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Kurztest: ASUS GeForce GT 440

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Seite 1: Kurztest: ASUS GeForce GT 440

asus_gt_440Normalerweise kocht die Gerüchteküche schon weit vor dem offiziellen Start einer neuen Grafikkarte über - egal ob bei einem neuen High-End-Modell oder aber bei einem Einsteiger-Chip. Bei der NVIDIA GeForce GT 440 war dies allerdings ein wenig anders. So war der kleine 3D-Beschleuniger zunächst dem OEM-Markt vorenthalten und konnte im Gegensatz zur damals schon erhältlichen NVIDIA GeForce GT 430 mit einer deutlich höheren Anzahl an Shadereinheiten aufwarten, musste dafür aber auch mit nicht ganz so hohen Taktraten auskommen. Nur wenige Wochen später stellte NVIDIA die neue Grafikkarte dann heimlich still und leise auch für den Retail-Markt vor - ohne Pressesamples oder gar Pressemitteilungen. Doch das Retail-Modell ist noch einmal ein komplett anderes. Im Gegensatz zum OEM-Gegenstück kommt dieses nicht mit 144 skalaren Einheiten aus, sondern nur noch mit 96 Rechenwerken. Im Großen und Ganzen ist die NVIDIA GeForce GT 440 nur eine stark übertaktete GeForce GT 430. Wir haben uns nun ein Modell von ASUS näher angesehen.

Obwohl man die NVIDIA GeForce GT 440 nur auf der hauseigenen Homepage vorstellte, sorgte sie trotzdem für viel Wirbel. So tauchte die kleine Grafikkarte erstmals auf dem OEM-Markt auf und konnte dort mit ansehnlichen 144 Shadereinheiten und einem 1536 oder gar 3072 MB großen GDDR3-Videospeicher samt 192-Bit-Datenbus aufwarten. Im Vergleich zum kleineren Schwestermodell schon eine deutliche Steigerung, wenngleich die Taktraten mit 594 MHz deutlich nach unten korrigiert wurden. Als die Einstiegs-Grafikkarte dann wenig später auch unter den normalen Retail-Modellen gelistet wurde, kam alles ganz anders.

So besitzt das Endkundenmodell nur noch 96 Rechenwerke, kann dafür aber je nach Belieben der Hersteller auch mit deutlich schnelleren GDDR5-Chips aufwarten. Da allerdings nur noch 1024 bzw. 2048 MB Speicher verbaut werden sollen, wurde das Speicherinterface auf nur noch 128 Bit beschnitten. Dafür rechnet der kleine 40-nm-Chip mit 810 MHz deutlich schneller. Im Großen und Ganzen entspricht die NVIDIA GeForce GT 440 also nur einer stark übertakteten NVIDIA GeForce GT 430. Als einer der ersten Hersteller versorgte uns ASUS mit einem entsprechenden Testsample. Dieses besitzt nicht nur einen eigenen Kühlkörper, sondern kann auch gleich mit einer werksseitigen Übertaktung punkten - sofern man bei lediglich zehn Megahertz überhaupt von Overclocking sprechen darf. Wie sich die kleine Grafikkarte in unserem Kurztest geschlagen hat, erfahren Sie auf den nachfolgenden Seiten.

Die ASUS GeForce GT 440 basiert wie ihr Vorgänger auf der GF108-GPU und läuft damit ebenfalls im 40-nm-Verfahren bei TSMC vom Band. Im Gegensatz zum GF106 hat NVIDIA allerdings die Anzahl der Graphics-Processing-Cluster bzw. Streaming-Multiprozessoren halbiert, weswegen nur noch 96 Shader-Prozessoren zur Verfügung stehen. Damit einher gehen auch insgesamt 16 Texture-Units und vier ROPs. Da im Vergleich zum GF100-Vollausbau nicht mehr 3 Milliarden Transistoren, sondern nur noch 585 Millionen Schaltungen bereitstehen, bedeutet das nicht nur für NVIDIA eine Kostenersparnis, sondern auch für den Kunden im Unterhalt. So liegt die maximale Leistungsaufnahme bei gerade einmal 65 Watt, weswegen man auf den sonst üblichen 6-Pin-Stromstecker verzichten darf.

Beim Videospeicher überlässt man seinen Boardpartnern die Wahl, entweder schnelle GDDR5-Chips zu verbauen, oder aber auf deutlich langsamere DDR3-Module zurückzugreifen. In beiden Fällen ist der Speicher über 128 Datenleitungen angebunden und rechnet mit 1600 bzw. 900 MHz. Standardmäßig rechnet die etwas aufgemöbelte GF108-GPU mit 810 MHz. ASUS verschaffte sich aber aus Marketing-Gründen einen leichten Vorsprung und lässt seine Variante mit 823/1645/1600 MHz arbeiten. Statt des kleinen Single-Slot-Kühlers verbaute man dafür aber auch eine große Dual-Slot-Lösung, die die Grafikkarte auf einem niedrigeren Temperatur- und Geräusch-Level halten sollte.


Zunächst aber kommen wir zu den Eckdaten:

Hersteller und Bezeichnung ASUS GeForce GT 440
Straßenpreis 85 Euro
Homepage http://www.asus.de/
Technische Daten
GPU
GF108
Fertigung 40 nm
Transistoren
585 Millionen
GPU-Takt
823 MHz
Speichertakt
1600 MHz
Speichertyp
GDDR5
Speichergröße
1024 MB
Speicherinterface
128 Bit
Speicherbandbreite
51,2 GB/Sek.
Shader Model Version
5.0
Shadereinheiten
96 (1D)
Shadertakt
1645 MHz
Texture Units
16
ROPs
4
Pixelfüllrate
13,2 Gigapixel
SLI/CrossFire
-

Ein Vergleich mit den Vorgaben ist aufgrund der sehr mauen Übertaktung von 10 MHz fast schon hinfällig, weshalb wir an dieser Stelle den Vergleich mit einer NVIDIA GeForce GT 430 vorziehen. Dank der fast 100 MHz mehr fällt die Pixelfüllrate deutlich höher aus. Waren es beim ersten GF108-Ableger noch 11,2 Gigapixel sind es jetzt 13,2 Gigapixel. Das Speicherinterface unserer ASUS GeForce GT 440 liegt bei 51,2 GB/Sek.

asus_gt440_gpuz

Doch die ASUS GeForce GT 440 soll sich nicht nur einen kleinen, leistungsmäßigen Vorsprung gegenüber den anderen Hersteller-Modellen genehmigen, sondern sich vor allem auch in Sachen Lautstärke und Kühleffizienz absetzen. Ob der verbaute Dual-Slot-Kühler dies tatsächlich schafft und ob die Grafikkarte trotzdem noch für das ein oder andere Spiel geeignet ist, erfahren Sie auf den nachfolgenden Seiten.