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Test: ASUS GeForce GTS 450 TOP DirectCu

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Seite 1: Test: ASUS GeForce GTS 450 TOP DirectCu

asus_engts450_top_directcu-1gbDie Pläne NVIDIAs, vier Chips auf Basis der Fermi-Architektur auf den Markt zu werfen, scheinen langsam Früchte zu tragen. Nachdem man bereits die schnellen GF100-Flaggschiffe vorstellte und kurz darauf den GF104-Kracher - besser bekannt als NVIDIA GeForce GTX 460 - nachschob, wagte man vor wenigen Wochen dann den nächsten Schritt in Richtung Mainstream und präsentierte mit der NVIDIA GeForce GTS 450 seinen ersten GF106-Ableger. Mit der ASUS GeForce GTS 450 TOP DirectCu haben wir nun ein stark übertaktetes Modell der bislang günstigsten DirectX-11-Grafikkarte von NVIDIA zu uns gerufen. Wir fühlen ihr in diesem Test auf den Zahn.

Die Gerüchte sagten es weit vor dem offiziellen Start der NVIDIA-GeForce-400-Familie voraus: Die Fermi-Architektur wird insgesamt vier Chips, verteilt auf zahlreiche Grafikkarten-Modelle, umfassen. Während die drei schnellsten Familienmitglieder auf den voll ausgestatteten GF100 zurückgreifen, setzt NVIDIA bei seiner GeForce GTX 460 hingegen auf den kleineren GF104-Chip. Dieser hält nicht nur deutlich weniger Streaming-Multiprozessoren, Rasterendstufen und Textureinheiten sowie Speichercontroller bereit, sondern zeigt sich auch deutlich genügsamer, was die Leistungsaufnahme betrifft. Vor wenigen Wochen folgte dann der dritte Ableger der Produktreihe in Form der NVIDIA GeForce GTS 450. Sie greift auf den GF106 zurück, und besitzt lediglich nur noch 192 Shadereinheiten - eine Halbierung der Einheiten im Vergleich zum GF104. Dafür verbraucht die Midrange-Grafikkarte maximal nur noch 106 Watt.

Wie schon beim Start der NVIDIA GeForce GTX 460 gab die kalifornische Grafikschmiede das Layout seiner neuen Karte sofort frei, weshalb zahlreiche Boardpartner kräftig an der Taktschraube drehten und gleich am ersten offiziellen Verkaufstag ihre überarbeiteten Modelle vorstellten. Ein gutes Beispiel ist dabei die ASUS GeForce GTS 450 TOP DirectCu. Anstatt sich mit 783/1566/1804 MHz zu begnügen, arbeitet der jüngste Sprössling des Herstellers mit satten 926/1850/2000 MHz. Dabei stehen ihm insgesamt 1024 MB GDDR5-Videospeicher, welcher wie gewohnt über ein 128 Bit breites Speicherinterface angebunden ist, zur Verfügung. Um die höheren Taktraten zu realisieren und trotzdem noch für hohes Overclocking-Potential zu sorgen sowie die Lautstärke auf einem niedrigen Level zu halten, schnallte ASUS auch gleich einen eigenen Kühler auf. Dieser besitzt einen 75 mm großen Lüfter, zahlreiche Aluminium-Finnen und insgesamt zwei bis zu 6 mm dicke Heatpipes. 

Legt man die NVIDIA GeForce GTS 450 direkt neben ihren großen Bruder, so sind keinerlei Unterschiede festzustellen. Beide Referenzkarten besitzen nicht nur den gleichen Kühlkörper, sondern messen auch 21,5 cm in der Länge. Unter der Haube hat sich jedoch einiges getan. So greift die NVIDIA GeForce GTS 450, wie oben schon erwähnt, nicht auf den GF104-Chip zurück, sondern auf den kleineren GF106-Bruder. Dieser beherbergt noch 1,17 Milliarden Transistoren und besitzt nur noch einen Graphics Processing Cluster (GPC), womit lediglich nur noch vier Streaming-Multiprozessoren bereitstehen. Wie üblich hält jede dieser Gruppierungen 48 ALUs und jeweils acht Textureinheiten bereit. Damit bringt es die NVIDIA GeForce GTS 450 auf insgesamt 192 CUDA-Core und 32 TMUs. Der 1024 MB große GDDR5-Videospeicher kommuniziert über zwei 64-Bit-Controller, an die jeweils eine ROP-Partition, bestehend aus acht Rasterendstufen, gekoppelt ist. Insgesamt sind damit 16 ROPs und ein 128 Bit breites Speicherinterface vorhanden. Während NVIDIA für seinen ersten GF106-Ableger mindestens 783/1566/1804 MHz vorschreibt, drehte ASUS bei seiner GeForce GTS 450 TOP DirectCu ordentlich an der Taktschraube, lässt seinen jüngsten Sprössling mit satten 926/1850/2000 MHz arbeiten und schnallte zudem einen eigenen Kühlkörper auf. Ob das Konzept aufgeht und ob sich die ASUS GeForce GTS 450 TOP DirectCu tatsächlich von der sonst starken Konkurrenz absetzen kann, versuchen wir in diesem Test zu klären.

Zunächst aber kommen wir zu den Eckdaten:

Grafikkarte: ASUS GeForce GTS 450 TOP DirectCu
GPU GF106
Fertigung 40 nm
Anzahl Transistoren 1,17 Milliarden
GPU Takt 926 MHz
Speichertakt 2000 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 128 Bit
Speicherbandbreite 64,0 GB/Sekunde
Shadermodell 5.0
Shadereinheiten 192 (1D)
Shadertakt 1850 MHz
Texture Units 32
ROPs 16
Pixelfüllrate 29,6 Gigapixel
SLI/Crossfire SLI

Die Eckdaten der ASUS GeForce GTS 450 TOP DirectCu sind schnell aufgezählt. Insgesamt 192 Shadereinheiten, 32 Textureinheiten, 16 Rasterendstufen, ein 1024 MB großer GDDR5-Videospeicher, der zudem über ein 128 Bit breites Speicherinterface angebunden ist, und stark erhöhte Taktraten von 926/1850/2000 MHz stehen im Datenblatt der neuen Grafikkarte.