> > > > Test: Intel SSD 320 - Postville Refresh mit 25 nm-Flash

Test: Intel SSD 320 - Postville Refresh mit 25 nm-Flash

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 10: Fazit

intel_320_series_4
Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Ein Fazit über die Intel SSD 320 Series zu schreiben ist nicht ganz einfach. Der von Intel selbst entwickelte Controller kommt in die Jahre, das merkt man vor allem an der fehlenden Unterstützung für SATA 6 Gb/s. Zum alten Eisen gehört er deswegen allerdings noch lange nicht, besonders, da Intel die 100 MB/s-Beschränkung beim sequenziellen Schreiben nun aufheben konnte. Was vielen Leuten bei der X25-M G2 ein Dorn im Auge war, ist nun endlich kein Thema mehr. (Natürlich hängt die sequenzielle Schreibrate stark von der Größe des Laufwerks ab, trotzdem schreibt die 320 Series auch beim Vergleich gleicher Kapazitäten durchgehend schneller als ihr Vorgänger.) So geht auch die sonstige Performance der 320 Series in Ordnung und sollte für jedes Desktop-System mehr als ausreichend sein.
Doch das ist zum Glück nicht alles, denn richtig interessant wird die 320 Series durch ihre (neuen) Features. Das ist zum einen die transparente AES-Verschlüsselung, die zumindest für viele Privatanwender in Kombination mit einem ATA-Passwort ein hinreichendes Maß an Sicherheit gewährleisten kann.
Außerdem ist es sehr begrüßenswert, dass man sich bei Intel Gedanken darüber gemacht hat, wie man die Zuverlässigkeit des Laufwerks weiter erhöhen kann. Das auffälligste Merkmal ist dabei natürlich die Bank an Stützkondensatoren, die dafür sorgt, dass der Inhalt des flüchtigen Caches bei Stromausfall sicher in den Flash-Speicher geschrieben werden kann. Dieses Feature findet man normalerweise nur auf Enterprise-Laufwerken, die, selbst mit MLC-Flash, häufig das Doppelte bis Dreifache eines Consumer-Laufwerks kosten. Dieses Merkmal könnte die 320 Series sogar für Server-Anwendungen interessant machen, dort ist ein Stützkondensator fast immer Pflicht, denn Datenintegrität hat bei Server eine hohe Priorität.
Dass der verwendete Controller zuverlässig ist, hat schon die X25-M G2 gezeigt, auf der der gleiche Controller zum Einsatz kommt. Solange keine gravierenden Firmware-Fehler existieren, hat die 320 Series sehr großes Potenzial, das zuverlässigste Consumer-Laufwerk zu werden. Die Performance-Krone konnte die 320 Series heute nicht holen, was aber, je nach persönlicher Priorität, auch gar nicht unbedingt nötig ist.
Der Preis, mit dem die 320 Series zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels gelistet ist, kann zwar nicht mit den Kampfpreisen der SSDs mit SF-1200-Controller konkurrieren, ist aber, in Anbetracht der relativ guten Leistung und einmaligen Features, sicherlich nicht zu hoch angesetzt. Im Gegenteil, denn Intel macht bei der 320 Series ein Enterprise-Feature dem Consumer-Markt zugänglich, deswegen scheint an dieser Stelle mindestens ein Preis/Leistungs-Award angebracht zu sein.
Für ein System, in dem nur SATA-3 Gb/s-Ports zur Verfügung stehen, könnte die 320 Series übrigens sogar eine bessere Wahl als die 510 Series sein. Letztere kann ihre enorme Leistung bei sequenziellen Operationen technikbedingt nur an einem SATA-6 Gb/s-Port ausspielen. Limitiert durch ein SATA-3 Gb/s-Interface sind die 320 Series und 510 Series ungefähr gleich schnell, wobei die 320 Series einen spürbar niedrigeren Preis pro Gigabyte aufweist.

Ein Fazit über die Intel SSD 320 Series zu schreiben ist nicht ganz einfach. Der von Intel selbst entwickelte Controller kommt in die Jahre, das merkt man vor allem an der fehlenden Unterstützung für SATA 6 Gb/s. Zum alten Eisen gehört er deswegen allerdings noch lange nicht, besonders, da Intel die 100 MB/s-Beschränkung beim sequenziellen Schreiben nun aufheben konnte. Was vielen Leuten bei der X25-M G2 ein Dorn im Auge war, ist nun endlich kein Thema mehr (natürlich hängt die sequenzielle Schreibrate stark von der Größe des Laufwerks ab, trotzdem schreibt die 320 Series auch beim Vergleich gleicher Kapazitäten durchgehend schneller als ihr Vorgänger). So geht auch die sonstige Performance der 320 Series in Ordnung und sollte für jedes Desktop-System mehr als ausreichend sein.

Doch das ist zum Glück nicht alles, denn richtig interessant wird die 320 Series durch ihre (neuen) Features. Das ist zum einen die transparente AES-Verschlüsselung, die zumindest für viele Privatanwender in Kombination mit einem ATA-Passwort ein hinreichendes Maß an Sicherheit gewährleisten kann.

Außerdem ist es sehr begrüßenswert, dass man sich bei Intel Gedanken darüber gemacht hat, wie man die Zuverlässigkeit des Laufwerks weiter erhöhen kann. Das auffälligste Merkmal ist dabei natürlich die Bank an Stützkondensatoren, die dafür sorgt, dass der Inhalt des flüchtigen Caches bei Stromausfall sicher in den Flash-Speicher geschrieben werden kann. Dieses Feature findet man normalerweise nur auf Enterprise-Laufwerken, die, selbst mit MLC-Flash, häufig das Doppelte bis Dreifache eines Consumer-Laufwerks kosten. Dieses Merkmal könnte die 320 Series sogar für Server-Anwendungen interessant machen, dort ist ein Stützkondensator fast immer Pflicht, denn Datenintegrität hat bei Servern gewöhnlich eine hohe Priorität.

Dass der verwendete Controller zuverlässig ist, hat schon die X25-M G2 gezeigt, auf der der gleiche Controller zum Einsatz kommt. Solange keine gravierenden Firmware-Fehler existieren, hat die 320 Series sehr großes Potenzial, das zuverlässigste Consumer-Laufwerk zu werden. Die Performance-Krone konnte die 320 Series heute nicht holen, was aber, je nach persönlicher Priorität, auch gar nicht unbedingt nötig ist.

Der Preis, mit dem die 320 Series zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels gelistet ist, kann zwar nicht mit den Kampfpreisen der SSDs mit SF-1200-Controller konkurrieren, ist aber, in Anbetracht der relativ guten Leistung und einmaligen Features, sicherlich nicht zu hoch angesetzt. Im Gegenteil, denn Intel macht bei der 320 Series ein Enterprise-Feature dem Consumer-Markt zugänglich, deswegen scheint an dieser Stelle mindestens ein Preis/Leistungs-Award angebracht zu sein.

Für ein System, in dem nur SATA-3 Gb/s-Ports zur Verfügung stehen, könnte die 320 Series übrigens sogar eine bessere Wahl als die 510 Series sein. Letztere kann ihre enorme Leistung bei sequenziellen Operationen technikbedingt nur an einem SATA-6 Gb/s-Port ausspielen. Limitiert durch ein SATA-3 Gb/s-Interface sind die 320 Series und 510 Series ungefähr gleich schnell, wobei die 320 Series einen spürbar niedrigeren Preis pro Gigabyte aufweist.

pl_award

Positive Aspekte der Intel SSD 320 Series:

  • Hohe sequenzielle Schreibrate (abhängig von der Kapazität)
  • Stützkondensator(en) für erhöhte Datenintegrität
  • Transparente AES-Verschlüsselung

Negative Aspekte der Intel SSD 320 Series:

  • Kein SATA-6 Gb/s-Interface

Weitere Links: