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Das Über-Gehäuse In Win H-Tower im Test

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Seite 1: Das Über-Gehäuse In Win H-Tower im Test

In Win H-Tower

Es gab Zeiten, in denen galten 400-Euro-Gehäuse als sündhaft teure Premiummodelle. Es gab Zeiten, in denen mussten Nutzer ihre Gehäuse noch selbst aufschrauben und orientierungslos in dunklen Innenräumen werkeln. Und ja, früher konnte man sein Gehäuse noch nicht einmal per App bedienen. Doch dann hat In Win das H-Tower vorgestellt... .  

Wenn irgendeine Firma das Zeug dazu hat, wirklich besondere Gehäuse zu entwickeln, dann ist es In Win. Die Gehäuseschöpfungen aus der Signature-Familie des taiwanischen Unternehmens sind nicht immer besonders praktisch, aber immer absolut einzigartig. Doch egal ob H-Frame, D-Frame, S-Frame oder tòu - sie alle werden vom jüngsten Signature-Modell in den Schatten gestellt. Das H-Tower ist mehr ein fleischgewordener, verrückter Traum als einfach nur ein banales Gehäuse. 

Auf den ersten Blick scheint es noch ein zwar wuchtiges, aber doch eher geradliniges E-ATX-Gehäuse zu sein. Dickwandige Alumiumpaneele bilden dabei die wertige äußere Hülle. Doch schon das im Inneren pulsierende Licht deutet an, dass sich hinter der edlen Fassade mehr als ein gewöhnlicher Innenraum versteckt. Auf Knopfdruck erwacht das H-Tower plötzlich zum Leben. Grelle Laserlinien markieren ringsherum den Sicherheitsabstand, aus dem sich Personen und Gegenstände fernzuhalten haben. Und dann beginnt die Verwandlung - wie von selbst falten sich die Aluminiumecken zur Seite. Der Mainboardtray hebt sich empor, dreht sich langsam, bis er schließlich waagerecht liegt - und präsentiert dem stolzen Besitzer schließlich formvollendet seine PC-Komponenten.   

In aller Regel werden dabei hochpreisige High-End-Komponenten zum Vorschein kommen. Denn wer sich das H-Tower leisten kann, wird sich sonst kaum mit Standard-Hardware begnügen. Rekordverdächtige 2.399,99 Euro hat In Win für das Gehäuse angesetzt, das sich automatisch (und das auch app-gesteuert) öffnen und schließen kann. Für die breite Masse bleibt die Gehäuserevolution damit leider aus. Das gilt erst recht mit Blick auf die Limitierung: Aktuell sind nur etwa 30 Stück je Farbvariante geplant. In Deutschland soll ein exklusiver Käuferkreis das H-Tower voraussichtlich ab dem 17. Februar erwerben können. Es soll über Caseking.de angeboten werden.     

In Win H-Tower

Die Zubehörschachtel fällt auffällig groß aus. Verantwortlich dafür ist vor allem das Netzteil. Das H-Tower wird nicht etwa vom Netzteil des PC-Systems gespeist, sondern es bringt gleich seine eigene Stromversorgung mit. Das große externe Netzteil geizt auch nicht mit Leistung und stellt dem Gehäuse gleich 120 Watt bereit. Dabei benötigt das Gehäuse auch beim Öffnen/Schließen nach unseren Messungen nur maximal 18 Watt, so dass das Netzteil etwas überdimensioniert wirkt. Mitgeliefert werden auch ein Putztuch, eine nützliche Verlängerung für den EPS-Kabelstrang, ein USB-Adapter, einige Kabelbinder und schließlich noch Montagematerial und eine knapp gehaltene, englischsprachige Bedienungsanleitung.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: In Win H-Tower
Bezeichnung: In Win H-Tower Limited Edition (ROG Certified)
Material: Aluminium, Stahl
Maße: geschlossen: 322 x 617 x 502 mm (B x H x T)
offen: 680 x 620 x 785 mm (B x H x T)
Formfaktor: E-ATX (12” x 13”), ATX, Micro-ATX
Laufwerke: 1x 3,5 Zoll (intern, Rückseite Mainboardtray), 4x 2,5 Zoll (intern, auf beiden Seiten des Mainboardtrays)
Lüfter: 3x 120 mm (Deckel, optional)
Gewicht: Nettogewicht 23 kg, Bruttogewicht 32 kg
Preis: 2.399,99 Euro (für beide Versionen)

Einen ersten Eindruck vom In Win H-Tower einschließlich des automatischen Öffnens und Schließens bietet unser Ausgepackt & angefasst [4K]-Video:

 

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Kommentare (11)

#2
Registriert seit: 05.12.2010

Korvettenkapitän
Beiträge: 2228
Für alle Transformer-Fans. :D
#3
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Registriert seit: 31.10.2006

Bootsmann
Beiträge: 611
Das ist ja genial ! Gefällt mir sehr, kann ich leider vom Preis nicht behaupten :-(
#4
Registriert seit: 13.09.2014

Matrose
Beiträge: 42
Ist schon ein irres Teil.

Glücklicherweise gibt es nur eine begrenzte Stückzahl. Nicht das dem Hersteller sonst die Bude eingerannt wird.

Aber der Preis ist ja jenseits von Gut und Böse.
#5
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Registriert seit: 03.06.2003
Bochum
Oberbootsmann
Beiträge: 986
Zitat

dazu Einschränkungen der Alltagstauglichkeit


Was angesichts des Preises das KO-Kriterium schlechthin ist.

Das Gehäuse mag eine nette Design- bzw. Machbarkeitsstudie sein und sich auf Messen als Hingucker nett machen, das war es dann aber auch.

Wie oft macht man sein Gehäuse denn tatsächlich auf und zu? - Selbst als bastelnder Enthusiast passiert das nicht täglich. Wenn ich einen Benchtable brauche, dann hat man eben genau einen solchen, welcher dann weniger kostet und weniger Platz einnimmt als dieses Gehäuse.
#6
Registriert seit: 18.05.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 7073
Irgendwie gibt es inzwischen für jedes Case einen Award. Ihr solltet da echt etwas sparsamer sein, sonst sind diese Awards völlig Obsolet.
#7
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 8802
Zitat Romsky;24325424
Irgendwie gibt es inzwischen für jedes Case einen Award. Ihr solltet da echt etwas sparsamer sein, sonst sind diese Awards völlig Obsolet.

Für sowas ist der Technikaward nunmal da... für besonders gute Technik aber auch, wie in dem Fall für innovative Ideen/Umsetzungen. Eventuell sollte man dies aber tatsächlich aufteilen, ja.

Schade dass solche Ideen immer in begrenzter Stueckzahl kommen.. das ist ja der Hauptgrund fuer den extremen Preis.
#8
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3556
@Romsky: Wir hatten in letzter Zeit halt tatsächlich auch einige ganz bemerkenswerte Gehäuse hier. Dass ich 0815-Einheitsbrei getestet habe, ist jedenfalls schon länger her. Und das sieht man dann auch an der Award-Quote.
Mit Blick auf das H-Tower - da ist einfach so viel Entwicklungsaufwand reingeflossen und das Gehäuse ist sowas von abgehoben, da muss der Technik-Award einfach sein. Die meisten angesprochenen Einschränkungen sind zu einem großen Teil ja auch nicht aus Nachlässigkeit entstanden, sondern dem Konzept geschuldet.Staubfilter in den Spalten wären z.B. optisch ein No-Go, zusätzliche Lüfterplätze und externe Laufwerksplätze nicht einfach zu realisieren. Wenn man sich die anderen Signature-Modelle ansieht, dann hat das aber auch Methode - In Win geht es da eigentlich immer um irgendeine bestimmte, außergewöhnliche Idee - und die wird dann konsequent und ohne Rücksicht auf Verluste/Alltagstauglichkeit/Verkaufspreis umgesetzt. Finde ich toll, weil so bekommt man Abwechslung in den Markt.
#9
Registriert seit: 08.11.2007

Bootsmann
Beiträge: 632
Könntet ihr nicht mal endlich ein ordentliches Testsystem nutzen wenn ihr Gehäuse testet?
Vor allem bei einem 2400€ Gehäuse ist das einfach nur peinlich.
Auch die Messergebnisse von Temperaturen etc haben doch nichts mehr mit aktueller Hardware zu tun.

Finde das ziemlich unprofessionell.

Das Gehäuse ist schick, keine Frage, aber eben nur für Enthusiasten oder Aussteller interessant
#10
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Registriert seit: 23.10.2005
MG
Admiral
Beiträge: 17250
30 Stück pro Farbvariante dürfte schon hoch gegriffen sein, denn 2400,-€ fürn Case ist mehr als extrem. Da sind deutlich günstigere Gehäuse mit wesentlich geringeren Stückzahlen veröffentlicht worden. Klar, hätte ich auch gerne getestet (darf so ein hochpreisiges Sample eigentlich beim Tester bleiben?). Bei einigen Enthusiasten ist die Grenze schon bei 400 erreicht, bei nur noch sehr wenigen erst bei 1000,-€.
Ich finds echt funky das case. Wird aber definitiv ein nice to have bleiben :)
#11
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Boah! Für sowas bin ich ja zu haben (wenn ich mir sowas leisten könnt!) da muß dann aber auch ein vernünftiger Computer drin stecken und sowas muß man dann am besten zentral in einem Raum aufstellen als Blickfang und möglichst kabellos oder so verkabelt, das man es nicht sieht, modern beleuchtet von der Decke aus mit vier Strahlern (könnt ich mir vorstellen), unten vielleicht auf einer Art Sockel, vielleicht einer handbreiten Marmorplatte , Entfaltung durch kleine Motoren per Fernbedienung ... wunderschönes Design!!! ... aber leider haben nur die das entsprechende Geld, die sowas nicht achten.
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