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AMD Radeon R9 Nano im Test

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Seite 3: Wie erreicht AMD die Effizienz der Radeon R9 Nano?

Die Frage nach den Maßnahmen, die bei der Radeon R9 Nano dazu führen, dass diese derart effizient sein soll, ist offensichtlich. Im Vergleich zur Radeon R9 Fury X soll die Radeon R9 Nano bei nur 50 MHz niedrigerem Maximaltakt eine um 100 W reduzierte Leistungsaufnahme vorweisen können.

Dazu ist zunächst einmal folgendes zu sagen: Die bis zu 1.000 MHz sind nur unter besten Bedingungen, d.h. bei ausreichend Frischluft zu erreichen. Typischerweise arbeitet die Radeon R9 Nano bei 850 bis 950 MHz - einige Beispiele dazu haben wir später. Die 1.000 MHz stehen also nur auf dem Papier. Die Praxistests werden zeigen müssen, wie weit der Abstand zur Radeon R9 Fury X hinsichtlich des Taktes tatsächlich ist.

Zur Effizienz nennt AMD vor allem die Tatsache, dass die extrem breite Fiji-Architektur mit 4.096 Shadereinheiten bei nur leichter Reduzierung von Spannung und Takt in den sogenannten Sweet-Spot hineinrutscht. Im oberen Bereich soll eine Leistungssteigerung von 10 % eine um 50 % höhere Leistungsaufnahme zur Folge haben. Woher die großen Einsparungen im Vergleich zur Radeon R9 290X kommen ist nicht gänzlich geklärt, die Entwickklung ist aber im Einsatz des neuen HBM begründet. Typischerweise verbraucht der GDDR5-Speicher mitsamt der dazugehörigen Infrastruktur in etwa 50 W, die bei den Fiji-Karten weitestgehend eingespart werden können. Allerdings gilt auch für die Radeon R9 Nano, dass offiziell kein Overclocking des HBM möglich sein wird.

Radeon R9 Nano unter Last mit 976 MHz
Radeon R9 Nano unter Last mit 976 MHz

In den meisten Fällen bewegt sich der Takt der Radeon R9 Nano also zwischen 950 und 850 MHz, häufiger aber am unteren Ende des Bereichs - zumindest in den von uns gewählten Testbedingungen. Wir haben oben einmal ein Beispiel aufgeführt, das zeigt, wie die Karte mit 976 MHz arbeitet und damit nur geringfügig unter der eigenen Maximalvorgabe von 1.000 MHz liegt.

Radeon R9 Nano unter Last mit 854 MHz
Radeon R9 Nano unter Last mit 854 MHz

Bei stärkerer Last erreicht sie dann schon nur noch einen Takt von 854 MHz. Diese Schwankungen sorgen auch dafür, dass die Nano in einigen Benchmarks vor der Radeon R9 Fury liegt und in anderen wiederum hinter ihr. Abhängig von der Last sowie deren Dauer reduzieren sich die Taktraten teilweise erheblich - und das in einem größeren Ausmaß, als dies durch GPU-Boost bei NVIDIA und PowerTune bei AMD ohnehin schon der Fall ist.