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MIFcom EG5-M im Test

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Seite 1: MIFcom EG5-M im Test

mifcom eg5 teaserDas aktuelle Clevo-Barebone N150SD hatten wir bereits beim Schenker Technologies XMG A505 im Test. Jetzt wollen wir einen Test des MIFcom EG5-M nachliefern, das ebenfalls auf dem Barebone basiert.

In Deutschland hat sich in den letzten Jahren eine breite Schar an Built-to-Order-Anbietern aufgestellt, die unterschiedliche Barebones, meist von Clevo oder MSI, unter eigenem Namen anbieten. Der Münchner Anbieter MIFcom bietet nicht nur diverse Gaming-Notebooks, sondern auch zahlreiche Komplettsysteme. Schenker Technologies kann sich rein äußerllich mit seinem Branding ein wenig absetzen, da ein eigenes Logo auf dem Deckel aufgebracht wurde oder ein individueller XMG-Karton genutzt wird, die Technik ist aber natürlich identisch. Sieht man davon einmal ab, unterscheiden sich die Geräte in der ersten Linie durch die Konfigurationsmöglichkeiten, die Preisgestaltung und natürlich die Support-Möglichkeiten: MIFcom bietet 24 Monate Pickup and Return auf Notebooks.

Das MIFcom EG5-M basiert auf dem Clevo N150SD-Barebone, das zum Launch der GeForce GTX 960M eingeführt wurde und als günstigere Variante des P651SE etabliert werden soll, das mit der GeForce GTX 970M bzw. 980M mit deutlich potenteren Grafikeinheiten daherkommt. Preislich hat sich das zum Start allerdings nicht in dem Maße ausgewirkt, wie sich das mancher Käufer gewünscht hätte – das Clevo N150SD war eines der ersten Geräte, das merklich unter dem aktuellen Dollar-Kurs zu leiden hatte. Das macht sich bei unserer Testkonfiguration nicht mehr im ganz so großen Stil bemerkbar, die ausgestattet mit einem Intel Core i7-4720HQ, einer GeForce GTX 960M, einer 128 GB fassenden SSD sowie einer 1-TB-HDD 1.129 Euro kostet. Zudem halten sich auch beim EG5-M die Konfigurationsmöglichkeiten (im vergleich zu vergangenen Jahren) wieder einmal in Grenzen, da Clevo verstärkt auf eine Integration der Komponenten setzt, um kompakte Ausmaße des Gehäuses zu ermöglichen. Gegenüber klassischen Anbietern sind Built-to-Order-Produzenten aber gerade im Bereich von Speicherausstattung und Massenspeicher-Konfiguration noch immer deutlich im Vorteil.

Unauffällig und verkleinert

Die Zeiten, in denen Gaming-Notebooks knallbunte Riesenkisten waren, sind weitestgehend vorbei. Es gibt zwar noch immer Ausnahmen, wie das MSI GT80, das mit seiner mechanischen Tastatur aber auch ein Alleinstellungs-Merkmal der besonderen Art auf seiner Seite hat. Im Mittel sind Gaming-Notebooks 2015 aber (zumindest optisch) vergleichsweise unauffällig. Zudem schlägt der von Ultrabooks initiierte Miniaturisierungsprozess auch im Gaming-Segment immer weiter durch. Das macht sich auch beim MIFcom EG5-M bemerkbar, das mit einer Bauhöhe von 28 mm zwar nicht ganz so flach ist wie ein Aorus X5, der 15-Zöller verdient sich aber das Prädikat „gerade noch handlich“. Das gilt auch für das Gewicht von 2,5 kg. Als ständiger Begleiter bietet sich das MIFcom EG5-M damit nicht an, für kürzere Ausflüge geht das Gewicht aber durchaus in Ordnung.

mifcom eg5 1
MIFcom EG5-M

Optisch ist das EG5-M unauffällig – man könnte sogar fast schon „beliebig“ sagen. Clevo setzt wieder einmal auf einen matten Softtouch-Kunststoff. Der erweist sich als vergleichsweise handschmeichelnd, reicht aber nicht an die aktuelle Referenz Alienware/Dell heran. Materialbedingt erweist sich die Oberfläche  aber als recht anfällig gegenüber fettigen oder leicht schweißigen Fingern – wer Wert auf ein ordentliches Notebook legt, sollte ein Putztuch also meist in Griffweite haben. Entsprechend agiert ein MIFcom-Logo unter dem Display als einziger Eye-Catcher. Die Verarbeitungsqualität und Materialgüte liegen auf einem ordentlichen aber nicht überragenden Niveau. Insbesondere für das Display würden wir uns eine größere Verwindungssteife wünschen.

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MIFcom EG5-M

Zeitgemäß gibt sich das EG5-M, wenn es um die Schnittstellenbestückung geht. Es werden vier USB-3.0-Schnittstellen geboten, die sich auf die beiden Seitenteile des Barebones aufteilen. Auf der linken Seite werden zudem drei Klinke-Buchsen für das Audio-System und der RJ45-Port für das Gigabit-Netzwerk untergebracht. Im Gegenzug versteckt sich auf der rechten Seite des Panels noch ein Card-Reader. Alle Anschlüsse auf den Seitenteilen wurden recht weit hinten positioniert, sodass es zu wenig Komplikationen mit einer dedizierten Maus kommen sollte. Erfreulicherweise lässt Clevo auch die Rückseite nicht außen vor und positioniert dort die drei Buchsen zur Bildausgabe, in Form von HDMI, MiniDisplayPort und VGA. Ebenso kann dort das Netzteil angeschlossen werden.

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MIFcom EG5-M

Eines der Highlights des EG5-M sind seine Eingabegeräte. Clevo spendiert dem N150SD die Chiclet-Tastatur des großen Bruders, was in einem direkten und erstklassigen Tippverhalten resultiert. In Kombination mit dem überzeugenden Tastaturlayout und der weißen Hintergrundbeleuchtung bietet sich der 15-Zöller damit an, auch längere Texte zu verfassen. Nicht ganz mithalten kann da das Touchpad. Das bietet zwar gute Gleiteigenschaften und eine ordentliche Präzision, allerdings erweist sich der Hub der dedizierten Tasten als zu lang. Stören dürfte das aber vermutlich in den wenigsten Fällen, denn Gamer werden ohnehin eine dedizierte Maus anschließen. Eine kleine Besonderheit verbirgt sich zwischen den Maustasten, denn an dieser Stelle hat Clevo einen Fingerprint-Reader integriert. Im Gaming-Segment ist das leider noch immer eine Besonderheit.

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MIFcom EG5-M

 

 

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Kommentare (3)

#1
Registriert seit: 22.11.2006
Giessen
Oberbootsmann
Beiträge: 962
Es wäre schön wenn ihr in euren Notebooktests auch noch etwas zum ausnutzen des Turbos sagen könntet. Dass das Gerät nicht throttelt war zu Zeiten der Core CPUs noch ausreichend, aber mit Einführung der Cores ist der Turbo ein teilweise sehr essentieller Teil der Geschwindigkeit einer CPU und es macht einen enormen Unterschied ob der Turbo voll ausgereizt werden kann oder ob das Gerät darunter bleibt (ergo Kühlsystem zu knapp dimensioniert). Das ist leider so eine Krankheit die sich ausbreitet, insbesondere bei den richtig hochgezüchteten Quadcores wo es oftmals keinen Unterschied macht ob man den drittschnellsten, zweitschnellsten oder schnellsten Quad nutzt den Intel anbietet weil sie aufgrund des Kühlsystems unter Last alle gleich hoch takten.
#2
Registriert seit: 10.03.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 865
wenn du umfangreiche notbook tests suchst dann bist du hier falsch. hier wird nichts ausgeschraubt, keine boost taktraten beobachtet kein overclocking gar nichts. nur schnell n paar benchmarks und eckdaten und veröffentlichen, von mifcom ließt man hier ja öfter was
#3
Registriert seit: 24.04.2010

Stabsgefreiter
Beiträge: 271
Overclocking ist auf einem Notebook lange nicht so interessant wie Undervolting. Die thermischen Gegebenheiten werden durch die Turbos schon vollkommen ausgenutzt, was soll Overclocking da bringen? Lieber soll das Gerät leiser sein und seine versprochene Leistung liefern. So meine Meinung.

Ich bevorzuge die Asus G-751-Serie ganz einfach weil es die leisesten Spielelaptops sind. Ich brauche keine Flugzeugturbine auf dem Tisch.
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