden ist und können so hochrechnen, wie viele Jahre die SSD normalerweise in einem Rechner ihren Dienst getan hätte, bevor sie versagt hätte.

 

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Kommentare (480)

#471
Registriert seit: 09.09.2008

Kapitän zur See
Beiträge: 4007
Warum wird die Temp denn da rot angezeigt?
Hab im ersten moment gedacht du hättest probleme mit der ssd und die wäre kurz vorm sterben.
Daher mein einwand sie hätte "erst 18tb"
#472
Registriert seit: 22.01.2014

Korvettenkapitän
Beiträge: 2150
weil CDI keine Temperatur von der SSD bekommt und deshalb wohl auf rot schaltet
auch nach dem Update der Firmware auf 070H sind die Lese- und Schreibvorgänge nicht zu sehen
ich vermute, dass bleibt egal wie gesperrt, bis auf die Methode die Holt erwähnt hat
aber das ist es natürlich überhaupt nicht wert
wäre zwar nett das sehen zu können, aber so is es nun mal

aber wie kommst du auf die 18TB?
#473
Registriert seit: 09.09.2008

Kapitän zur See
Beiträge: 4007
mit der aktuellsten firmware kann man das eig. auslesen.

@18tb
AD*gb = 174*128gb=18tb

cdi zeigt bei meiner m4 nichts rotes.
#474
Registriert seit: 22.01.2014

Korvettenkapitän
Beiträge: 2150
hm....
ich deinstallier es nochmal komplett und reinstallier es
mal schauen ob sich was tut

wann hast du deine m4 gekauft?

EDIT:
Temperatur wird nicht rot ausgegeben, aber es wird immer noch keine Temperatur angegeben
und Lese- als auch Schreibvorgänge sind ebenfalls weiterhin nicht einsehbar

EDIT2:
aber ich glaub die ausgelesenen Infos stimmen nicht so ganz...
meine HDD, die ja mit dem Laptop kam, weist 7848 Betriebsstunden auf und die SSD nur 1075
und das obwohl die SSD ja das OS-Laufwerk ist und somit eigentlich mehr Betriebsstunden aufweisen muss als die HDD, welche ja immer wieder abgeschaltet wird bei nichtbentzung....
beim Punkt "Einschalten" sieht es ähnlich aus, wenn auch nicht so krass
#475
Registriert seit: 09.09.2008

Kapitän zur See
Beiträge: 4007
2012 meine ich.
#476
Registriert seit: 22.01.2014

Korvettenkapitän
Beiträge: 2150
also ich glaub eher, dass die ausgelesenen Daten nicht wirklich stimmen (siehe Edits)
#477
Registriert seit: 09.09.2008

Kapitän zur See
Beiträge: 4007
Die betriebsstunden passen super bei mir.
Temp sensor hat die m4 generell nit.
schreiblast ausgabe geht meines wissens nach nur mit der aktuellsten firmware.
#478
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 10912
Zitat mastergamer;24250004
mit der neusten firmware werden die geschriebenen tb auch bei der m4 angezeigt.
Wäre mir jetzt neu, kann aber sein. Allerdings hat die m4 noch kein TBW Limit für die Garantie, da ist es also egal wie viel auf die SSD geschrieben wurde. Die TBW Angaben sind ja nur immer ein Limit der Garantie, für den Verschleiß sind die P/E Zyklen relevant und das sind hier 174, also nichts wenn man bedenkt, dass Crucial 3000 spezifiziert und eine m4 im Dauerschreibtest auf xtremesystems.org über 36.000 erzielt hatte, also auch weil mehr als 3000 drin sein sollten.

Man sollte übrigens auch beachten, dass die Temperatur eine große Rolle spielt, je wärmer die NANDs im Betrieb sind, umso mehr P/E Zyklen vertragen sie. Die JESD218 geht von 40°C Betriebstemperatur aus. Das liegt daran, dass die Isolierschicht bei Wärme durchlässiger wird, deshalb verlieren die SSD dann ohne Strom die Daten schneller, aber beim Programmieren und Löschen leidet die Isolierschicht auch weniger und verschleißt daher nicht so sehr.

Zitat mastergamer;24251012
@18tb
AD*gb = 174*128gb=18tb
Wobei das die Write Amplification unterschlägt, die kann hier durchaus im Bereich von 2 bis 5 liegen. Die P/E Zyklens sind aber sowieso relevanter und das sind bisher sehr wenige.

Zitat mastergamer;24251012
cdi zeigt bei meiner m4 nichts rotes.
Hast Du vielleicht eine andere Version von CDI?

Zitat fanatiXalpha;24251187
meine HDD, die ja mit dem Laptop kam, weist 7848 Betriebsstunden auf und die SSD nur 1075
Das könnte an LPM liegen, also der Energiesparfunktion die die SATA Lanes bei Inaktivität abschaltet, die Crucial zählt dann nur die Zeit in der die SATA aktiv ist. Hier ein Link zu einer Anleitung wie man LPM bei Windows auch im Ausgewogenen Energiesparplan einstellbar machen kann, einfach auf Active stellen, dann bleibt der SATA Link aktiv und LPM ist deaktiviert. Die SSD braucht dann aber mehr Leistung im Idle, es müssten bei der m4 dann so 0,6W sein. Keine Ahnung wie viel sie mit LPM braucht, aber auf jeden Fall etwas weniger.
#479
Registriert seit: 22.01.2014

Korvettenkapitän
Beiträge: 2150
Zitat
Man sollte übrigens auch beachten, dass die Temperatur eine große Rolle spielt, je wärmer die NANDs im Betrieb sind, umso mehr P/E Zyklen vertragen sie.

interessant
ich wollte bei meiner MX die Temperaturen immer runterbekommen, weil ich dachte das wäre zu viel
aber das beruhigt jetzt :)
und danke für die LPM-Infos
#480
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Beiträge: 235
Also ich sehe bei meiner m4 mit 070H Firmware (laut Crucial die aktuellste) keine Host Writes ?
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