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Test: Synology DS710+ - Eines für alles?

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Seite 5: Verwalten und Erweitern

Das NAS wird hauptsächlich über das Webinterface verwaltet. Es bietet zwar die Möglichkeit eines SSH-Zugangs, dieser ist aber zur Administration nicht wirklich geeignet. Das Webinterface trennt strikt zwischen Administrator und allen anderen. Der Administrator hat immer Zugriff auf alles. Andere Benutzer (die über ein Konto auf dem NAS verfügen) dürfen nur ihre persönlichen Einstellungen (Kennwort, E-Mail, Passwort) und das verbleibende Quota einsehen. Sofern freigeschaltet erhält der Nutzer Zugriff auf weitere Dienste wie die Filestation, mehr nicht.

Admininterface

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Der Administrator hingegen kann über das Webinterface (das sich mit Portfreigaben auch aus dem Internet erreichen lässt) alle Einstellungen überwachen. Die Systemauslastung lässt sich über den Ressourcen-Monitor anzeigen, Nutzer, Gruppen und Freigaben können angelegt, bearbeitet und gelöscht werden, außerdem können sämtliche Dienste ein- und ausgeschaltet bzw. konfiguriert werden. Der SMART-Status der Festplatten kann ebenfalls ausgelesen werden. Das Interface ist sehr übersichtlich und reagiert sehr schnell. Hier kann man gut erkennen, dass Synology schon sehr viele Erfahrungen gesammelt hat und das System sehr ausgereift ist.

Wer ohne das Webinterface etwas über den Zustand des NAS erfahren will, der sollte sich die LEDs in der Front genauer ansehen. Die Status-LEDs gibt wie der Name schon sagt Aufschluss über den aktuellen Status des NAS. Im Normalfall leuchtet sie grün, wird sie Orange heißt das, dass weniger als ein Gigabyte Speicher frei sind, blinkt sie Orange ist das Volumen in irgendeiner Weise defekt. Die darunterliegende LAN-LED verrät, ob das DS710+ mit einem 10/100 MBit-Netzwerk (Orange) oder einem Gigabit-Netzwerk (Grün) verbunden ist. Wenn Daten übertragen werden, blinkt die LED, leuchtet sie gar nicht, dann ist kein Netzwerkkabel angeschlossen. Die LEDs HDD1 und HDD2 geben Aufschluss über den aktuellen Zustand der internen Festplatten. Wenn sie leuchten, sind beide Platten bereit, sollten sie blinken wird gerade darauf zugegriffen. Sollten sie Orange aufleuchten, ist mit den Platten etwas nicht in Ordnung. Die Power-LED leuchtet im eingeschalteten Zustand blau, beim Hoch- oder Herunterfahren blinkt sie. Die USBCopy-LED leuchtet grün, sobald ein USB-Laufwerk am Front-USB-Port erkannt wurde und blinkt, wenn Daten kopiert werden. Solange alle LEDs grün bzw. blau leuchten ist meist alles in Ordnung, sollte eine der LEDs Orange werden sollte der Administrator zurate gezogen werden.

Um das NAS auch von außen zu erreichen, unterstützt das DS710+ DynDNS und eine Funktion namens EZ-Internet. Dabei handelt es sich um einen Assistenten der in der Lage ist, den Router so zu konfigurieren, dass das NAS auch aus dem Internet erreichbar ist. Aktuell werden 40 verschiedene Router unterstützt, darunter unter anderem diverse Geräte von D-Link, Belkin, DrayTek, Linksys und Netgear. Die von uns eingesetzte AVM Fritz!Box 7170 ist leider nicht dabei, deswegen müssen eventuelle Portfreigaben per Hand gemacht werden. Optional lässt sich das NAS auch direkt an ein Modem anschließen und über PPPOE direkt mit dem Internet verbinden. Diese Funktion ist bei unserem Gerät mit nur einem LAN-Port allerdings weniger sinnvoll, da das NAS dann nur noch über das Internet zu erreichen ist.

Wer mehr aus seinem NAS machen möchte, der kann es mit einigen Paketen von Synology erweitern. Zur Auswahl stehen ein Squeezebox-Server für die Logitech Squeezebox und ein "Mail Station Package" für die Einrichtung eines Mail-Servers. Der integrierte Web- und MySQL-Server des NAS lässt sich mit dem "Webalizer Package" zur Analyse von Webseiten und dem "phpMyAdmin Package" zur einfachen Verwaltung der MySQL-Datenbanken erweitern.