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Test: Der große Mini-ITX-Gehäusevergleich 2012

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Seite 1: Test: Der große Mini-ITX-Gehäusevergleich 2012

Scythe_Gekko_logoPlatzsparende PCs sind angesagt - zumal es mittlerweile auch leistungsstarke Hardware im Kompaktformat gibt. Dementsprechend boomt das Mini-ITX-Segment im Gehäusemarkt. Wir haben uns mit BitFenix Prodigy, Cooler Master Elite 120 Advanced, Lian Li PC-Q18 und SilverStone FT03-MINI gleich vier aktuelle Mini-ITX-Gehäuse kommen lassen, die dank ihrer sehr unterschiedlichen Ausrichtung für die verschiedensten Einsatzzwecke und Geldbeutel geeignet sind. Wie werden sich die Kombattanten in unserem großen Vergleichstest schlagen?

Mit der zunehmenden Verbreitung von Mini-ITX-Hardware wird das Mini-ITX-Segment auch für Gehäusehersteller immer interessanter. In den letzten Monaten wurde gleich eine ganze Reihe von neuen Modellen vorgestellt, von denen wir eine Auswahl von vier verschiedenen Herstellern für unser Testlabor angefordert haben.

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Von oben links im Uhrzeigersinn zu sehen sind das Lian Li PC-Q18, das SilverStone FT03-MINI, das Cooler Master Elite 120 Advanced und das weiße BitFenix Prodigy. Schon der direkte Bildvergleich lässt erahnen, wie unterschiedlich die einzelnen Modelle ausgelegt sind. Sowohl vom Format als auch vom Material her könnten sie unterschiedlicher kaum sein. BitFenix und Cooler Master setzen auf Stahl und Kunststoff, SilverStone auf ein Stahlgerüst mit Aluminiumseiten und Lian Li wie immer auf Aluminium.

Große Unterschiede zeigen sich auch beim Blick auf die Preise. Das Cooler Master Elite 120 Advanced ist bereits für 45 Euro erhältlich, das Lian Li PC-Q18 kostet hingegen stattliche 140 Euro. BitFenix und SilverStone reihen sich dazwischen ein. Das Prodigy schlägt mit 70 Euro, das FT03-MINI mit 120 Euro zu Buche.

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Für unseren Vergleichstest greifen wir nicht auf das bisher eingesetzte Mini-ITX-Testsystem zurück, sondern können aktuellere Hardware einsetzen. Diese wollen wir vor Beginn des eigentlichen Tests kurz vorstellen. Das Zotac Z77-ITX WiFi ist eine ideale Basis für einen leistungsstarken Kompakt-Rechner. Das LGA 1155-Mainboard nimmt sowohl Intels Sandy Bridge- als auch die neueren Ivy Bridge-Prozessoren auf und bietet trotz des kleinen PCBs eine beachtliche Ausstattung. Ob mSATA-Slot, USB 3.0, SATA 6.0 Gb/s, integriertes Dual Gigabit LAN, 802.11n WiFi oder Bluetooth 3.0 - Zotacs Platine lässt kaum Wünsche offen. Die 8-Phasen-Spannungswandler bieten zudem ausreichend Reserven für leistungsstarke Intel-CPUs bzw. auch fürs Übertakten.

Der von uns genutzte Intel Core i5-2400S orientiert sich allerdings mit seiner auf 65 Watt reduzierten TPD eher auf geringen Verbrauch und überschaubare Abwärme hin - beides Tugenden, die im Mini-ITX-Segment mit begrenzten Kühlmöglichkeiten wichtig sind. Als CPU-Kühler kommt ein Boxed-Kühler von Intel zum Einsatz. Höhere Tower-Kühler lassen sich nämlich nur in wenigen Mini-ITX-Gehäusen verbauen.

Die Kombination aus einem gut ausgestatteten Z77-Mainboard und einem Intel Quad-Core-Prozessor macht deutlich, dass bei einem Mini-ITX-System mittlerweile nur noch wenige Abstriche gegenüber einem ausgewachsenen ATX-System gemacht werden müssen. Durch den Formfaktor bedingt muss man sich allerdings mit nur einem Erweiterungskartenslot und zwei RAM-Slots zufriedengeben.

Ergänzt wird das Testsystem durch 8 GB Corsair Vengeance LP DDR3-1600 und eine WD Raptor. Drei der vier Testkandidaten bieten erstaunlich viel Platz für Grafikkarten. In diesen Gehäusen verbauen wir deshalb zusätzlich noch eine relativ lange Radeon HD 5830. Nur das SilverStone FT03-MINI kann diese Grafikkarte nicht aufnehmen, hier begnügen wir uns mit der integrierten Grafik des Intel-Prozessors.

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Wegen SilverStone müssen wir auch bei den Netzteilen zweigleisig fahren. Alle anderen Modelle bieten Platz für ein reguläres ATX-Modell, das FT03-MINI erfordert allerdings ein kleineres SFX-Netzteil. Damit lassen sich vorhandene ATX-Netzteile zwar nicht in diesem Gehäuse nutzen, auf der anderen Seite spart SilverStone so aber auch einigen Platz ein. Wieviel, veranschaulicht der Foto-Vergleich.

Im Folgenden betrachten wir die Gehäuse der besseren Übersicht halber einzeln. Bei den Messungen und in den Schlussbetrachtungen können wir dann ausführliche Vergleiche zwischen den verschiedenen Modellen anstellen.

 

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Kommentare (11)

#2
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Registriert seit: 03.04.2010

Oberbootsmann
Beiträge: 838
Also beim FT-03 hätte ich noch als Nachteil erwähnt, dass man damit rechnen muss, dass evtl. Kippen und anderer Müll drin laden, weil es jeder für einen Aschenbecher oder eine Mülltonne hält. :D

Spaß beiseite, die Wertung der HDD Temperaturen sehe ich anders. Diese ist ja eigentlich optimal um die 40°C +/-. Alles darüber und darunter hat mehr Ausfälle zufolge. Somit wären das BitFenix und das Cooler Master eigentlich perfekt. Ich weiß aber natürlich nicht wie diese Temperatur nach 2 Stunden normalen Betrieb aussieht, und Prime ist auch nicht wirklich gut um Festplatten auf Temperatur zu bringen.
#3
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3073
@Cool Hand: Man muss ja auch berücksichtigen, dass wir nur eine HDD verbaut haben. Für eine Vollbestückung des HDD-Käfigs wären ja schon noch Reserven wünschenswert.
#4
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Registriert seit: 14.05.2006
Südlich des Weisswurschtäquators
Leutnant zur See
Beiträge: 1163
Hoffentlich bringt irgendeiner sowas wie das Prodigy ohne diese Tragegriffe raus. Dieser Look hat mir bei den alten Apple Gehäusen schon nicht gefallen. Sie kosten Platz und sind in meinen Augen sinnfrei. Sowas kompaktes, braucht keine Griffe :)
Der logische Aufbau ist dafür genial. Ich verstehe bis heute nicht warum alle auf dieses komische SFX/ATX Netzteil über den Board bauen. NT und drüber gerade das Mobo, so solls sein und Kabelmanagement ist auch wieder möglich.
#5
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Registriert seit: 08.04.2011
Ruhrgebiet
Bootsmann
Beiträge: 527
Also FT03-Mini hätte ich mir fast gekauft, aber im Vergleich zu einem LianLi PC-Q11 sind die kosten doch schon enorm. Ich glaube da muss man echt aufpassen, was für Hardware man da einbaut.
Auch empfiehlt Silverstone den Einbau ein Kompakt-WaKü, was man vielleicht noch hätte erwähnen können.
#6
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Registriert seit: 22.07.2012

Gefreiter
Beiträge: 58
Mein erster richtiger Rechner war ein PowerMac G3.
Ich fand das Design damals schon Klasse und hatte
auch Zeitweise X86 Hardware im Gehäuse verbaut.

Ich könnte schwach werden beim Bitfenix.
Noch dazu in schönem Weiß.

Ein wirklich rund um schönes Gehäuse.
Hätte es nur gerne mit einem mAtx Board. :).
#7
Registriert seit: 16.10.2005

Kapitän zur See
Beiträge: 3876
Die genannten Probleme hat man bei einem richtigen
FT-03 nicht(für Micro ATX), auch wenn es teuer ist, das Gehäuse war es mir wert, selbst eine GTX 570 Phantom sowie ein Dark Rock Pro Cpu Kühler passen ohne Probleme.
#8
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Registriert seit: 07.01.2007
D:\NRW\Cologne
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1380
Ein feiner Test, besonders beim Prodigy juckt es einem in den Fingern, selber mal so ein System zu bauen :drool:
Zum Glück passt meine Soundkarte da nicht mehr rein, daher habe ich einen Grund bei ATX oder zumindest µATX zu bleiben (mit Onboard gebe ich mich nicht zufrieden).
Aber schon klasse was bei der Größe geht, Bock darauf hätte ich schon, nur würde es gar keinen Sinn machen:

-ITX Boards/Gehäuse bieten weniger Optionen und sind trotzdem sehr teuer
-Prodigy kostet so viel wie ein ordentliches ATX Case
-Fahre leider nicht oft genug auf Lans :fresse:
-Zuhause ist es relativ egal, wie groß der Rechner ist

Das Prodigy scheint für ein kompaktes Gamingsystem prädestiniert zu sein, aber letztendlich macht µATX dafür mehr Sinn, es ist billiger, es gibt mehr Auswahl, zudem ist das Prodigy auch nicht viel kleiner als viele µATX Gehäuse...
#9
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Kapitän zur See
Beiträge: 3179
Schade, dass das Fractal Node 304 nicht mit dabei ist :(
Bezüglich Soundkarte... man kann auch eine externe Soka nehmen oder einen Fiio E10, somit müsste man auf nichts verzichten.
Wenn man beim Prodigy die Bügel abmacht, dann ist es gar nicht mehr so groß :p
#10
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Registriert seit: 07.01.2007
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Oberleutnant zur See
Beiträge: 1380
Zitat guenni1989;19317549
Schade, dass das Fractal Node 304 nicht mit dabei ist :(
Bezüglich Soundkarte... man kann auch eine externe Soka nehmen oder einen Fiio E10, somit müsste man auf nichts verzichten.
Wenn man beim Prodigy die Bügel abmacht, dann ist es gar nicht mehr so groß :p


EDIT: Hier stand Mist. Hatte nicht gesehen dass der E10 ein DAC ist (ich hatte da noch die E1, E3 E6 etc. im Kopf die nur das Ausgangssignal verstärken)
Ersetzt der E10 somit eine Soundkarte (mit Software)? Oder ist man immernoch an die Audiosoftware vom Mainboard gebunden?

PS: Wenn man beim Prodigy die Bügel abmacht steht es unentkoppelt auf dem Boden und ist auch nicht mehr so gut zu tragen. Ich meine schon die Größe des Gehäuses an sich, unabhängig von den Bügeln. Wenn der Unterschied zu µATX so gering ist, wie soll man dann den Aufpreis und die Abstriche von mITX rechtfertigen?
#11
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Leipzig
[online]-Redakteur
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@guenni1989: Das Node war eingeplant, das Sample hat uns aber leider nicht rechtzeitig erreicht. Falls es doch noch ankommt, wird der Test natürlich nachgereicht.
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