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Test: Intel SSD 320 - Postville Refresh mit 25 nm-Flash

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Seite 3: Die Intel SSD 320 Series im Detail (2)

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Was bei Enterprise-SSDs praktisch zum Standard gehört, nämlich ein Stützkondensator, baut Intel nun als erster Hersteller auch in ein Consumer-Produkt ein. Intel verwendet hier jedoch keinen sog. Supercap mit sehr großer Kapazität, sondern verlötet organische Polymer-Tantal-Kondensatoren (KO-CAP) der Firma KEMET mit einer Kapazität von je 470 µF und einer Spannungsfestigkeit von 6,3 V. Sechs Stück davon ergeben eine Gesamtkapazität von 2,82 mF, was laut Intel ausreicht, um alle Daten aus dem SDRAM-Cache (der aus diesem Grund wohl in einer Low-Power-Ausführung verwendet wird) sicher in den Flash-Speicher zu schreiben. In diese Schutzschaltung integriert ist außerdem ein Schutz vor zu hohen Strömen, wie sie beim Hot-Plugging auftreten können. Diese „Soft Start“ genannte Funktion beschränkt den Anlaufstrom, der beim Laden der Kondensatoren entsteht, auf maximal 1,2 A.

Noch informativer als früher sind die SMART-Werte geworden. Neben den insgesamt geschriebenen Daten (Host Writes), der durchschnittlichen Abnutzung (Media Wearout Indicator), den fehlerhaften Blöcken (Re-allocated Sector Count) und den verfügbaren Reservezellen (Available Reserved Space) gibt die 320 Series nun auch Auskunft darüber, wie viele Daten gelesen wurden (Host Reads) und wie oft ein Programmier- oder Löschvorgang nicht erfolgreich beendet werden konnte (Program/Erase Fail Count).

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Das Gehäuse der 320 Series ist zu dem der X25-M G2 identisch - bis auf den Produktaufkleber. Dementsprechend ist die Rückseite der SSD bzw. des Gehäuses weiterhin unbearbeitet, was aber keinen Mangel darstellt und die Funktion natürlich in keiner Weise beeinträchtigt.

Der TRIM-Befehl wurde von Intel wie immer einwandfrei implementiert und auch die Garbage Collection arbeitet gewohnt effektiv. Der erste Screenshot zeigt das Laufwerk im Neuzustand, der zweite nach starker Belastung. Die Zick-Zack-Kurve lässt darauf schließen, dass der Controller beim sequenziellen Schreiben so viele Blöcke wie möglich aufräumt (ohne dabei zu viel Leistung zu verlieren). Der dritte Screenshot zeigt das Laufwerk schließlich nach einem zweiten Durchlauf. Die Leistung ist wieder auf Ausgangsniveau, obwohl kein TRIM-Befehl gesendet wurde, die Garbage Collection hat während des ersten Durchlaufs also eine sehr gute Arbeit geleistet. Die 320 Series sollte man daher auch problemlos in Systemen ohne TRIM-Unterstützung verwenden können, wobei man zumindest bei Windows XP und Vista nicht einmal komplett auf TRIM verzichten muss: Mit der Intel SSD Toolbox lässt sich hier TRIM manuell ausführen.

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