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Test: Synology DS710+ - Eines für alles?

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Seite 1: Test: Synology DS710+ - Eines für alles?

synology_710_teaserJe größer die Anzahl der Computer in einem Netzwerk, desto größer wird das Verlangen nach einer Möglichkeit zum gemeinsamen Datenaustausch. Wer von Freigaben auf einzelnen Computern genervt ist und gemeinsam nutzbaren Speicher sucht, der kann sein Netzwerk mit einem NAS (Network Attached Storage) ausstatten, das von nun an die Daten zentral speichert. Bisher waren solche Geräte aber entweder viel zu kompliziert zu administrieren, zu groß, zu langsam oder schlicht und ergreifend zu teuer und damit für kleine Unternehmen und ambitionierte Privatanwender nicht immer geeignet. Und genau hier kommt das Synology DS710+ ins Spiel. Es soll in der Lage sein, Speicherplatz für viele Benutzer gleichzeitig bereitzustellen, ist aber gleichzeitig klein, per Webinterface einfach zu administrieren und durch einen Intel Atom-Prozessor sogar ziemlich schnell.

Das DS710+ kann aber mehr, als nur Dateien und Ordner im Netzwerk bereitstellen. Es stellt auch einen FTP- sowie einen Webserver mit PHP- und MySQL-Support bereit und sogar ein Mailserver lässt sich realisieren. Optional können auch Drucker angeschlossen und für alle Teilnehmer freigegeben werden. Um auch im privaten Bereich punkten zu können bietet das NAS von Synology einige Funktionen, die die Verteilung von Multimedia-Inhalten im gesamten Netzwerk vereinfachen sollen. So können alle Benutzer des Netzwerks via iTunes-Server freigegebene Musik hören, währenddessen gleichzeitig HD-Inhalte an den Fernseher im Wohnzimmer via DLNA-Server gestreamt werden.

ds710+

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Im DS710+ können zwei Festplatten mit jeweils bis zu 2 TB verwendet werden, wir verwenden zwei Festplatten mit je einem TB, was im RAID 1 eine Brutto-Kapazität von 1 TB ergibt. Das NAS bietet damit Platz für Backups, Filme, Musik, Bilder, Dokumente und alles, was sich sonst noch speichern lässt. Synology präsentiert das DS710+ als eine eierlegende Wollmilchsau, die sämtliche Netzwerkdienste anbieten kann, dabei sehr schnell sein soll und nebenbei wenig Energie verbrauchen soll. Ob es Synology mit dem DS710+  gelungen ist, eine Netzwerk-Allzweckwaffe für das kleine Budget zu entwickeln, soll dieser Test klären.

Unser Testaufbau besteht aus dem Synology DS710+ mit der aktuellen DSM 2.3-1149-Firmware, welches mit zwei ein TB großen Festplatten der Black Edition-Serie von Western Digital ausgestattet ist. Als Switch verwenden wir den in kleinen Netzwerken sehr beliebten D-Link DGS1005D-Switch, sowie jeweils ein Meter lange SF/UTP-Patchkabel.  

Als Client kommt ein AM3-System zum Einsatz, dem eine Samsung F3 als Festplatte und ein Realtek RTL8111L-Netzwerkcontroller zur Seite stehen. Als Browser verwenden wir den Internet Explorer 8, Firefox 3.6.3 sowie Opera 10.52. Die getesteten Apps laufen auf einem Apple iPod Touch Classic.

Das Synology stellt folgende Dienste bereit:

  • Ordner-Freigabe via Samba
  • iTunes-Server
  • DLNA-Server
  • NFS
  • FTP
  • File-Station für Zugriff über Browser
  • Audio-/ Photostation + mit jeweils eigener Software + iPhone-Apps (DS audio, DS Photo, DS Cam)
  • Surveillance-Station
  • HTTP-Server + MySQL
  • Mailserver
  • SSH und Telnet zum direkten Zugriff
  • DruckdienstFs

Lieferumfang:

  • NAS
  • Software-CD
  • Netzteil
  • LAN-Kabel (2m)