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Test: ASUS Zenbook UX31 - Ultrabook mit hoher Auflösung

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Seite 1: Test: ASUS Zenbook UX31 - Ultrabook mit hoher Auflösung

asus_ux31_teaserUltrabooks sind ohne Frage das aktuell am heißesten diskutierte Thema im Notebook-Segment. Nach dem langen Warten trudeln nun langsam die entsprechenden Testmuster bei uns ein. Vor kurzem konnten wir uns das UX21, die 12-Zoll-Interpretation des Ultrabook-Konzepts von ASUS ansehen, nun folgt der große Bruder, das UX31. Ähnelt die 13-Zoll-Version dem kleineren Bruder in vielen Bereichen, ist es gerade das Display, das uns besonders interessiert. Mit einer Auflösung von 1600 x 900 Dots verspricht das UX31 das ideale Arbeits-Ultrabook zu werden – aber ob dem wirklich so ist?

Dass ASUS seine Hausaufgaben im Ultrabook-Segment gemacht hat, hat bereits unser Test des UX21 gezeigt. Der kleine 12-Zöller konnte in beinahe jeder Kategorie überzeugen, einzig das extrem schwache Kontrastverhältnis stellt sich zwischen den Testkandidaten und unseren Excellent-Hardware-Award. Da wird es natürlich spannend, wie sich das UX31 schlägt, ist es doch  beinahe in jeder Hinsicht nichts anderes als ein UX21 mit einer größeren Diagonale und einer höheren Auflösung.

Nun aber noch einmal kurz zu den „gehypten“ Ultrabooks – was hat es damit eigentlich auf sich? Im Grunde genommen hat Intel einer längst verfügbaren Kategorie einfach einen neuen Namen, bzw. überhaupt einen Namen gegeben, denn bei einem sind wir uns sicher: Flache Notebooks gab es schon vor diesem Herbst. Oftmals wird das MacBook Air als das erste echte Ultrabook bezeichnet. Das mag natürlich stimmen, da Apple erstmals ein extrem flaches und leichtes Notebook für den Consumer-Markt konzipierte, gerade im Business-Umfeld gab es flache Geräte aber schon zuvor. Und natürlich brauchte die Windows-Welt auch nicht wirklich mehrere Jahre, bis entsprechend flache Geräte verfügbar waren, das Dell Adamo XPS wäre ein passendes Beispiel. Mit dem Ultrabook-Label sorgt Intel nun aber für eine gewisse Ordnung im ultramobilen Segment. Alle Geräte basieren auf der gleichen Plattform, dürfen eine gewisse Dicke nicht überschreiten und werden auch mit den gleichen Schnittstellen ausgestattet. Bei den Designs dürfen die Hersteller ihren Kreativ-Abteilungen erfreulicherweise aber freie Hand lassen.

Preislich zeigt sich beim ASUS UX31 wieder, was wir schon beim kleinen Bruder gesehen haben. Es wird ein Internet-Preis von rund 1300 Euro aufgerufen. Damit ist unser voll ausgestattetes ASUS Ultrabook zwar günstiger als das vergleichbare MacBook-Air-Pendant, ein stattlicher Preis ist es aber dennoch. Man könnte also meinen, dass sich der obligatorische „Apple-Aufpreis“ etwas relativiert, jetzt, wo andere Hersteller versuchen gleichwertige Lösungen an den Start zu bringen.

Das Gehäuse

ASUS UX31 Gehäuse

Mehr Bilder des Gehäuses präsentieren wir in der Galerie!

Optisch ändert sich gegenüber dem kleinen Bruder nichts – und das ist auch gut so. Zwar erinnert das ASUS UX31 mit seiner Keilform, der Materialwahl und nicht zuletzt der sehr flachen Bauweise unverschämt stark an Apples MacBook Air, hier haben die Designer aber frei nach dem Motto „Lieber gut geklaut …“ agiert. So sieht das UX31 extrem schick aus und macht einiges her, die Individualität, die wir uns von einem Premium-Gerät erwarten, bleibt somit aber leider deutlich auf der Strecke. Gewissermaßen versucht man aber sehr wohl, sich von Apple zu differenzieren, auch wenn sich die Bemühungen im Rahmen halten. Der gebürstete Deckel besitzt nicht wie sonst üblich eine lineare Anordnung des Musters, sondern eine Aufteilung in Kreise. Zudem fällt die Farbe des Aluminiums etwas dunkler aus als beim allgegenwärtigen Vorbild. Wer sich aber nicht daran stört, einen MacBook-Clone anzuschaffen, der macht design-technisch  sicherlich nichts falsch, denn unser Testprodukt sieht ohne Frage erstklassig aus.

Geöffnet setzt sich die Materialwahl fort. ASUS verzichtet an dieser Stelle zwar auf das Kreis-Design, bleibt ansonsten dem gebürsteten Aluminium aber treu. Störend ist damit wie bei den meisten Unibody-Designs einzig die etwas scharfe Kante an der Front.

Erstklassig, das gilt auch für die Verarbeitungsqualität. Das UX31 wird aus einem Stück Aluminium gefräst– und das merkt man dem Gerät auch an. Nicht nur, dass es extrem leicht ist, es ist auch sehr verwindungssteif und wirkt wie aus dem Vollen gefertigt – was zu einem gewissen Teil ja auch stimmt. Zwar orientiert man sich auch hier im Grunde genommen an Apples Unibody-Gehäuse, darüber kann man aber an dieser Stelle getrost hinwegsehen. Ein Ultrabook sollte aufgrund seines geringen Gewichts und den kleinen Abmessungen für den täglichen Transport gemacht sein – und das ist das UX31 auf jeden Fall. Zwar werden sich früher oder später ein paar Kratzer auf der Aluminium-Oberfläche wiederfinden, das dürfte dann aber auch alles gewesen sein.

Abschließend noch ein paar Worte zu den harten Fakten: das ASUS UX31 wiegt gerade einmal 1,3 kg und ist an seiner dicksten Stelle 2,2 cm schlank, an der Front sogar wesentlich schmaler. Besser geht es eigentlich kaum noch, wenn man die extrem stabile Bauweise des Gehäuses bedenkt.

Eingabegeräte

ASUS UX31 Tastatur

Mehr Bilder der Eingabegeräte präsentieren wir in der Galerie!

Beim Tastatur-Layout entfernt sich ASUS vom Apple-Vorbild. Es wird zwar auch ein Chiclet-Keyboard genutzt, allerdings verzichtet man auf den zusätzlichen Kontrast von schwarzen Tasten und greift lieber auf ein silbernes Finish zurück. Das verleiht dem UX31 zumindest im geöffneten Zustand eine gewisse Eigenständigkeit. Die Tasten besitzen allesamt eine ordentliche Dimensionierung von 15 x 15 mm (4mm Tastenabstand) und lassen sich erstklassig tippen. Der ohnehin präzise Druckpunkt wird durch das extrem steife Gehäuse weiter unterstützt – das Ergebnis ist ein Keyboard auf höchstem Niveau. So können auch längere Texte mühelos getippt werden, ohne dass es zu Beeinträchtigungen kommt.

Problematischer sieht, bzw. sah es da schon mit dem Touchpad aus. Direkt zum Start hatte ASUS bei beiden Ultrabooks mit erheblicher Kritik am Mausersatz zu kämpfen, auch von unserer Seite. Zu träge und zu ungenau war das Handling. Erfreulicherweise hat sich ASUS die Kritik aber zeitnah zu Herzen genommen und ein Update veröffentlicht. Wird dieses eingespielt, schwindet der Frust recht flott, denn es zeigt sich, dass ASUS sehr wohl in der Lage ist, gute Pads zu konfigurieren. Der Mausersatz ist üppig dimensioniert und lässt sich im Ganzen klicken. Wie üblich wandert der Druckpunkt in Richtung Tastatur und wird konstruktionsbedingt immer härter – das stört aber nicht wirklich. Ebenso wurden Multitouch-Gesten integriert. Das klappt schon recht gut, reicht aber leider noch nicht an Apples Lösung heran.

Connectivity:

ASUS UX31 Anschlüsse

Mehr Bilder der Anschlüsse präsentieren wir in der Galerie!

In Sachen der Anschlussfreudigkeit nehmen sich die Ultrabooks nicht viel, schließlich definiert Intel die vergebenen Buchsen. So kommt das UX31 mit zwei USB-Anschlüssen daher, von denen einer als 3.0-Variante ausgeführt wurde. Aufgeteilt werden die Buchsen gleichmäßig auf die rechte und linke Seite des Gehäuses. Die Rückseite bleibt aufgrund des niedrigen Drehpunkts frei von Anschlüssen.

Neben den beiden USB-Ports gibt es auch zwei digitale Bildausgänge in Form von Mini-HDMI und Mini-Displayport. Wer nun einen VGA-Anschluss vermisst, der kann beruhigt werden, auch daran hat ASUS gedacht, denn es befindet sich ein Anschluss im Lieferumfang. Das Gleiche gilt auch für die RJ45-Schnittstelle. Aus Platzgründen findet diese zwar keinen Platz auf dem Seitenteil des Gehäuses, über einen RJ45-USB-Adapter wird der entsprechende Anschluss aber zur Verfügung gestellt.

Kommunikationstechnisch zeigt sich das UX31 vorbildlich. Es wird über den USB-Adapter Gigabit-LAN geboten, während drahtlos mit den B-, G- und N-Standards die wichtigsten Netze unterstützt werden. Bluetooth wird sogar schon in der Version 4.0 angeboten, was sehr vorbildlich ist, aktuell aber noch nicht so viel bringt, da nur wenige Geräte den Standard unterstützten – das wird sich in absehbarer Zeit jedoch ändern.