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Test: NZXT Phantom 820 - runderneuertes Flaggschiff

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Seite 7: Fazit

Das erste Phantom war bereits ein sehr überzeugendes Gehäuse. Für das Phantom 820 hat NZXT aber nicht nur einige Detailverbesserungen umgesetzt. Man bekommt ganz im Gegensatz den Eindruck, dass sich die Entwickler in Kalifornien genau überlegt haben, was ein Phantom-Gehäuse 2012 bieten sollte.

Besonders deutlich wird das bei den Montagemöglichkeiten für Wasserkühlungsradiatoren. Der große Abstand zwischen Deckel und Mainboard stellt sicher, dass genug Platz für ausladende 360er- oder 280er-Radiatoren ist - bei Bedarf sind sogar Push-Pull-Konfigurationen möglich. Auch der Radiatorplatz im Boden wurde intelligent gelöst. Ein modularer Laufwerkskäfig kann leicht entnommen werden, um Platz für diesen Wärmetauscher zu schaffen. Der Konkurrenz voraus ist NZXT auch beim neuen Beleuchtungssystem. Es leuchten nicht mehr nur die äußeren LED-Streifen, sondern auch ein LED-Streifen im Innenraum - und zwar je nach Laune in allen möglichen Farben. Durch das Window kann die Innenraumbeleuchtung gut wahrgenommen werden, auch wenn die Acryl-Fläche etwas klein geraten ist.

Aber nur so konnte NZXT genug Platz für den seitlichen 200-mm-Lüfter schaffen. Die Lüfterbestückung mit den drei 200-mm-Modellen und dem rückseitigen 140-mm-Lüfter entpuppt sich als Glücksgriff. Über die Lüftersteuerung können die Lüfter sehr weit heruntergeregelt werden. Bei minimaler Drehzahl wird immer noch eine ordentliche Kühlleistung erreicht, die Lüfter sind auf dieser Stufe jedoch nahezu lautlos. Voll aufgedreht werden sie deutlich hörbar, dafür kann die Kühlleistung aber auch auf ein sehr gutes Level angehoben werden. 

Die Zahl der Laufwerksplätze ist zwar nicht rekordverdächtig, aber zweckmäßig. Da die Montage von der rechten Gehäuseseite her erfolgt, konnte NZXT die Käfige auf der gegenüberliegenden Seite geschlossen gestalten. Aus Gründen der Optik ist das eine sinnvolle Entscheidung. Positiv fällt auch auf, dass das Phantom 820 nicht mehr nur Mainboards bis zum E-ATX-Formfaktor aufnimmt, sondern auch Platz für XL-ATX-Hauptplatinen bietet. Details wie das gelungene Kabelmanagement, das gut bestückte I/O-Panel und der SD-Kartenleser runden die überzeugende Ausstattung des NZXT-Gehäuses ab - und selbst die Zubehör-Box übertrumpft die Lösungen der Konkurrenz.

Wir hatten etwas Pech mit unserem Test-Sample - ein Staubfilter fehlte, ein Seitenteil hatte einen auffälligen Lackplatzer. Wir gehen allerdings davon aus, dass diese Probleme bei der Verkaufsversion des Phantom 820 nicht auftreten sollten.

 

Das Phantom 820 entpuppt sich als Big-Tower, der kaum Wünsche offen lässt. Beeindruckend ist vor allem, wie NZXT verschiedene Zielgruppen mit diesem markanten Gehäuse anspricht. Egal ob man einen Big-Tower mit werkseitig hoher (Luft-)Kühlleistung sucht, dessen Lüfter im Bedarfsfall aber auch sehr leise sind, oder ob man eine interne Wasserkühlung verbauen möchte - das Phantom 820 wird nicht enttäuschen. Selbst wer auf Modding steht, kommt dank des innovativen Beleuchtungssystems auf seine Kosten. Uns hat das neue Phantom-Modell so überzeugt, dass wir es mit unserem Exzellent-Hardware-Award auszeichnen.

alles

Positive Aspekte des NZXT Phantom 820:

  • extrem flexibles Kühlsystem mit großformatigen Lüftern und leistungsstarker Lüftersteuerung, wahlweise hohe Kühlleistung oder nahezu Silent-Betrieb
  • Staubfilter vor einsaugenden Lüftern
  • Platz für dicke Radiatoren im Deckel (360er oder 280er) sowie im Boden (280er oder 240er)
  • nimmt E-ATX- und XL-ATX-Mainboards auf
  • vielfarbiges Beleuchtungssystem für Außen und Innen sorgt für Individualisierung
  • Speicherkartenleser, vier USB 2.0- und zwei USB 3.0-Ports

Negative Aspekte des NZXT Phantom 820:

  • weniger Laufwerksplätze als beim Vorgänger
  • Window etwas klein geraten

 

 

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Kommentare (30)

#21
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Oberbootsmann
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Mir gefällt das alte Phantom optisch auch um einiges besser, das neue wirkt mit der Kombination Mesh/Plexi doch zu unruhig...
#22
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Zitat DoktorSchiwago;19596347
20cm Entfernung.. und wo? Diagonal, seitlich, frontal?

"vor dem Gehäuse" -> frontal.

Zitat DoktorSchiwago;19596347
Wer den Unterschied zwischen zwei Markenreifen testen will, der fährt ja auch nicht mit 20 km/h durch die Fußgängerzone.

Das Testsystem wird wie bereits erwähnt nicht nur für "Markenreifen", sondern auch für das rumänische No-Name-Fabrikate (um in deinem Bild zu bleiben) genutzt. Das landet in 300, aber auch in 30 Euro-Gehäusen. Natürlich ist ein Update des Testsystems wünschenswert - aber auch das neue Testsystem wird sicher ein gesunder Kompromiss sein, um eine gute Bandbreite an Gehäusen halbwegs sinnvoll abgedeckt zu bekommen. Es bringt ja auch niemandem etwas, wenn wir das rumänische No-Name-Fabrikat auf einen teuren Sportwagen aufziehen. ;)

Zitat DoktorSchiwago;19596347
Raumtemperatur? Vergleichtests machen ja nur Sinn, wenn im klimatisierten Raum unter immer gleichen Bedingungen getestet wird.

Wir können gerne eine Spendenaktion für einen klimatisierten Testraum starten. Solange das Geld nicht zusammenkommt, müssen wir uns mit Differenzbildung behelfen.

Zitat DoktorSchiwago;19596347
Ich lese lieber, als dass ich schreibe, aber bei so viel Unstimmigkeiten nehme ich mir jetzt einfach mal das Recht, auch was dazu zu schreiben.

Kein Grund, sich das Recht zum Schreiben zu nehmen - das steht jedem zu.

Zitat DoktorSchiwago;19596347
Mal konstruktiv, was mir fehlt:
- Usability beim Einbau der Laufwerke
- Messung der Schallentkopplung für mechanische Festplatten, unbedingt auch mit mindestens 2(!)
- 3 Kategorien im Vergleichstest mit äquivalenter Hardware, sonst besser gar nichts gegeneinander vergleichen
- Normale Hardware, die vor allem auch mal den Airflow stören kann (Grafikkartenlüfter)


"3,5-Zoll-Festplatten werden einfach in die Laufwerksschubladen geklemmt, dünne Gummiringe sollen für ein Mindestmaß an Entkopplung sorgen. 2,5-Zoll-Laufwerke müssen verschraubt werden." (aus dem Test)
Das sind die typischen Laufwerksschubladen wie sie aktuell in den meisten Gehäuse stecken. Etwas aufbiegen, Laufwerk rein, aufpassen dass die Stifte sitzen, fertig (für 3,5 Zoll). Auch die Montage der optischen Laufwerke entspricht gängigem Schema: Reinschieben, festklemmen. 2,5 Zoll s. Zitat.

Messung der Festplattenentkopplung scheint mir nicht praktikabel (ich kenne auch keine Seite, die das praktiziert - lasse mich aber gerne eines Besseren belehren). Zumal es in der Praxis letztlich da auch klar abgegrenzte Kategorien gibt - keine Entkopplung, begrenzte Entkopplung durch dünne Gummiringe (bei sicher über 95 Prozent der Gehäuse mit HDD-Entkopplung der Fall, das nimmt sich dann alles subjektiv nichts), aufwändige Entkopplung (sehr selten, mir fällt aktuell v.a. Antec ein - Solo II und P280 - das wird dann im Test entsprechend betont).

Äquivalente Hardware für die verschiedenen Gehäuse-Preisklassen ist imho einfach nicht realistisch. Da muss ein Kompromiss her - zumal ich eh schon drei Testsysteme (das µATX-System, Mini-ITX regulär und Mini-ITX für NTs mit geringer Leistung) hier rumliegen habe.

"Normale Hardware" - wie gesagt, ein Update des (Haupt-)Testsystems wird es sicher in nicht zu ferner Zukunft geben. Als so "unnormal" empfinde ich ein LGA 1156-System übrigens auch im Jahr 2012 nicht - auch wenn es sicher nicht luxuriös ist.
#23
Registriert seit: 24.11.2011

Matrose
Beiträge: 5
Sieht schon geil aus, aber 250€? Oh mann..
#24
Registriert seit: 23.01.2012
Hardwarehausen
Kapitänleutnant
Beiträge: 1603
Nicht meine Preisklasse...

Jedenfalls nicht jetzt.

Was ich kacke finde am Case:
-Die Platzierung der USB Anschlüsse (kann nicht mal einer nach vorne gucken?)
-Die Tür (mag ich an keinen Case)
-Kein 3,5 Zoll Schacht (Ich klatsch mir keinen Cardreader in nen 5,25 Zoll Schacht und nicht jeder braucht nur SD)

P.S.
Ist der SD Schacht über USB 3 oder 2 angebunden?
#25
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Registriert seit: 20.03.2007

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1324
Schade, dass es so teuer ist. Auf diese Weise verliert es klar gegen das Switch 810, zumindest in meinen Augen. Design sagt mir allerdings zu. Wenn es im Preis noch fällt, wäre es eine Überlegung wert, immerhin sind die Bitfenix Spectre doch recht leise Lüfter, die man einsetzen könnte :P
#26
Registriert seit: 31.12.2006
Oldenburg
Hauptgefreiter
Beiträge: 173
Zitat Redphil;19597785
Messung der Festplattenentkopplung scheint mir nicht praktikabel (ich kenne auch keine Seite, die das praktiziert - lasse mich aber gerne eines Besseren belehren)

Eine richtige Messung hab ich zwar auf keiner anderen Seite gesehen, aber bei Tom's Hardware heißt es, dass die Entkopplung nicht wirksam ist. Überhaupt sind da recht viele Punkte recht kritischer betrachtet. Aber es ist halt immer gut, mehrere Meinungen zu lesen. ;) Wenn nichts erwähnt wird, außer, dass es eine Entkopplung gibt, nehme ich als Leser zumindest erst Mal an, dass es auch etwas bringt.

Die Beleuchtungen finde ich richtig klasse, auch wenn es sehr schade ist, dass das Fenster so klein ausgefallen ist. Da fällt die Entscheidung schon irgendwie schwer, ob ich lieber den Phantom 820 oder den Switch 810 nehme. Bei einigen Bereichen habe ich das Gefühl, dass sich das schon etwas verschlechtert hat. Bei dem Preis mache ich mir jedoch eher wenig Hoffnungen, dass der noch sinkt. Der Switch 810 ist auch knapp ein halbes Jahr nach dem Erscheinungstermin gerade mal 5 Euro unter der UVP angelangt (bei Caseking ist der Preis gleich mit der UVP).
#27
Registriert seit: 27.02.2012

Bootsmann
Beiträge: 626
Was mich sehr interessieren würde, ob ein 3x140 Radiator verbaut werden kann. Auf der Homepage und im Internet heißt es, dass ein 2x140 oder 3x120 Radiator verbaut werden kann doch theoretisch (wenn ich mri dei Bilder so anschaue)ist doch da auch Platz für ein 3x140 Radiator, oder nicht? Für die Befestigung hat man die 8 Schrauben , doch wenn man oben kein Laufwerk oder ähnliches verbaut, dann kann der 3x140 da doch "weiter verlaufen", sind ja nur 6cm mehr als ein 3x120.

Würde mich sehr freuen wenn das jemand schon mal ausgetestet hat oder irgendwo beweise dafür findet
#28
Registriert seit: 27.02.2012

Bootsmann
Beiträge: 626
niemand weiß da was? Ich versuchs mal beim Support

na ganz großes Tennis, support antwortet nicht.
#29
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Registriert seit: 09.01.2012

Justice for the 96!
Beiträge: 1916
Ich weiß: Leichenschänderei.
Aber was wichtiges zum Case - ich kann jedem hier von nur abraten der auf Silent steht und vor hat ein 240/360mm Radiator im Top zu installieren - dazu zählt natürlich auch 'ne Corsair H100/i
Es gibt im oberen eine Strebe, die den Bereich zwischen zwei 140mm-Lüftern trennt.

Hab dafür mal 'n Vergleichsvideo gemacht mit zwei Nf-F12s und 'ner Corsair H100i. Leider auf Englisch, weil ursprünglich für das OC3D forum gedacht, aber man versteht mich.
Hier der Link:
Phantom 820 - Topbar sound test - nf - f12's @ 50% - YouTube

Vielleicht wird das ja auch noch mal im Test erwähnt, weil hätte ich von der Strebe im vornherein gewusst (ja ist auf Bildern und ich hätte es sehen können - aber das es so einen Unterschied macht hätte ich nie gedacht)
#30
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Registriert seit: 06.04.2013
9900
Bootsmann
Beiträge: 764
das sieht wirklich gut aus und passt vom preis.

denn bei Obsidian um 349euro , hab ich mir die frage gestellt was daran so besonders ist
denn für 280+ bekomm ich schon ein Gehäuse nach meinem wunsch bei einem schlosser.
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