> > > > How To: LGA1150-Mainboards von ASUS für Broadwell vorbereiten

How To: LGA1150-Mainboards von ASUS für Broadwell vorbereiten

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 1: How To: LGA1150-Mainboards von ASUS für Broadwell vorbereiten

broadwellNormalerweise wäre die Einführung eines 14-nm-Prozessors im Desktop-Bereich von Intel mit großem "TamTam" abgehalten worden. Durch die sich nähernde Einführung der neuen Skylake-Plattform, unter anderem mit dem Core i5-6600K und dem Core i7-6700K und dem Sockel LGA1151 sowie den neuen Intel-100-Series-Chipsätzen, sind die beiden angekündigten Broadwell-H-Prozessoren still und leise eingeführt worden. Schade eigentlich, denn die Modelle können einiges. Damit die beiden Prozessoren jedoch lauffähig sind, benötigen aktuelle LGA1150-Mainboards zwingend ein BIOS-Update, bei dem der CPU-Microcode zu den Broadwell-Prozessoren implementiert wurde. In diesem Guide werden wir uns exemplarisch anhand des BIOS eines ASUS-Mainboards dem Thema widmen und festhalten, welche Schritte in welcher Reihenfolge nötig sind, damit das System mit der CPU der fünften Core-Generation ordnungsgemäß funktioniert.

Bevor es mit Skylake in die neue Runde geht, wurden zunächst noch zwei Prozessoren für den Sockel LGA1150 auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um den Core i5-5675C und den Core i7-5775C, die von Intel auch einen frei wählbaren Multiplikator erhalten und die Iris-Pro-6200-Grafikeinheit spendiert bekommen haben. Im Gegensatz zu der Intel-HD-4600-IGP besitzt die Iris-Pro-6200-Grafikeinheit 28 Execution Units mehr und damit in der Summe 48 Stück, was für einen guten Sprung nach vorne in Sachen Performance sorgt. Die im 14-nm-Verfahren gefertigten Prozessoren haben eine cTDP (configurable Thermal Design Power) von 65 Watt erhalten, die sich auf bis zu 37 Watt herunterdrücken lassen soll. Auch das sind Vorteile, die einen eventuell dazu bringen, seinen alten Sockel-1150-Prozessor über Bord zu werfen und einen Broadwell-H nachzurüsten.

Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede zu den Devils-Canyon-Modellen auf:

Die neuen "Broadwell"-CPUs im Vergleich
  i7-5775C i5-5675C i7-4790K i5-4690K
Codename Broadwell Broadwell Devils Canyon Devils Canyon
Fertigung 14 nm 14 nm 22 nm 22 nm
Cores/Threads 4/8 4/4 4/8 4/4
Grafiklösung Iris Pro 6200 Iris Pro 6200 HD Graphics 4600 HD Graphics 4600
EUs 48 48 20 20
Basis-Takt 3,3 GHz 3,1 GHz 4,0 GHz 3,5 GHz
Turbo-Takt 3,7 GHz 3,6 GHz 4,4 GHz 3,9 GHz
L3-Cache 6 MB 4 MB 8 MB  6 MB
TDP 65 Watt 65 Watt 88 Watt  88 Watt
Preis 350 US-Dollar 250 US-Dollar 350 US-Dollar 250 US-Dollar

Mit einem kleinen BIOS-Update lassen sich die neuen Prozessoren in vielen Sockel-1150-Mainboards betreiben, auch wenn sie etwas andere Spannungen benötigen. Abhängig ist die Fähigkeit, Broadwell-H einsetzen zu können, von den Spannungswandlern. Von den zahlreichen Mainboard-Herstellern hat sich ASUS dazu entschlossen, einige ihrer Sockel-LGA1150-Mainboards für die beiden Broadwell-CPUs vorzubereiten. Dies betrifft ausschließlich die Platinen mit Intels Z97- und H97-Chipsatz, sprich die Modelle, die im gleichen Atemzug mit den Haswell-Refresh-Prozessoren auf den Markt gebracht wurden. Nutzer mit den Chipsätzen Z87, H87, B85 und H81 haben keine Möglichkeit, ihre Mainboards für den Core i5-5675C und den Core i7-5775C vorzubereiten. Der Grund hierfür liegt bei Intel selbst, die ausschließlich den Z97- und H97-PCH für die beiden Broadwell-Prozessoren freigegeben haben.

Wenn ein Broadwell-H-Prozessor eingesetzt werden soll, muss also zunächst einmal auf der Webseite des Mainboardherstellers geschaut werden, ob das Mainboard kompatibel ist und eine entsprechende BIOS-Version besitzt. Auf den folgenden Seiten werden wir festhalten, welche ASUS-Mainboards mit den beiden Broadwell-Prozessoren kompatibel sind, welche BIOS-Version mindestens benötigt wird und wie das BIOS aktualisiert werden kann - denn letztendlich ist es hier notwendig, andere Tools zu verwenden als bei einem normalen Update mittels EZ-Flash.