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Das Über-Gehäuse In Win H-Tower im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Wie soll man ein PC-Gehäuse bewerten, das weit über 2.000 Euro kostet und dazu noch so speziell ist wie das In Win H-Tower? Hangelt man sich nur an Spezifikationen, Ausstattungsmerkmalen und der Alltagstauglichkeit entlang, hat das H-Tower einen schweren Stand. Es bietet wenige Laufwerks- und Lüfterplätze (und wird zudem noch lüfterlos ausgeliefert), ist nur sehr bedingt für DIY-Wasserkühlungen nutzbar, hat weder effektiven Lärm- noch Staubschutz und ist dazu auch noch extrem schwer und groß. Die Komponenten müssen noch klassisch verschraubt werden, das Kabelmanagement ist aufwändig. Und schließlich benötigt das Gehäuse auch noch sein eigenes Netzteil.

Aber interessiert sich der Käufer eines Supersportwagens ernsthaft für Kofferraumvolumen, Isofix-Befestigungen, Rundumsicht und Spritverbrauch? Oder will er nicht einfach nur kompromisslosen Spaß haben? Spaß und Exklusivität kann jedenfalls auch In Wins jüngstes Signature-Modell bieten. Die Exklusivität wird nicht nur über den Preis und die limitierte Stückzahl, sondern auch durch Material, Verarbeitung und die einzigartige, motorisierte Verwandlung vom Tower zum offenen Benchtable gewährleistet. Und gerade diese Verwandlung - am besten noch ausgelöst über die Handy-App - sorgt für einen Spaßfaktor, wie ihn kein anderes PC-Gehäuse bieten kann. Das H-Tower wird so zum perfekten Showgehäuse und natürlich auch zu einem Aushängeschild für In Win. Dabei hat das H-Tower abgesehen von den angesprochenen Einschränkungen durchaus auch funktionale Stärken. Der geräumige Innenraum setzt Netzteil, CPU-Kühler und Grafikkarten praktisch kaum Grenzen. Er bietet zudem genug Platz für ein E-ATX-Mainboard. Öffnet man das Gehäuse, wird es praktisch zum Benchtable und erleichtert entsprechend die Komponenteninstallation bzw. macht prinzipiell auch das Benchen mit Trockeneis und flüssigem Stickstoff möglich. Dazu kommen Detaillösungen wie Vandalismustaster für Power/Reset und das I/O-Panel mit USB 3.1 Typ C-Anschluss.

Einen ernsthaften Konkurrenten für das H-Tower gibt es nicht. Kein anderes Gehäuse kann sich so verwandeln wie das In Win-Gehäuse. Wer ein "normales" Edelgehäuse sucht, könnte aber z.B. beim In Win 909 oder Lian Li PC-X510 fündig werden. Die beiden Aluminiumgehäuse sind alltagstauglicher als das H-Tower und präsentieren die Hardware immerhin durch ein Window bzw. Seitenteil aus gehärtem Echtglas. Mit Blick auf das H-Tower relativiert sich zudem ihr Kaufpreis von 400 (Lian Li) bzw. 450 Euro (In Win) etwas. Immerhin spart man im Vergleich zum Signature-Modell tatsächlich rund 2.000 Euro... .          

In Win H-Tower

Das H-Tower ist zwar kein perfektes, aber ein ungemein exklusives und schlicht einzigartiges Gehäuse. Es setzt sich nicht zuletzt durch seinen Preis, vor allem aber durch die motorisierte Verwandlung von allen anderen Gehäusen ab. Wir zeichnen In Wins Gehäuse aus der Zukunft deshalb auch mit unserem Technik-Award aus. In Win H-Tower

Positive Aspekte des In Win H-Tower:

  • einzigartige, motorisierte Verwandlung vom Tower zum Benchtable und zurück
  • besteht zu großen Teilen aus dickwandigem und perfekt bearbeitetem Aluminium
  • LED-Beleuchtung und Laser-Abstandsanzeige
  • per Android- oder iOS-App bedienbar
  • genug Platz für E-ATX-System, hohe Kühler, lange Grafikkarten und lange Netzteile
  • Laufwerkshalterungen und Lüfterblende mit gesicherten Rändelschrauben
  • USB 3.1 Typ C

Negative Aspekte des In Win H-Tower:

  • extrem teuer und nur in limitierter Stückzahl
  • hoher Platzbedarf, hohes Gewicht; dazu Einschränkungen der Alltagstauglichkeit
 

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Kommentare (11)

#2
Registriert seit: 05.12.2010

Korvettenkapitän
Beiträge: 2409
Für alle Transformer-Fans. :D
#3
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Registriert seit: 31.10.2006

Bootsmann
Beiträge: 670
Das ist ja genial ! Gefällt mir sehr, kann ich leider vom Preis nicht behaupten :-(
#4
Registriert seit: 13.09.2014

Matrose
Beiträge: 45
Ist schon ein irres Teil.

Glücklicherweise gibt es nur eine begrenzte Stückzahl. Nicht das dem Hersteller sonst die Bude eingerannt wird.

Aber der Preis ist ja jenseits von Gut und Böse.
#5
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Registriert seit: 03.06.2003
Bochum
Oberbootsmann
Beiträge: 1002
Zitat

dazu Einschränkungen der Alltagstauglichkeit


Was angesichts des Preises das KO-Kriterium schlechthin ist.

Das Gehäuse mag eine nette Design- bzw. Machbarkeitsstudie sein und sich auf Messen als Hingucker nett machen, das war es dann aber auch.

Wie oft macht man sein Gehäuse denn tatsächlich auf und zu? - Selbst als bastelnder Enthusiast passiert das nicht täglich. Wenn ich einen Benchtable brauche, dann hat man eben genau einen solchen, welcher dann weniger kostet und weniger Platz einnimmt als dieses Gehäuse.
#6
Registriert seit: 18.05.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 7618
Irgendwie gibt es inzwischen für jedes Case einen Award. Ihr solltet da echt etwas sparsamer sein, sonst sind diese Awards völlig Obsolet.
#7
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9443
Zitat Romsky;24325424
Irgendwie gibt es inzwischen für jedes Case einen Award. Ihr solltet da echt etwas sparsamer sein, sonst sind diese Awards völlig Obsolet.

Für sowas ist der Technikaward nunmal da... für besonders gute Technik aber auch, wie in dem Fall für innovative Ideen/Umsetzungen. Eventuell sollte man dies aber tatsächlich aufteilen, ja.

Schade dass solche Ideen immer in begrenzter Stueckzahl kommen.. das ist ja der Hauptgrund fuer den extremen Preis.
#8
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3663
@Romsky: Wir hatten in letzter Zeit halt tatsächlich auch einige ganz bemerkenswerte Gehäuse hier. Dass ich 0815-Einheitsbrei getestet habe, ist jedenfalls schon länger her. Und das sieht man dann auch an der Award-Quote.
Mit Blick auf das H-Tower - da ist einfach so viel Entwicklungsaufwand reingeflossen und das Gehäuse ist sowas von abgehoben, da muss der Technik-Award einfach sein. Die meisten angesprochenen Einschränkungen sind zu einem großen Teil ja auch nicht aus Nachlässigkeit entstanden, sondern dem Konzept geschuldet.Staubfilter in den Spalten wären z.B. optisch ein No-Go, zusätzliche Lüfterplätze und externe Laufwerksplätze nicht einfach zu realisieren. Wenn man sich die anderen Signature-Modelle ansieht, dann hat das aber auch Methode - In Win geht es da eigentlich immer um irgendeine bestimmte, außergewöhnliche Idee - und die wird dann konsequent und ohne Rücksicht auf Verluste/Alltagstauglichkeit/Verkaufspreis umgesetzt. Finde ich toll, weil so bekommt man Abwechslung in den Markt.
#9
Registriert seit: 08.11.2007

Oberbootsmann
Beiträge: 799
Könntet ihr nicht mal endlich ein ordentliches Testsystem nutzen wenn ihr Gehäuse testet?
Vor allem bei einem 2400€ Gehäuse ist das einfach nur peinlich.
Auch die Messergebnisse von Temperaturen etc haben doch nichts mehr mit aktueller Hardware zu tun.

Finde das ziemlich unprofessionell.

Das Gehäuse ist schick, keine Frage, aber eben nur für Enthusiasten oder Aussteller interessant
#10
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Registriert seit: 23.10.2005
MG
Admiral
Beiträge: 17250
30 Stück pro Farbvariante dürfte schon hoch gegriffen sein, denn 2400,-€ fürn Case ist mehr als extrem. Da sind deutlich günstigere Gehäuse mit wesentlich geringeren Stückzahlen veröffentlicht worden. Klar, hätte ich auch gerne getestet (darf so ein hochpreisiges Sample eigentlich beim Tester bleiben?). Bei einigen Enthusiasten ist die Grenze schon bei 400 erreicht, bei nur noch sehr wenigen erst bei 1000,-€.
Ich finds echt funky das case. Wird aber definitiv ein nice to have bleiben :)
#11
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Boah! Für sowas bin ich ja zu haben (wenn ich mir sowas leisten könnt!) da muß dann aber auch ein vernünftiger Computer drin stecken und sowas muß man dann am besten zentral in einem Raum aufstellen als Blickfang und möglichst kabellos oder so verkabelt, das man es nicht sieht, modern beleuchtet von der Decke aus mit vier Strahlern (könnt ich mir vorstellen), unten vielleicht auf einer Art Sockel, vielleicht einer handbreiten Marmorplatte , Entfaltung durch kleine Motoren per Fernbedienung ... wunderschönes Design!!! ... aber leider haben nur die das entsprechende Geld, die sowas nicht achten.
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