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How To: LGA1150-Mainboards von ASUS für Broadwell vorbereiten

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Seite 3: Der BIOS-Update-Vorgang im Detail

Bevor einer der beiden Broadwell-Prozessoren installiert wird, sollte zuvor das BIOS aktualisiert werden. Bei allen aktuellen ASUS-Mainboards gibt es zwei Möglichkeiten, das BIOS zu aktualisieren: Einerseits über das BIOS-Updater-Tool und andererseits über das USB-BIOS-Flashback-Feature, das bei vielen ASUS-Mainboards inkludiert ist. Die normalen Update-Funktionen über EZ Flash oder ASUS' Windows-Tool funktionieren in diesem Fall leider nicht. Anhand des ASUS Maximus VII Hero zeigen wir beide Wege auf.

BIOS-Update über USB BIOS Flashback

Eine Möglichkeit der BIOS-Aktualisierung ist über das proprietäre USB-BIOS-Flashback-Feature möglich, das bei zahlreichen aktuellen ASUS-Mainboards vertreten ist. Dahinter verbirgt sich eine (BIOS-)Taste am I/O-Panel und ein vordefinierter USB-Anschluss, der für dieses Feature von ASUS vorgesehen wurde. Vor der Aktualisierung über dieses Feature wird ein USB-Stick benötigt, der im FAT32-Dateisystem formatiert wurde.

Zunächst einmal muss die entsprechende BIOS-Datei mit der CAP-Endung von der ASUS-Webseite heruntergeladen werden, die im Anschluss umbenannt werden sollte.

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Update über ASUS USB BIOS Flashback.
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Update über ASUS USB BIOS Flashback.

Im Falle des Maximus VII Hero wird die Datei in "M7H.CAP" umbenannt. Diese Datei wird nun in das Stammverzeichnis auf den USB-Stick kopiert oder dort belassen, falls sie zuvor in das Stammverzeichnis kopiert wurde. Für die anderen ASUS-Mainboards mit USB-BIOS-Flashback-Unterstützung muss ins Mainboard-Handbuch geschaut werden, welche Abkürzung dort sinnvoll ist.

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Update über ASUS USB BIOS Flashback.

Nun muss der vorbereitete USB-Stick in den USB-BIOS-Flashback-USB-Anschluss eingesteckt werden, der sich beim Maximus VII Hero rechts neben dem Button befindet. Von den beiden USB-3.0-Anschlüssen ist es der Untere. Bei allen anderen Mainboards muss vorher im beiliegenden Handbuch nachgesehen werden, welcher USB-Anschluss der Richtige ist. Im ausgeschalteten Zustand des PCs muss nun die USB-BIOS-Flashback-Taste für etwa drei Sekunden gedrückt werden.

ASUS
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Update über ASUS USB BIOS Flashback.

Darauf hin fängt der Button an zu blinken und das Mainboard startet den Update-Vorgang. Nachdem die Aktualisierung abgeschlossen wurde, erlischt die LED des Buttons. Anschließend kann das System gestartet werden und die neue BIOS-Version ist installiert. Bei den ROG-Mainboards wird gegebenenfalls noch der/die ROG-Chip(s) mit aktualisiert.

Der große Vorteil bei dem Feature ist, dass auf dem Mainboard kein Prozessor und auch kein Arbeitsspeicher installiert sein muss, damit das BIOS aktualisiert wird. Wer nun also ein frisches ASUS-Mainboard mit USB-BIOS-Flashback und dazu den Core i5-5675C oder den Core i7-5775C kauft, kann vor der CPU-Installation das BIOS auf den aktuellsten Stand bringen, damit das Mainboard den Dienst mit dem Broadwell-Prozessor nicht verweigert.

Im folgenden Video kann der Update-Vorgang nochmal von Kris Huang, Associate Manager bei ASUS, beobachtet werden.

BIOS-Update über das BIOS-Updater-Tool

Da jedoch nicht alle ASUS-Mainboards über das USB-BIOS-Flashback-Feature verfügen, hat ASUS zudem noch den BIOS-Updater für die fünfte Core-Generation ins Leben gerufen, mit dem alle Z97- und H97-Mainboards von ASUS für die beiden Broadwell-Prozessoren vorbereitet werden können. ASUS gibt den wichtigen Hinweis raus, dass das BIOS-Updater-Tool nur funktioniert, wenn noch ein Prozessor der vierten Generation verwendet wird. Bevor es also ans Umbauen geht, muss das BIOS vorher aktualisiert werden. Zu finden ist dieses Tool auf der ASUS-Webseite unter diesem Link: BIOS Updater for 5th Gen Intel Core Processors

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Update über das ASUS BIOS-Updater-Tool.

Um den Vorgang zu starten, muss die "Update.exe" gestartet werden.

ASUS
Update über das ASUS BIOS-Updater-Tool.

In diesem Fenster muss die zuvor heruntergeladene BIOS-CAP-Datei ausgewählt werden. Dazu klickt man auf "Durchsuchen".

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Update über das ASUS BIOS-Updater-Tool.

Nun navigiert man zu dem Ziel, wo die CAP-Datei abgelegt wurde und macht einen Doppelklick.

ASUS
Update über das ASUS BIOS-Updater-Tool.

Das BIOS-Updater-Tool hat nun die BIOS-CAP-Datei. Um den Aktualisierungsvorgang zu starten, genügt ein Linksklick auf "Ja".

ASUS
Update über das ASUS BIOS-Updater-Tool.

Nun muss noch ein wenig Geduld entgegengebracht werden, bis die Aktualisierung abgeschlossen ist. Es versteht sich von selbst, dass das System nun in Ruhe gelassen werden sollte und weder rebootet noch abgeschaltet werden sollte.

ASUS
Update über das ASUS BIOS-Updater-Tool.

Ist der Ladebalken nach einiger Zeit vollständig gefüllt worden, erscheint abschließend diese Meldung. Nach einem Linksklick auf "Ja" wird das System neugestartet, womit das BIOS-Update nun abgeschlossen ist. Auch hier gilt: Bei den ROG-Mainboards wird gegebenenfalls noch der/die ROG-Chip(s) mit aktualisiert.

Abschließend

Ist das BIOS aktuell und das Mainboard für die Broadwell-CPUs vorbereitet, kann nun der Umbau erfolgen und das System mit dem Core i5-5675C oder dem Core i7-5775C in Betrieb genommen werden. Bei den anderen Mainboard-Herstellern ist der Vorgang ähnlich gestrickt, sprich vor dem Umbau sollte das Z97- oder H97-Mainboard das passende und/oder aktuelle BIOS besitzen. In einer gesonderten News werden wir weitere Mainboards erwähnen, die mit den beiden Broadwell-Prozessoren kompatibel sind, auch wenn von vornherein klar ist, dass im Grunde alle Platinen geeignet sein sollten, die den Z97- oder H97-Chipsatz besitzen. Voraussetzung ist eben, dass die Mainboard-Hersteller ein BIOS-Update bereithalten, das den CPU-Code für die fünfte Core-Generation beinhaltet.

 

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Kommentare (19)

#10
Registriert seit: 16.08.2005

Korvettenkapitän
Beiträge: 2507
Zitat Child;23601292
Ist das jetzt Werbung?
Ja. Genau so umgeht man die redaktionell eigentlich vorgesehene Grenze zwischen Werbung und Inhalt. Auch wenn ich persönlich das als unschön empfinde ist das eine Facette des adsVSblocker-Krieges die erträglich ist. Und die Werber zahlen gut dafür, in dem Fall also gut fürs Luxx. Und im Gegensatz zu potentiell verseuchter Flashwerbung von irgendwelchen Adservern, nervender Soundwerbung, Pop-unders oder ähnlichem Rotz tut das niemandem weh.
#11
Registriert seit: 27.09.2010
Magdeburg
Oberbootsmann
Beiträge: 891
Sehe ich genauso.
Mittlerweile kann man ohne adblocker auf vielen seiten nichts mehr klicken ohne das ein Fenster aufpoppt.
#12
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Registriert seit: 30.04.2007

Fregattenkapitän
Beiträge: 2673
Zitat Holt;23601754
Für viele Boards gibt es BIOS Updates für Broadwell, aber wieso sollte jemand von Haswell auf Broadwell updaten? Die CPU ist bei fast allen Anwendungen langsamer als eine günstigere Haswell(-Refresh) CPU. Die iGPU ist zwar stark, die stärkste die Intel bisher gebracht hat, aber i.d.R. brauchen nur Gamer eine starke GPU und die werden sich weiterhin zu einer Graka greifen weil die iGPUs da noch lange nicht rankommen (von ggf. vorhandenen Treiberprobemen mal abgesehen) und wer wirklich eine starke iGPU will, der wird wohl schon in 6 Wochen mit Skylake iGPUs mit bis zu 50% mehr EUs bekommen.

Broadwell für den S. 1150 sitzt zwischen den Stühlen und ist obendrein teuer.


Naja, Zeiten ändern sich. Mein Ipad air 2 hat schon so eine gute Grafik bei diversen Titeln das ich mich weiterhin frage warum überhaubt aufrüsten... Mega Big Towers sind eh Out. MiniITX ist In. Kann es kaum erwarten bis die ersten Steammachines erscheinen sodas mein alter BigTower in Rente geschickt wird. :cool:
#13
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Registriert seit: 01.01.2015
Europäische Union - Bairischer Sprachraum
Kapitänleutnant
Beiträge: 1556
Zitat Koopa;23599589
3.7Ghz statt 4.4Ghz, 6MB cache statt 8MB, da lohnt sich das Abrüsten eh Aufrüsten ja richtig.


Das ist ein zu kurzsichtiges denken, es gibt nicht nur Aufrüster sondern auch Neukäufer.
Außerdem sagt der Takt wenig über die Leistungsfähigkeit, wenn man verschiedene Generationen miteinander vergleicht, siehe zb diesen Link : Intel stellt Broadwell-H vor - Vorab-Test des Core i7-5775C mit Iris Pro Graphics 6200 [Special der Woche]
Broadwell schlägt sich großartig, besonders bemerkenswert da der Takt teils deutlich niedriger ist.
#14
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12097
Auch einen i7-4790k kann man ab 333€ noch neu kaufen und der i7-5775C kostet ab 381€, also fast 50€ mehr. Für den Neukauf steht man also genauso vor der Wahl zwischen den beiden und da ist der 4790k interessanter, solange man nicht vorhat nur die iGPU zu nutzen.
#15
Zitat Koopa;23599589
3.7Ghz statt 4.4Ghz, 6MB cache statt 8MB, da lohnt sich das Abrüsten eh Aufrüsten ja richtig.


für Intel sicher ;)
#16
Registriert seit: 06.02.2009
127.0.0.1
Bootsmann
Beiträge: 556
Es ist schon wieder sehr enttäuschend, dass nur die Chipsätze der 9er Serie zugelassen sind!
#17
customavatars/avatar215183_1.gif
Registriert seit: 01.01.2015
Europäische Union - Bairischer Sprachraum
Kapitänleutnant
Beiträge: 1556
Neue Features, neuer Chipsatz, nicht ungewöhnlich sondern erforderlich.
#18
customavatars/avatar67687_1.gif
Registriert seit: 07.07.2007

Obergefreiter
Beiträge: 91
Zitat Mezzo;23601640
Was mich dabei beschäftige. Kann ich dann Weiter meine 1600 DDR3 RAM Nutzen oder muss ich mir Extra DDR3L RAM kaufen.


würde mich auch interessieren.
#19
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12097
Ob es praktisch funktionieren wird, muss sich erst noch zeigen. Offiziell wird wird wohl neben DDR4 nur DDR3L (also 1,35V) unterstützt, aber offiziell geht DDR3 nur bis 1,5V und trotzdem laufen auch Rechner mit 1,65V DDR3 RAM lange problemlos (wer weiß schon ob sie weniger lange durchalten als wenn es nur 1.5V RAM wäre?), also mit 0,15V mehr. Von daher dürfte DDR3 mit 1,5V statt DDR3L mit 1,35V zumindest für weniger riskant halten, aber 1,65V würde ich dann doch auf jedem Fall meiden.
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