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Aerocools Bausatzgehäuse Dreambox im Test

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Seite 1: Aerocools Bausatzgehäuse Dreambox im Test

Aerocool Dreambox

Es ist zwar klar ein Trend, dass PC-Gehäuse immer flexibler werden. Doch was Aerocool mit der Dreambox probiert, erreicht ein völlig neues Level. Die Dreambox ist nicht etwa ein fertiges Gehäuse, sondern ein Bausatz. Damit kann man alles Mögliche bauen. Egal ob Figuren, Kleiderständer, PC-Gehäuse - der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. In einem Test wollen wir herausfinden, wie der Bausatz funktioniert und ob Bausatzgehäuse wirklich eine dauerhafte Lösung sein kann.

Wenn man mit Blick auf PC-Gehäuse über Modularität spricht, ist meist die Gestaltung des Innenraumes gemeint. Vor allem Laufwerkskäfige sind mittlerweile selbst bei günstigeren Gehäusen modular gestaltet. Die Vorteile liegen auf der Hand - das Gehäuse kann an ganz unterschiedliche Anforderungen angepasst werden. Einzelne Hersteller gehen so weit, dass auch das Gehäuseäußere variiert und individuell gestaltet werden kann. Cooler Masters MasterCase treibt das besonders weit und ermöglicht den Austausch einzelner Gehäusepartien.

Für die Dreambox geht Aerocool allerdings noch einen großen Schritt weiter. Die Dreambox ist kein fertiges Gehäuse. Sie wird noch nicht einmal mit einer Anleitung für den Zusammenbau eines konkreten Gehäuses ausgeliefert. Stattdessen ist die Dreambox ein Bausatz aus unterschiedlich langen Aluminiumrohren und Verbindern, aus dem kreative Köpfe alles Mögliche bauen können. Es limitiert fast nur der Lieferumfang - aber natürlich können auch einfach mehrere Sets gekauft und genutzt werden.

Aerocool Dreambox

Damit aus der Dreambox überhaupt ein PC-Gehäuse entstehen kann, legt Aerocool ein Panel mit Anschlüssen und Bedienelementen bei. Zudem beinhaltet der Bausatz nicht nur die Rohre und Rohrverbinder, sondern auch spezielle C-Ringe, Metallstreben und Multifunktionsblenden, mit denen PC-Komponenten befestigt werden können. Der Einstieg in Aerocools Bastelwelt ist dabei zu einem noch überschaubaren Preis möglich. Aktuelle Listungen für die Dreambox liegen knapp über 110 Euro - da ist so manches Lego-Set teurer.

Aerocool Dreambox

Die Zubehörbox beinhaltet vor allem eines - jede Menge Schrauben. Der am meisten genutzte Schraubentyp, M3x4, ist gleich mit 400 Exemplaren vertreten. Und tatsächlich besteht der Bau eines Dreambox-Projektes vor allem aus schrauben, schrauben, schrauben. Mitgeliefert wird neben der I/O-Einheit und einigen langen Kabelbindern außerdem ein knapp gehaltener Info-Zettel, der den Lieferumfang auflistet und die Verbindungsmöglichkeiten der Dreambox illustriert. Konkrete Bauanleitungen liegen hingegen nicht bei. Und auch die Dreambox-Seite stellt aktuell keine klassischen Bauanleitungen parat. Was sich aber dort findet, ist ein animiertes Video, dass den Zusammenbau eines Basisgehäuses im Midi-Tower-Format illustriert. Wir haben uns für den Test an dieser Anleitung orientiert.   

Fixe Eckdaten gibt es für die Dreambox nicht - schließlich können damit ganz unterschiedliche Kreationen geschaffen werden. Wir haben unsere übliche Tabelle deshalb durch eine genauere Auflistung der mitgelieferten Bauteile ersetzt:

  • Aluminiumrohr 200 mm - 8 Stück
  • Aluminiumrohr 150 mm - 12 Stück
  • Aluminiumrohr 50 mm - 17 Stück
  • Metallstrebe 395 mm - 4 Stück
  • Metallstrebe 245 mm - 4 Stück
  • 2-fach-Verbinder 180 Grad  - 8 Stück
  • 2-fach-Verbinder 135 Grad - 6 Stück
  • 2-fach-Verbinder 90 Grad - 8 Stück
  • 3-fach-Verbinder - 6 Stück
  • 4-fach-Verbinder - 9 Stück
  • Abschlusskappen - 12 Stück
  • C-Ringe - 20 Stück
  • Multi-Funktions-Blende - 2 Stück
  • Netzteilblende - 1 Stück
  • Montagezubehör, Kabelbinder und I/O-Einheit
Aerocool Dreambox

Für das Beispielgehäuse im Midi-Tower-Format werden unter anderem alle langen und mittellangen Aluminiumrohre, alle geraden 2-fach-Verbinder, acht 4-fach-Verbinder und die vier langen Metallstreben benötigt. Wer das Gehäuse noch groß erweitern möchte - und sei es beispielsweise um einen Kopfhörer- oder Becherhalter - wird schnell einen zweiten Bausatz benötigen.

Einen ersten Eindruck von Aerocools Dreambox und unserem Beispielgehäuse bietet unser Ausgepackt & angefasst [4K]-Video:

 

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Kommentare (28)

#19
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Vizeadmiral
Beiträge: 8187
Zitat HW-Mann;24303282
Aluprofile und bissel Handarbeit und man hat deutlich mehr in der Hand und kann flexibler gestalten.

Das ist Quatsch.
Bin grad selbst dabei für ein zukünftiges Projekt etwas zu planen. In normalem Baumarkt und selbst auf Ebay finde ich kaum etwas womit sich ein Gehäuse praktikabel umsetzen ließe. Alles müsste noch kompliziert selbst bearbeitet werden. Allein die Geräte dafür würden das Fünffache dieses Sets hier kosten.
Das Set ist für mich leider nur nichts weil es 45 grad Winkel nicht richtig unterstützt.

Auf jeden Fall ist der Award verdient, denn das ist durchaus ein Konzept welches auch andere Hersteller mal versuchen sollten.
Wände, etc. wären natürlich schön, aber auf die Schnelle fällt mir da kaum eine praktikable Lösung ein... vieleicht Schichten aus Lamellen auf einer Schiene... schwierig...

Das Teil ist aber als Benchtable und Showcase gedacht.
#20
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Registriert seit: 15.06.2003

SuperModerator
Mr. Marktplatz
Beiträge: 12418
Erinnert mich an Antecs LanBoy Air :D
#21
Registriert seit: 05.11.2007
Neckar-Odenwald Kreis
Fregattenkapitän
Beiträge: 2808
Zitat DragonTear;24304294
... Alles müsste noch kompliziert selbst bearbeitet werden. Allein die Geräte dafür würden das Fünffache dieses Sets hier kosten.
...


Denken nimmt dir das set aber auch nicht ab.

Und welches 500€ Werkzeug doll das bitte sein, das sich nicht in jedem Werkzeugkasten befinden sollte?
#22
Registriert seit: 15.05.2006

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 462
Was für ein Blödsinn, dieses Teil...
Da kann ich an meinem jetzigen Gehäuse auch einfach alle Seitenteile ablassen oder meine Hardware direkt auf den Tisch legen, sieht dann auch besser aus als dieses Klappergestell.
Aber witzig finde ich den Lüfter, der da so nett in der Luft hängt. Was soll der bringen? Wenn der nicht mit 3000 rpm läuft, kommt am Board/Kühler doch nix an. Dann lieber einen grossen Zimmerventilator ausrichten ;-)
#23
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Registriert seit: 24.03.2015

Obergefreiter
Beiträge: 107
Zitat Redphil;24303799
@JoergH: Es sind exakt drei Awards. Exzellent-Hardware-, Technik- und Preis-Leistungs-Award. Wann es die gibt, ist relativ klar: Exzellent-Hardware für ein rundum stimmiges, ja möglichst herausragendes Produkt, Technik-Award v.a. für Innovation, Preis/Leistung bei besonders gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Awardvergabe ist natürlich oft eine Gratwanderung. Beim Define Nano S haben wir z.B. intern länger über den Award diskutiert, bis wir uns knapp dafür entschieden haben. Die Dreambox war hingegen so ungewöhnlich und innovativ, dass die Entscheidung für den Technik-Award schnell feststand. Von Herstellerseite bekommen wir übrigens häufig zu hören, dass es ganz furchtbar schwer wäre, einen HWL-Award zu bekommen... .


Ich kann ja die Problematik verstehen wenn ein Produkt nun wirklich schwer zu bewerten ist, aber ernsthaft einen Award?

Innovativ ist das Teil ganz sicher nicht und der Preis ist einfach unverschämt. Es gibt um einige günstigere Gegenstücke.
#24
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Vizeadmiral
Beiträge: 8187
Zitat unl34shed;24304628
Denken nimmt dir das set aber auch nicht ab.

Und welches 500€ Werkzeug doll das bitte sein, das sich nicht in jedem Werkzeugkasten befinden sollte?

Ich rede von Materialbearbeitung.
Neigbare Tischsäge + Bohrer mit Ständer wären das Minimum.
Dazu noch Ausrüstung um das ganze polieren und lackieren zu können.

Zitat sav85;24304729
Innovativ ist das Teil ganz sicher nicht und der Preis ist einfach unverschämt. Es gibt um einige günstigere Gegenstücke.

Äh.. zeig mir bitte wie du daraus ein PC Gehäuse machst :D
#25
Registriert seit: 18.05.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 7012
Sorry, aber das ding ist doch mal absolut unnötig. wie kann man da einen Award vergeben? :freak
#26
Registriert seit: 18.03.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1802
Ich finde es besonders traurig das hier von der Redaktion über einen Award diskutiert wird.
Wie man hier den Unsinn des Produkts nicht erkennt, obwohl dieser offensichtlich ist, ist mir ein Rätsel...
Und das ist auch nicht zu rechtfertigen.
#27
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Registriert seit: 06.05.2005

Korvettenkapitän
Beiträge: 2530
Das Produkt bietet keine Flexibilität, da diese durch die Hardware-Norm limitiert wird. Bekommt dann ein E-ATX Gehäuse auch einen Technik-Award, nur weil es die Möglichkeit bietet ein mATX Board zu verbauen? ich spinne einmal weiter. Wieviel Bausätze muss ich mir kaufen um 2-3 Radiatoren zu verbauen?

Was aber gar nicht geht ist das Erscheinungsbild, der offene Aufbau und das nicht vorhande Kabelmanagment.

Selbst Benchtabel sind eine absolute Niesche. Das Produkt ist leider total am Markt vorbei entwickelt (oder einfach nur Wucher). Zwei 40€ Gehäuse bieten zusammen mehr Flexibilität als der 110€ Bausatz es je könnte. Das dein Sohn mit vier Jahren Spaß am basteln hat ist ja noch nachvollziehbar, aber würdest du den Rechner offen so stehn lassen?
#28
Registriert seit: 17.07.2007

Matrose
Beiträge: 13
Ich kann den Award auch nicht verstehen.
Da bastele ich mir lieber etwas aus Itemprofilen zusammen, welches es bereits für ca. 1€/Meter gibt. Dazu noch ein paar Makrolonscheiben und ... TAADAA... fertig ist mein Eigenkonstrukt, schöner als dieser überteuerte Mist.
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