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Schenker Technologies XMG A503 im Test

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Seite 3: Display + Fazit

Schenker setzt beim XMG P503 auf ein 15,6 Zoll großes Display, das mit der FullHD-Auflösung (1920x1080 Px) daherkommt. Es gibt zwar in der Zwischenzeit mehrere Geräte, die deutlich höher auflösen wie das Dell XPS 15 oder das Lenovo Yoga 2 Pro, im Endeffekt legt die Kombination aus FullHD und 15 Zoll noch immer die angenehmste Darstellungsgröße an den Tag, sodass bei einer höheren Pixeldichte ohnehin skaliert werden muss. Schenker verzichtet allerdings auf ein IPS-Panel, was gerade beim gehobenen Preis unserer Testkonfiguration schade ist. Dafür handelt es sich beim verbauten TN-Modell aber um eine recht hochwertige Variante, was sowohl die Messwerte als auch die subjektive Einschätzung der Bildqualität bestätigen.

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Das Display besitzt eine matte Oberfläche, was im Zusammenspiel mit der hohen maximalen Helligkeit von 389 cd/m2 und dem ordentlichen Kontrastverhältnis von 783:1 zu sehr guten Outdoor-Fähigkeiten führt. Nicht perfekt fällt die Homogenität des Displays aus, die bei rund 85 Prozent liegt – mit bloßem Auge sind Unterschiede jedoch nicht zu erkennen, und das ist es schließlich, worauf es ankommt. Bauartbedingt fällt die Blickwinkelstabilität nicht allzu hoch aus, wer aber alleine vor dem A503 sitzt, wird keine Probleme haben. Für ein TN-Panel recht gut gefallen hat uns die Farbdarstellung. Abweichungen sind bei der Farbdarstellung festzustellen, denn ab Werk kam unser A503 mit durchschnittlich 5990 Kelvin zu uns, die gesamte Darstellung wirkte also recht warm, bzw. rötlich. Gerade Anwender, die gerne mit Fotos arbeiten, sollten hier besser zu einem Colorimeter greifen – die anvisierte Gamerschaft wird das aber weniger stören.

Alternative Modelle

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Das XMG A503 gibt es in einer nahezu unendlichen Ausstattungsfülle. So gesehen sollte unsere Konfiguration eben nicht als allgemeingültig angesehen werden – wer eine hohe Systemleistung benötigt, fährt mit unserem Setup richtig. Wer das A503 aber hauptsächlich zum Spielen nutzen möchte, der fährt mit einem kleineren Prozessor wie dem 4700MQ und einem abgespeckten Storage-System sicherlich nicht schlechter. Nicht blenden lassen sollte man sich hingegen von dem niedrigen Einstiegspreis von 899 Euro, denn dann gibt es nur eine kleine Dual-Core-CPU, 4 GB RAM und eine 320 GB große HDD. Zudem fehlt auch das Betriebssystem.

Fazit

Das Schenker Technologies XMG A503 ist ein schnörkelloses 15-Zoll-Notebook, das durch seine flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten ein großes Spektrum abdeckt, vom günstigen Gaming-Notebook bis hin zur kleinen Workstation – entsprechend sollte (wie bei allen BTO-Geräten) der genaue Einsatzzweck vorab gut abgesteckt werden. Fest steht die GeForce GTX 765M und die liefert bekanntlich eine ansprechende Leistung, sodass auch aktuelle Games meist in FullHD genossen werden können. Wer auf der Suche nach einem reinrassigen Gaming-Mostern ist, sollte daher besser zu einem Modell mit einer stärkeren GPU greifen. Ausgesprochen hoch fällt bei unserer Testkonfiguration die Systemleistung aus, was zu großen Teilen auf die flotte SSD und den üppig dimensionierten Prozessor zurückfällt.

Das Kühlsystem hinterlässt den wie bei Clevo so oft zwiespältigen Eindruck. Auf der einen Seite hat der Kühler die Temperaturen im Griff und auch das Gehäuse wird nicht sonderlich warm, dafür läuft aber auch im Leerlauf immer wieder der Lüfter an und macht deutlich auf sich aufmerksam. Unter Volllast ist der A503 ordentlich laut, brüllt aber nicht so sehr wie manch anderes Modell.

Ebenfalls gefallen konnte das Display des A503. Es ist hell, kontrastreich und kommt mit einer matten Oberfläche daher, sodass dem problemlosen Outdoor-Einsatz nichts im Wege steht. Gleiches gilt auch für die Akkulaufzeit. Das A503 ist zwar sicherlich kein besonderer Mobilist, kann aber problemlos mehrere Stunden fernab der Steckdose genutzt werden. Von solchen Werten konnte vor einigen Jahren bei Gaming-Notebooks noch geträumt werden.

Etwas altbacken wirkt die Behausung des A503. Zwar gibt es genügend aktuelle Schnittstellen, die auch noch passabel auf die beiden Seitenteile sortiert wurden, die Optik wird aber nicht mehr wirklich up-to-date. Die Verarbeitungsqualität liegt auf einem guten Niveau, die Materialgüte spielt hingegen nur in der Mittelklasse (was schließlich auch zum Einstiegspreis des A503 passt). Der Vorteil bei Barebones ist aber die Wartungsfreundlichkeit, denn alle Komponenten können gut erreicht werden. Bei den Eingabegeräten gefällt in erster Linie die Tastatur, die sich mit einem harten aber knackigen Druckpunkt hervorragend tippen lässt. Das Touchpad hingegen fällt etwas zu stumpf aus.

Alles in allem ist das Schenker Technologies XMG A503 in einer moderaten Zusammenstellung ein leistungsstarkes und bezahlbares Gaming-Notebook. Wird die Konfiguration aber zu teuer, fällt gerade das Gehäuse zu weit hinter den aufgerufenen Preis zurück.

Positive Aspekte des Schenker Technologies XMG A503:

  • Flexibel konfigurierbar
  • hohe Systemleistung
  • helles und kontrastreiches Display
  • gute Tastatur

Negative Aspekte des Schenker Technologies XMG A503:

  • Gaming-Leistung bei hohen Auflösungen eingeschschränkt
  • Lüfter Laut und unstetig
  • Altbackene Gehäuse-Optik