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Der Konflikt zwischen der GEMA und YouTube: Hintergründe und Analysen

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Seite 1: Der Konflikt zwischen der GEMA und YouTube: Hintergründe und Analysen

youtubeWie bestimmend das Internet im Alltag ist, wird schnell deutlich, wenn man sich die Schlagzeilen der großen Zeitungen und Nachrichtenportale anguckt. Egal, ob die Piratenpartei im Umfragehoch steckt oder das Urheberrecht debattiert wird. Auch hier im Forum werden die Themen kontrovers und leidenschaftlich diskutiert. Um den verworrenen Konflikt zwischen der GEMA und YouTube zu verstehen, ist es unerlässlich, sich genauer mit den Hintergründen, den Argumenten beider Parteien und dem Hamburger Urteil vom 20. April 2012 zu beschäftigen. Zusätzlich mag die Erläuterung einiger Begriffe wie Content-ID, Mindestvergütung, Regelvergütung und Wortfilter dazu beitragen, der leidenschaftlich geführten Debatte besser folgen zu können.

Auslauf des Lizenzabkommens und Scheitern der Verhandlungen

Die Anfänge des gegenwärtigen Konflikts liegen viereinhalb Jahre zurück. Im November 2007 hatten sich YouTube und die GEMA darauf geeinigt, dass die Google-Tochter Werke von durch die GEMA vertretenen Künstlern zeigen darf; die Einigung umfasste ebenfalls von Benutzern generierte Inhalte. Wie genau die Einigung aussah, ist nicht bekannt, da beide Parteien darüber Stillschweigen vereinbart hatten. Aus den Verhandlungen zum Jahresbeginn 2009 lässt sich aber vermuten, dass man sich auf einen Pauschalbetrag einigte.

Der anfängliche Vertrag zwischen der Verwertungsgesellschaft und der Videoplattform endete am 31. März 2009. Die Verhandlung über eine Weiterführung scheiterten erstmal am selben Tag. Gründe dafür gab es viele und es kursierten verschiedene Beträge, die für das Abspielen eines urheberrechtlich geschützten Werkes gezahlt werden sollten. YouTube zog mit einem Betrag von zwölf Cent pro Stream in den Kampf und warf der GEMA beispiellose Unnachgiebigkeit vor. Als Vergleich nannte YouTube-Manager Patrick Walker damals die englische PRS, deren Betrag 50 mal kleiner gewesen wäre als der GEMA-Betrag. Die Künstler-Gesellschaft hielt dagegen und widersprach der Darstellung Googles. Vielmehr habe man einen Betrag von einem Cent gefordert. Die Verwertungsgesellschaft schob den schwarzen Peter der Google-Tochter zu, die der Forderung nach detaillierteren Informationen und der Anzahl der Streams pro Werk nicht hätten nachkommen wollen. Die Berliner Gesellschaft argumentierte, dass man erst mit diesen Informationen ermessen könne, ob die vorherige Vergütung gerecht sei. Zudem könne man mit diesen Informationen die Vergütungssumme gerechter auf die Rechteinhaber verteilen. Woher kamen jedoch die unterschiedlichen Beträge? Anscheinend hatte YouTube die 0,1278 Euro als Grundlage für ihre Medienarbeit genommen, die in den Lizenzierungsgrundlagen der GEMA für Anbieter von Musikvideo-on-demand-Portalen genannt werden.

Beide Seiten versicherten damals, dass man weiterhin nach einer Lösung suche. In der Zwischenzeit stoppte das Google-Unternehmen das Streamen von Videos, deren Rechteinhaber von der GEMA vertreten wurden. Übrigens veröffentlichte die GEMA zwei Wochen später die Einnahmen für 2009. Demnach lagen die Einnahmen im Online-Bereich bei gerade einmal 10,6 Millionen Euro – wie viel davon auf das Konto von YouTube gingen, ist nicht bekannt.

 

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Kommentare (18)

#9
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Registriert seit: 02.07.2003
Benztown
IT-Kernel
Beiträge: 1215
Hä, ich versteh das nicht:

Wenn 6.560 Euro bei dem genannten Beispielsong 10,25 Prozent der Werbeeinnahmen sind.
Dann wären die Gesamteinnahmen zu diesem Beispielsong ca. 65.600 Euro.

Wie soll dann ernsthaft darüber diskutiert werden können, 76.800 Euro basierend auf dieser Mindestkalkulation an Rechtevergütung zu verlangen??
#10
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Registriert seit: 23.03.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2111
Zitat 7even;18789277
Wie soll dann ernsthaft darüber diskutiert werden können, 76.800 Euro basierend auf dieser Mindestkalkulation an Rechtevergütung zu verlangen??


Ist der GEMA doch egal woher sie ihr Geld bekommen, die würden auch alle YT-Mitarbeiter anschaffen schicken, hauptsache sie kriegen was sie wollen. Ganz fiese Mafia diese GEMA!
#11
Registriert seit: 30.12.2010

Banned
Beiträge: 695
GEMA größter scheiß ,man kann manche Sachen die von Deutschen sind nicht angucken und am ende sind sie auch nicht wiederum so toll ,GEMA ist Scheiße ! ,Bald kommt eine GEMA für Hwluxx !!!
#12
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Registriert seit: 10.05.2007


Beiträge: 12891
Gema muss weg und alle anderen Verwerter mit ihr wie VG Wort etc.
#13
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Registriert seit: 19.08.2010

Bootsmann
Beiträge: 736
Zitat Bob.Dig;18791962
Gema muss weg und alle anderen Verwerter mit ihr wie VG Wort etc.
Das halte ich für unrealistisch und auch für höchst unsinnig. Man kann sich natürlich trefflich über die Gebührenstruktur der GEMA streiten und kann sicherlich auch diverse Fristen etc. verändern, IMHO ist ein gewisses Maß an Content Industrie aber einfach nötig.
Einerseits hat eine kleine Band ohne ein Label oder die GEMA im Rücken finanziell kaum die Möglichkeit ihre Rechte im Zweifelsfall einzuklagen und zweitens ist die Musikproduktion teuer, weshalb Studios das vorfinanzieren, im Tausch gegen bestimmte Verwertungsrechte.
Zudem müsste sich plötzlich jeder Künstler einzeln mit Radio-/TV-Serndern, Youtube etc. auseinandersetzen und über eine Vergütung verhandeln.

Es hat doch heute bereits jeder Künstler die Möglichkeit seine Musik unabhängig von irgendwelcher Content-Industrie zu produzieren und zu vertreiben. Das passiert aber nur äußerst selten. Überwiegen da also vielleicht eifnach die Vorteile?
#14
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Registriert seit: 15.09.2011
Europe
Hauptgefreiter
Beiträge: 221
Nope. Neue Zeiten neue Methoden. Die GEMA versucht mit alten Methoden neue Zeiten zu beherrschen und löst damit nur Probleme aus. Auch die Künstler müssen sich umstellen, ebenso Verlage, TV und Filmproduktionen. Noch schaffen sie es mit Hilfe von Geld, Einfluss und Politik ihre Interessen durchzusetzen doch ganz koscher ist das nicht. Unter normalen Marktbedingungen hätte schon längst eine Marktbereinigung stattgefunden und neue Mechanismen hätten sich herausgebildet. Und man kann nur hoffen, dass hier, sobald gewisse Altherren und Altfrauen nicht mehr das Sagen haben, ein Umdenken erfolgen wird.
#15
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Registriert seit: 03.04.2012
Winsen (Luhe) - Niedersachsen
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 501
Zitat Deepbreath;19136515

...
Und man kann nur hoffen, dass hier, sobald gewisse Altherren und Altfrauen nicht mehr das Sagen haben, ein Umdenken erfolgen wird.


Das wünsche ich mir ja auch. Aber solange 70% der Deutschen Michels weiterhin die Europäische Zentralistische Einheitspartei (CDU/SPD/GRÜNE/FDP) mit nichtigen Wahlgesetz wählen, sehe ich schwarz.


MfG

Peter
#16
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Registriert seit: 26.05.2008
Mannheim
Moderator
Beiträge: 2815
Ein kleines Wortspiel? :P
Ich bin echt mal gespannt wie sich diese Gebühren, die CLubs (und Bars?) bald abdrücken sollen, so will es ja die GEMA, wirklich auswirkt.
Wird ja immer stark hochgerechnet, was das alles kosten kann.
Ich finde das einfach nurnoch lachhaft und bin überhaupt nicht dabei wenn es darum geht dieses intransparente Vorgehen zu unterstützen.
#17
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Registriert seit: 15.09.2011
Europe
Hauptgefreiter
Beiträge: 221
Zitat BdMdesigN;19136574
Das wünsche ich mir ja auch. Aber solange 70% der Deutschen Michels weiterhin die Europäische Zentralistische Einheitspartei (CDU/SPD/GRÜNE/FDP) mit nichtigen Wahlgesetz wählen, sehe ich schwarz.


jup leider, ein guter Anfang wäre schon mal, wenn Wahlbetrug verboten wäre

Zitat SljnX;19137523
Ich finde das einfach nurnoch lachhaft und bin überhaupt nicht dabei wenn es darum geht dieses intransparente Vorgehen zu unterstützen.


dito
#18
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unterwegs
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Märchenonkel
Jar Jar Bings
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Zu dem Thema empfehle ich die aktuelle Ausgabe der Brand eins: brand eins Online: Aktuelle Ausgabe
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