> > > > Test: NZXT Phantom 820 - runderneuertes Flaggschiff

Test: NZXT Phantom 820 - runderneuertes Flaggschiff

PDFDruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 1: Test: NZXT Phantom 820 - runderneuertes Flaggschiff

Scythe_Gekko_logoZwei Tage vor dem Launch erreichte uns doch noch ein Sample des NZXT Phantom 820 - wir haben keine Mühen gescheut, unseren Test punktgenau fertigzustellen. Der neue Big-Tower beerbt das erfolgreiche Phantom von 2010, das eine für seine Zeit beachtliche Ausstattung mit einem sehr konkurrenzfähigen Preis verbinden konnte und dazu noch ein außergewöhnliches Design bot. Das Phantom 820 knüpft daran an, seine Ausstattung wurde aber an aktuelle Bedürfnisse angepasst. Wie NZXT den neuen Big-Tower verbessert hat, zeigen wir in unserem Test. 

Das Ur-Phantom fiel auf den ersten Blick durch sein asymmetrisches Design auf, das trotzdem in sich stimmig wirkte. Aber auch die inneren Werte überzeugten - angefangen vom üppigen Platzangebot über die Lüfterbestückung hin zu der leistungsstarken und 2010 noch eher ungewöhnlichen Lüftersteuerung. Ein Jahr nach dem Phantom brachte NZXT mit dem Phantom 410 einen Midi-Tower auf den Markt, der das Phantom-Design aufgriff.

Jetzt ist es endlich wieder soweit, dass mit dem Phantom 820 ein neuer Big-Tower mit der markanten Optik der Serie präsentiert wird. Gegenüber dem Vorgänger behält NZXT alte Tugenden wie das Platzangebot, großformatige Lüfter und eine Lüftersteuerung bei. Im Detail gibt es aber viele Veränderungen, die meist zum Besseren sind. So ist das Gehäuse nicht mehr nur für große E-ATX-Mainboards, sondern auch für die XL-ATX-Pendants freigegeben. Die Lüfterbestückung umfasst nun gleich drei 200- und ein 140-mm-Modell, die alle über eine leistungsstarke 4-Kanal-Lüftersteuerung geregelt werden können.

Schon das Ur-Phantom wurde häufig als Grundlage für ein wassergekühltes System genutzt. Das Phantom 820 kommt dieser Zielgruppe noch mehr entgegen: Im Deckel kann ein 360er- oder 280er-Radiator mit bis zu 9 cm Dicke verbaut werden. Zusätzlich lässt sich ein 240er- oder 280er-Radiator nach Entnahme eines Laufwerkskäfigs im Boden unterbringen. Konsequent ausgebaut wurde auch der Modding-Bereich. Es gibt nicht mehr nur beleuchtete Streifen an der Außenseite, sondern auch eine LED-Leiste für den Innenraum. Die Farbe der Beleuchtungselemente lässt sich per Drehrad flexibel anpassen. So kann das Gehäuse je nach Vorliebe in den verschiedensten Farben illuminiert werden.

Mit einem nachträglich eingebundenen Video veranschaulichen wir Beleuchtungs- und Lüftersteuerung:

Alternativ bieten wir auch eine YouTube-Version des Videos an.

NZXT bietet das Phantom 820 vorerst in drei Farbvarianten an: Weiß, Matt Schwarz und Gunmetal. Es ist nicht auszuschließen, dass zu einem späteren Zeitpunkt noch buntere Varianten folgen. Vom Ur-Phantom gibt es schließlich sogar eine Variante in Pink. Der Verkaufspreis wird bei 249,90 Euro angesetzt - ein Preis, der gut zu einem Flaggschiff-Produkt passt.

alles

Mit dem Zubehör setzt sich NZXT gleich gut in Szene. Keine Spur von den sonst üblichen Kartons mit losen Schraubentütchen. Stattdessen gibt es neben der Anleitung ein weißes Kunststoffkästchen, in dem das Montagematerial und die Kabelbinder säuberlich sortiert darauf warten, mit einem zielgerichteten Griff zur weiteren Verwendung entnommen zu werden. Damit der zielgerichtete Griff noch leichter fällt, gibt es in der Anleitung sogar einen Übersichtsplan. Er verrät, welche Schrauben/Abstandshalter in welchem Fach zu finden sind. Andere Hersteller dürfen sich gerne ein Beispiel an NZXTs überaus praktischen Lösung für das Montagematerial nehmen.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: NZXT Phantom 820
Bezeichnung: NZXT Phantom 820
Material: SECC-Stahl, Kunststoff
Maße: 235 (B) x 650 (H) x 612 mm (T) 
Formfaktor: ATX, Micro-ATX, XL-ATX, E-ATX
Laufwerke: 4x 5,25 Zoll (extern), 6x 2,5 Zoll oder 3,5 Zoll (intern)
Lüfter: 1x 140 oder 120 mm (Rückseite, 1x 140 mm verbaut), 1x 200 mm (Front), 2x 200/140 mm oder 3 x 120 mm (Deckel, 1x 200 mm verbaut), 1x 200 mm (Seitenteil), 2x 120 oder 140 mm (Boden, optional), 1x 120 oder 140 mm (HDD, optional)
Gewicht: ca. 15 kg
Preis: 249,90 Euro
 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (30)

#21
customavatars/avatar178919_1.gif
Registriert seit: 26.08.2012
Bayern
Oberbootsmann
Beiträge: 780
Mir gefällt das alte Phantom optisch auch um einiges besser, das neue wirkt mit der Kombination Mesh/Plexi doch zu unruhig...
#22
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 2841
Zitat DoktorSchiwago;19596347
20cm Entfernung.. und wo? Diagonal, seitlich, frontal?

"vor dem Gehäuse" -> frontal.

Zitat DoktorSchiwago;19596347
Wer den Unterschied zwischen zwei Markenreifen testen will, der fährt ja auch nicht mit 20 km/h durch die Fußgängerzone.

Das Testsystem wird wie bereits erwähnt nicht nur für "Markenreifen", sondern auch für das rumänische No-Name-Fabrikate (um in deinem Bild zu bleiben) genutzt. Das landet in 300, aber auch in 30 Euro-Gehäusen. Natürlich ist ein Update des Testsystems wünschenswert - aber auch das neue Testsystem wird sicher ein gesunder Kompromiss sein, um eine gute Bandbreite an Gehäusen halbwegs sinnvoll abgedeckt zu bekommen. Es bringt ja auch niemandem etwas, wenn wir das rumänische No-Name-Fabrikat auf einen teuren Sportwagen aufziehen. ;)

Zitat DoktorSchiwago;19596347
Raumtemperatur? Vergleichtests machen ja nur Sinn, wenn im klimatisierten Raum unter immer gleichen Bedingungen getestet wird.

Wir können gerne eine Spendenaktion für einen klimatisierten Testraum starten. Solange das Geld nicht zusammenkommt, müssen wir uns mit Differenzbildung behelfen.

Zitat DoktorSchiwago;19596347
Ich lese lieber, als dass ich schreibe, aber bei so viel Unstimmigkeiten nehme ich mir jetzt einfach mal das Recht, auch was dazu zu schreiben.

Kein Grund, sich das Recht zum Schreiben zu nehmen - das steht jedem zu.

Zitat DoktorSchiwago;19596347
Mal konstruktiv, was mir fehlt:
- Usability beim Einbau der Laufwerke
- Messung der Schallentkopplung für mechanische Festplatten, unbedingt auch mit mindestens 2(!)
- 3 Kategorien im Vergleichstest mit äquivalenter Hardware, sonst besser gar nichts gegeneinander vergleichen
- Normale Hardware, die vor allem auch mal den Airflow stören kann (Grafikkartenlüfter)


"3,5-Zoll-Festplatten werden einfach in die Laufwerksschubladen geklemmt, dünne Gummiringe sollen für ein Mindestmaß an Entkopplung sorgen. 2,5-Zoll-Laufwerke müssen verschraubt werden." (aus dem Test)
Das sind die typischen Laufwerksschubladen wie sie aktuell in den meisten Gehäuse stecken. Etwas aufbiegen, Laufwerk rein, aufpassen dass die Stifte sitzen, fertig (für 3,5 Zoll). Auch die Montage der optischen Laufwerke entspricht gängigem Schema: Reinschieben, festklemmen. 2,5 Zoll s. Zitat.

Messung der Festplattenentkopplung scheint mir nicht praktikabel (ich kenne auch keine Seite, die das praktiziert - lasse mich aber gerne eines Besseren belehren). Zumal es in der Praxis letztlich da auch klar abgegrenzte Kategorien gibt - keine Entkopplung, begrenzte Entkopplung durch dünne Gummiringe (bei sicher über 95 Prozent der Gehäuse mit HDD-Entkopplung der Fall, das nimmt sich dann alles subjektiv nichts), aufwändige Entkopplung (sehr selten, mir fällt aktuell v.a. Antec ein - Solo II und P280 - das wird dann im Test entsprechend betont).

Äquivalente Hardware für die verschiedenen Gehäuse-Preisklassen ist imho einfach nicht realistisch. Da muss ein Kompromiss her - zumal ich eh schon drei Testsysteme (das µATX-System, Mini-ITX regulär und Mini-ITX für NTs mit geringer Leistung) hier rumliegen habe.

"Normale Hardware" - wie gesagt, ein Update des (Haupt-)Testsystems wird es sicher in nicht zu ferner Zukunft geben. Als so "unnormal" empfinde ich ein LGA 1156-System übrigens auch im Jahr 2012 nicht - auch wenn es sicher nicht luxuriös ist.
#23
Registriert seit: 24.11.2011

Matrose
Beiträge: 5
Sieht schon geil aus, aber 250€? Oh mann..
#24
Registriert seit: 23.01.2012
Hardwarehausen
Kapitänleutnant
Beiträge: 1611
Nicht meine Preisklasse...

Jedenfalls nicht jetzt.

Was ich kacke finde am Case:
-Die Platzierung der USB Anschlüsse (kann nicht mal einer nach vorne gucken?)
-Die Tür (mag ich an keinen Case)
-Kein 3,5 Zoll Schacht (Ich klatsch mir keinen Cardreader in nen 5,25 Zoll Schacht und nicht jeder braucht nur SD)

P.S.
Ist der SD Schacht über USB 3 oder 2 angebunden?
#25
customavatars/avatar60458_1.gif
Registriert seit: 20.03.2007

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1324
Schade, dass es so teuer ist. Auf diese Weise verliert es klar gegen das Switch 810, zumindest in meinen Augen. Design sagt mir allerdings zu. Wenn es im Preis noch fällt, wäre es eine Überlegung wert, immerhin sind die Bitfenix Spectre doch recht leise Lüfter, die man einsetzen könnte :P
#26
Registriert seit: 31.12.2006
Oldenburg
Hauptgefreiter
Beiträge: 173
Zitat Redphil;19597785
Messung der Festplattenentkopplung scheint mir nicht praktikabel (ich kenne auch keine Seite, die das praktiziert - lasse mich aber gerne eines Besseren belehren)

Eine richtige Messung hab ich zwar auf keiner anderen Seite gesehen, aber bei Tom's Hardware heißt es, dass die Entkopplung nicht wirksam ist. Überhaupt sind da recht viele Punkte recht kritischer betrachtet. Aber es ist halt immer gut, mehrere Meinungen zu lesen. ;) Wenn nichts erwähnt wird, außer, dass es eine Entkopplung gibt, nehme ich als Leser zumindest erst Mal an, dass es auch etwas bringt.

Die Beleuchtungen finde ich richtig klasse, auch wenn es sehr schade ist, dass das Fenster so klein ausgefallen ist. Da fällt die Entscheidung schon irgendwie schwer, ob ich lieber den Phantom 820 oder den Switch 810 nehme. Bei einigen Bereichen habe ich das Gefühl, dass sich das schon etwas verschlechtert hat. Bei dem Preis mache ich mir jedoch eher wenig Hoffnungen, dass der noch sinkt. Der Switch 810 ist auch knapp ein halbes Jahr nach dem Erscheinungstermin gerade mal 5 Euro unter der UVP angelangt (bei Caseking ist der Preis gleich mit der UVP).
#27
Registriert seit: 27.02.2012

Bootsmann
Beiträge: 626
Was mich sehr interessieren würde, ob ein 3x140 Radiator verbaut werden kann. Auf der Homepage und im Internet heißt es, dass ein 2x140 oder 3x120 Radiator verbaut werden kann doch theoretisch (wenn ich mri dei Bilder so anschaue)ist doch da auch Platz für ein 3x140 Radiator, oder nicht? Für die Befestigung hat man die 8 Schrauben , doch wenn man oben kein Laufwerk oder ähnliches verbaut, dann kann der 3x140 da doch "weiter verlaufen", sind ja nur 6cm mehr als ein 3x120.

Würde mich sehr freuen wenn das jemand schon mal ausgetestet hat oder irgendwo beweise dafür findet
#28
Registriert seit: 27.02.2012

Bootsmann
Beiträge: 626
niemand weiß da was? Ich versuchs mal beim Support

na ganz großes Tennis, support antwortet nicht.
#29
customavatars/avatar167839_1.gif
Registriert seit: 09.01.2012

Justice for the 96!
Beiträge: 1916
Ich weiß: Leichenschänderei.
Aber was wichtiges zum Case - ich kann jedem hier von nur abraten der auf Silent steht und vor hat ein 240/360mm Radiator im Top zu installieren - dazu zählt natürlich auch 'ne Corsair H100/i
Es gibt im oberen eine Strebe, die den Bereich zwischen zwei 140mm-Lüftern trennt.

Hab dafür mal 'n Vergleichsvideo gemacht mit zwei Nf-F12s und 'ner Corsair H100i. Leider auf Englisch, weil ursprünglich für das OC3D forum gedacht, aber man versteht mich.
Hier der Link:
Phantom 820 - Topbar sound test - nf - f12's @ 50% - YouTube

Vielleicht wird das ja auch noch mal im Test erwähnt, weil hätte ich von der Strebe im vornherein gewusst (ja ist auf Bildern und ich hätte es sehen können - aber das es so einen Unterschied macht hätte ich nie gedacht)
#30
customavatars/avatar190792_1.gif
Registriert seit: 06.04.2013
9900
Bootsmann
Beiträge: 764
das sieht wirklich gut aus und passt vom preis.

denn bei Obsidian um 349euro , hab ich mir die frage gestellt was daran so besonders ist
denn für 280+ bekomm ich schon ein Gehäuse nach meinem wunsch bei einem schlosser.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!