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Test: MSI GeForce GTX 460 Hawk

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Seite 1: Test: MSI GeForce GTX 460 Hawk

Ende August waren wir zusammen mit einigen Community-Mitgliedern und Moderatoren des Hardwareluxx- und MSI-Forums zu Besuch bei MSI in Frankfurt. Dort zeigte man nicht nur sein aktuelles Mainboard-Lineup, zahlreiche High-End-Notebooks und All-In-One-PCs, sondern auch einige Grafikkarten. Darunter war auch die MSI GeForce GTX 460 Hawk, welche man heute offiziell vorstellte. Zusammen mit einem aufgemöbelten PCB, das neben dem altbekannten TwinFrozr-II-Kühler auch eine 7+1-Phasen Stromversorgung bereit hält, und dem neuen "Triple Over Voltage"-Feature soll der schnellen Mittelklasse-Karte von NVIDIA zu neuen Overclocking-Rekorden verholfen werden. Als eine der ersten Redaktionen durften wir der MSI GeForce GTX 460 näher auf die Finger schauen.

In der letzten August-Woche lud MSI insgesamt zwölf Community-Mitglieder und Mitarbeiter des Hardwareluxx- und MSI-Forums zu sich ins deutsche Hauptquartier in Frankfurt. Während einer Produktpräsentation konnten die Teilnehmer den gesamten Nachmittag über nutzen, mehr über das Unternehmen und seine Produkte zu erfahren. Im Bereich der Mainboards gab es hauptsächlich die aktuellen Fuzion-Boards zu sehen, aber auch an zahlreichen High-End-Laptops und handlichen Netbooks konnte herumgespielt werden. Sogar ein All-In-One-Touchscreen-PC mit 120-Hz-Technologie konnte näher unter die Lupe genommen werden. Ebenfalls großes Interesse erweckte die MSI GeForce GTX 460 Hawk, welche man heute nun offiziell in den Dienst stellte und uns gleich mit einem ersten Testsample versorgte. Als eine der ersten Modelle überhaupt unterstützt der zweite Hawk-Ableger "Tiple Over Voltage". Damit lassen sich in Verbindung mit dem hauseigenen Overclocking-Tool Afterburner nicht nur die Spannungen für Chip und Speicher erhöhen. Auch Einfluss auf die PLL kann genommen werden, womit noch höhere Taktraten erzielt werden sollen. Auch eine 7+1-Phasen-Stromversorgung und leicht zu erreichende Messpunkte für die anliegende Spannung sollen ebenfalls die Herzen prädestinierter Overclocker höher schlagen lassen. Damit die MSI GeForce GTX 460 Hawk auch bei gesteigerten Taktfrequenzen, höheren Spannungen und starker 3D-Last einen kühlen Kopf bewahrt, spendierte der taiwanesische Hersteller seinem neusten Modell den altbekannten TwinFrozr-II-Kühler, welcher schon in leicht abgewandter Form auf der MSI GeForce GTX 465 TwinFrozr II zum Einsatz kam. Damit verspricht man bis zu 18 °C niedrigere Temperaturen und ein bis zu 18,1 dB(A) leiseres Betriebsgeräusch. Hinzu kommen hochwertige MilitaryClass-Komponenten, die die Lebensdauer und Stabilität der Grafikkarte weiter erhöhen. Dazu zählen Hi-C CAPs, Super Ferrite Chokes und Solid-State-Kondensatoren. Standardmäßig rechnet die MSI GeForce GTX 460 Hawk mit 780/1560/1800 MHz. In einem ersten Test konnte die schnelle DirectX-11-Grafikkarte aber auch die 1,0-GHz-Schallmauer durchbrechen. Ob sie dies auch in unserem Testlabor schafft?

Die MSI GeForce GTX 460 Hawk vertraut dabei auf NVIDIAs jüngsten Spross, dem GF104. Im Gegensatz zum größeren Bruder zeigt sich dieser Fermi-Ableger deutlich genügsamer ohne dabei großartig Performance zu verlieren. Kamen beim GF100 noch 32 skalare Einheiten je SM zum Einsatz, sind es jetzt 48 ALUs je Streaming-Multiprozessor. Bei insgesamt 336 CUDA-Cores stehen somit insgesamt sieben solcher Shadercluster bereit, was auch die Anzahl der Textureinheiten auf 56 TMUs anschnellen lässt. Bei der 1024-MB-Variante, wie es bei der MSI GeForce GTX 460 Hawk der Fall ist, kommuniziert der 1800 MHz schnelle GDDR5-Videospeicher über ein 256 Bit breites Interface, das sich aus vier 64-Bit-Controllern zusammensetzt. An jeden Speichercontroller sind üblicherweise acht Rasterendstufen gekoppelt, woraus sich 32 ROPs ergeben. Während NVIDIA mindestens 675/1350/1800 MHz für seine GeForce GTX 460 vorsieht, drehte MSI ordentlich an der Taktschraube und befeuert seinen Serienjüngling mit 780/1560/1800 MHz. Die maximale Leistungsaufnahme liegt somit etwas über den von NVIDIA spezifizierten 160 Watt TDP. Wie sich die MSI GeForce GTX 460 Hawk in der Praxis schlägt, erfahren Sie auf den nachfolgenden Seiten.

Zunächst aber kommen wir zu den Eckdaten:

Grafikkarte: MSI GeForce GTX 460 Hawk
GPU GF104
Fertigung 40 nm
Anzahl Transistoren 1,95 Milliarden
GPU Takt 780 MHz
Speichertakt 1800 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 256 Bit
Speicherbandbreite 115,2 GB/Sekunde
Shadermodell 5.0
Shadereinheiten 336 (1D)
Shadertakt 1560 MHz
Texture Units 56
ROPs 32
Pixelfüllrate 24,96 Gigapixel
SLI/Crossfire SLI

Die Highlights der MSI GeForce GTX 460 Hawk sind schnell aufgezählt: Insgesamt 336 CUDA-Cores, 56 TMUs, 32 ROPs und stark erhöhte Taktraten von 780/1560/1800 MHz. Dazu gibt es einen 1024 MB großen GDDR5-Videospeicher, der über einen 256 Bit breiten Bus angebunden ist und den altbekannten TwinFrozr-II-Kühler sowie "Triple Over Voltage" und ein aufgemöbeltes PCB. Ob es die neuste MSI-Grafikkarte tatsächlich schafft, unseren hohen Erwartungen zu genügen, erfahren Sie auf den nachfolgenden Seiten.