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Test: Synology DS710+ - Eines für alles?

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Seite 2: Optische Eindrücke

Das NAS macht einen sehr soliden Eindruck. Die Front und das Heck bestehen zwar aus Plastik, der Rest ist aber aus solidem Metall. Die Front besitzt ein Finish aus Klavierlack, welches dem Gerät einen edlen und hochwertigen Touch gibt, vom Image des schnöden Netzwerkequipments ist nichts mehr übrig. Fast schon zu schade, um es irgendwo im Keller oder in einer Abstellkammer aufzustellen. Die Festplatten werden von hinten in das Gerät geschoben, die Front bleibt clean. In der Front finden sich der Einschalter und ein USB-Port mit dazugehörender "C"-Taste, außerdem klären insgesamt sieben LEDs über den aktuellen Zustand des NAS auf. So kann man direkt erkennen, ob alles in Ordnung ist. Im Normalfall leuchtet die Power-LED blau, alle anderen grün. Sollte eine LED orange leuchten, ist etwas nicht in Ordnung. Am Heck befinden sich die beiden Schlitten für die Festplatten, ein eSATA-Port zum Anschluss einer weiteren Festplatte, zwei weitere USB-Ports, ein Gigabit-LAN-Port sowie ein Netzanschluss. Das Gehäuse ist sehr kompakt und steht auf Gummifüßen, damit die Vibrationen der Festplatten im Inneren nicht weiter übertragen werden.

ds710+

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Das Synology DS710+ besitzt einen internen Lüfter, der den Atom-Prozessor sowie die beiden Festplatten auf Temperatur halten soll. Im Normalfall gelingt ihm das auch, der Prozessor wird zwar stellenweise bis zu 60 °C heiß, allerdings bleibt der Lüfter angenehm leise. Die Festplatten werden kaum wärmer als 40° C. Hauptgeräuschquelle sind und bleiben die internen Festplatten. Unsere beiden Western Digital Caviar Black-HDDs sind sowohl im Leerlauf als auch beim Zugriff sehr gut zu hören. Allerdings kann man davon ausgehen, dass das Gerät meist dort aufgestellt wird, wo die Lautstärke zu vernachlässigen ist, beispielsweise im Keller oder in einer Abstellkammer, dort, wo sich auch die restliche Netzwerktechnik befindet.

Die beiden internen Datenträger werden mit jeweils 4 beigelegten Schrauben an einem Schlitten befestigt. Synology legt sowohl Schrauben zur Befestigung von 2,5-Zoll-, als auch für 3,5-Zoll-Platten bei. Sind die Schrauben angezogen, sitzen die Festplatten fest auf den Schlitten. Die Schlitten werden dann von hinten in das Gehäuse geschoben und mit einem kleinen Plastikhebel gesichert. Von da an sind sie mit dem Gehäuse fest verbunden, nichts klappert oder wackelt. Auf eine Entkopplung der Festplatten verzichtet Synology allerdings, eventuelle Festplattengeräusche werden somit 1:1 übertragen. Sind die Festplatten einmal eingebaut, muss man nur noch das Strom- und das Netzwerkkabel einstecken. Das System verfügt auch über einen VGA-Port, der allerdings hinter einem Deckel versteckt ist. Dieser gibt ein Bild aus, wenn das System gestartet wurde, allerdings bietet das System keine Möglichkeit, um sich lokal daran anzumelden. Nachdem das Gerät zum ersten Mal eingeschaltet wurde, muss eine Software von CD gestartet werden.

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Laut Synology soll das DS710+ im laufenden Betrieb 31 Watt brauchen, unsere Messungen (inklusive Festplatten) bestätigen das. Im Idle soll das Gerät laut Synology 17 Watt brauchen, wir messen 20 Watt, ein dennoch durchaus annehmbarer Wert.