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Schenker Technologies XMG A503 im Test

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Seite 1: Schenker Technologies XMG A503 im Test

schenker a503-teaser kleinNeben seinen High-End-Gaming-Geräten der P-Serie hat Schenker Technologies auch die etwas günstigere A-Serie im Programm, die sich an die etwas vernünftigere Käuferschaft richtet. Dennoch wird natürlich umfangreiche Konfigurierbarkeit und eine ansprechende Gaming-Leistung geboten. Welche Abstriche gegenüber den P-Geschwistern akzeptiert werden müssen, klärt unser Review.

Schenker Technologies kann sich als Built-to-Order-Hersteller in der Regel mit einer extremen Flexibilität von den großen Konkurrenten absetzen. Bieten klassisch positionierte Firmen meist nur wenige Konfigurationen an, gibt es bei Schenker in der Regel einen Clevo-Barebone als Grundgerüst, der entsprechend bestückt werden kann. Je nach Barebone-Modell sind manche Komponenten aber fix vorgegeben. Im Fall des beim A503 eingesetzten 15-Zoll-Barebones Clevo W355ST ist die Grafikkarte eine solche Komponente. Die von NVIDIA verbaute GeForce GTX 765M ist stets mit von der Partie und fest mit dem Mainboard verbunden und bereits vom Alienware 14, dem MSI GS70 und dem Schenker Technologies XMG P303 bekannt. Alle weiteren Komponenten können hingegen frei gewählt werden.

Der Einstiegspreis liegt bei überschaubaren 899 Euro, allerdings wird hierbei lediglich eine sehr rudimentäre Ausstattung geboten und auch das Betriebssystem fehlt. Unser Testmuster ist da schon deutlich besser ausgestattet und bietet beispielsweise einen Intel Core i7-4800MQ, eine Kombination aus 256 GB großer SSD und einer HDD mit 1,5 TB. Zusammen mit dem aktuellen Windows 8.1 wird aber so beinahe die 1500 Euro-Marke geknackt. Wirklich günstig ist das XMG A503 damit also keineswegs mehr, das würde angesichts der Komponenten aber auch niemand mehr erwarten. Allerdings stellt sich nun zurecht die Frage, ob das Gesamtpaket dem aufgerufenen Preis wirklich gerecht werden kann.

Dezenter Auftritt mit kleinen Schwächen

Clevo setzt bei seinen Premium-Barebones auf mattschwarze Oberflächen und ein Softtouch-Finish. Bei dem für Schenkers A-Serie genutzten W355ST wird hingegen ein matter, aber glatter Kunststoff verwendet, der in Anthrazit ausgeführt ist. Das verwendete Material hat einen Vorteil: Es ist vergleichsweise wenig anfällig gegenüber Fingerabdrücken und ist entsprechend weniger pflegeintensiv als viele aktuelle Geräte. Der Nachteil liegt hingegen klar bei der Wertigkeit. Gerade vor dem Hintergrund, dass unsere Konfiguration des A503 in der 1500-Euro-Klasse spielt, hat der 15-Zöller einen schweren Stand. Etwas besser sieht es bei der Verarbeitungsqualität aus, denn alle Spaltmaße wurden gleichmäßig ausgeführt und nur der Übergang zwischen Top-Case und Bodeneinheit fällt ein wenig rau aus.

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Bei der allgemeinen Formensprache kann das A503 bestenfalls als unauffällig, besonders böse als stockkonservativ beschrieben werden – was natürlich gerade für ein potentielles Gaming-Gerät schon wieder etwas Besonderes ist. Dennoch liebe Designer: Wir würden uns mehr Geräte wie das Razer Blade oder den großen Bruder XMG C703 wünschen. Gleichzeitig gilt aber auch, dass Schenkers 15-Zöller alles andere als ein Ultrabook ist. Mit einer Bauhöhe von 43 mm übertrifft es Geräte wie die hauseigene Konkurrenz XMG C703 (baugleich mit dem MSI GS70) oder das Razer Blade deutlich.

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Der Vorteil der etwas höheren Bauweise liegt darin, dass mehr Platz für Schnittstellen geboten wird. Diese Vorteile nutzt Clevo aber nur bedingt aus. Es gibt insgesamt vier USB-Anschlüsse, von denen einer noch immer im alten 2.0-Format daherkommt, während ein anderer als Komboport mit eSATA ausgeführt wurde. Letzteres Format spielt allerdings kaum noch eine Rolle, da der aktuelle USB-Standard ausreichend schnell ist. Bei den weiteren Schnittstellen wird mit VGA, HDMI und einer RJ45-Buchse sowie drei Klinke-Anschlüssen im 3,5-mm-Format das aktuell Übliche geboten. Die Verteilung der Schnittstellen kann weitestgehend gefallen. Die USB-Schnittstellen sitzen alle vergleichsweise weit hinten auf den Seitenteilen, sodass es (sowohl für Links- als auch für Rechtshänder) keine Platzprobleme bei der Mausnutzung gibt. Etwas ungewöhnlich ist die Positionierung von VGA- und Stromanschluss auf der Rückseite. Es wäre schön gewesen, wenn auch noch der RJ45-Port und zumindest eine USB-Buchse dort gelandet wären – bei einem größtenteils stationären Betrieb würde das für einen aufgeräumten Schreibtisch sorgen.

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Bei der Tastatur setzt Clevo auf ein Chiclet-Modell mit Tasten im 15x15-mm-Format. Das lässt sich sehr gut tippen, besitzt aber einen harten Anschlag, was schlussendlich nicht jedem gefallen muss. Bislang haben wir Clevos aktuelle Tastaturen häufig aufgrund ihres Layouts kritisiert, denn zu viele Tasten sind an andere Stellen gewandert – die Umgewöhnung wurde so nur unnötig erschwert. Anders sieht es beim A503 aus, denn hier kommt ein Keyboard zum Einsatz, das weitestgehend dem aktuellen Standard entspricht – da fragt man sich, warum das bei den teuren Modellen nicht auch klappt. Zudem wird eine weiße Hintergrundbeleuchtung integriert, die größtenteils gleichmäßig ist und sich gut ablesen lässt. Das Touchpad ist ein wenig vertieft in das Top-Case eingelassen und besteht aus dem gleichen Material wie das Top-Case. Positiv wirkt sich das auf die einheitliche Optik aus, negativ auf das Gleitverhalten, denn das Touchpad wirkt vergleichsweise stumpf. Dafür werden normale Eingaben präzise erkannt, bei Multitouch-Gesten bedarf es aber regelmäßig mehrerer Versuche.

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