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Test: SilverStone Grandia GD06 - sicherer Hort für den HTPC?

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Seite 1: Test: SilverStone Grandia GD06 - sicherer Hort für den HTPC?

Scythe_Gekko_logoSilverStone bietet HTPC-Gehäuse gleich in mehreren Serien an. Die Grandia-Serie umfasst dabei "Mainstream HTPC-Gehäuse", soll also mit funktionalen Produkten zu einem moderaten Preis aufwarten. SilverStone hat diese Serie kürzlich mit dem Grandia GD06 um ein weiteres Modell ausgebaut, das sich bei uns im Test beweisen soll. Das µATX-Gehäuse kann zeitgemäße Ausstattungsmerkmale wie USB 3.0, eine beachtliche Lüfterausstattung und Hot-Swap-Festplatteneinschübe vorweisen. Besonders auffällig ist die abschließbare Aluminiumfront, die die leicht entnehmbaren Festplatten vor unerlaubtem Zugriff bewahren soll.   

HTPCs sind für anspruchsvolle Nutzer die ideale Multimedia-Zentrale im Wohnzimmer. Allerdings ist Planung und Zusammenbau eines meist sehr kompakten HTPCs eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe. Als Orientierung hatten wir deshalb im Rahmen der drei [printed]-Ausgaben 04/2010, 05/2010 und 01/2011 ein umfangreiches Special zu diesem Thema. Beim Gehäuse griffen wir dafür auf ein Thermaltake Luxa2 LM300 Touch Pro zurück bzw. haben alternativ das SilverStone Crown CW02 empfohlen. Mit Preisen von 520 bzw. 310 Euro sind beide Gehäuse absolute Luxus-Optionen. Parallel testeten wir jedoch auch drei günstigere HTPC-Gehäuse im Bereich von 80 bis 165 Euro. Bei diesen Testkandidaten mussten zwar Abstriche gegenüber den Luxus-Modellen hingenommen werden (z.B. fehlende Displays oder ungewöhnliche Abmaße), prinzipiell wurde jedoch deutlich, dass bei einer gewisser Kompromissbereitschaft auch ein günstigeres Gehäuse eine geeignete Heimstätte für den HTPC sein kann. Aus der Preis/Leistungs-Perspektive sagte uns besonders das rund 75 Euro teure SilverStone GD05 aus der Grandia-Serie zu, dem wir auch den entsprechenden Award verleihen konnten.

Mit dem Grandia GD06 hat SilverStone diese HTPC-Gehäuseserie in der Zwischenzeit weiter ausgebaut. Der Innenaufbau dieses neuen Modells basiert auf den 2009 erschienenen Modellen Grandia GD04 und Grandia GD05. SilverStone hat jedoch vor allem im Bereich der Front vieles verändert. So wurden zwei Festplattenplätze als Hot-Swap-Einschübe ausgeführt, mit USB 3.0 hielt der aktuelle Standard Einzug und eine abschließbare Frontplatte sorgt für eine völlig neue Optik. Gegenüber dem Grandia GD05 fällt der Preis des GD06 mit rund 112 Euro zwar deutlich höher aus, dafür ist die Ausstattung aber auch zeitgemäßer.

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Im Lieferumfang gibt es einige auffällige Beigaben. So stechen die beiden Schlüssel ins Auge, die zum Frontklappenschloss gehören. Auch die beiliegenden Adapter sind ungewöhnlich. Der eine ermöglicht den Anschluss der beiden USB 3.0-Ports an einem herkömmlichen USB 2.0-Header (natürlich mit entsprechend verringerter Geschwindigkeit). Der andere ermöglicht es, alle drei vormontierten Lüfter an einem Molexstecker anzuschließen. SilverStone liefert weiterhin Montagematerial, selbstklebende Gummielemente zur Lagerung des Netzteils, eine Handvoll Kabelbinder und eine illustrierte, mehrsprachige Anleitung mit. Anders als bei den meisten regulären Midi- oder Big-Towern kann ein Blick ins Manual übrigens hilfreich sein. Aufgrund der kompakten Maße ist die Montage des Systems im Gehäuse doch etwas aufwendiger.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: SilverStone Grandia GD06
Bezeichnung: SilverStone Grandia GD06
Material: Stahl (0,8 mm SECC), Kunststoff, Aluminium
Maße: 440 (B) x 150 (H) x 340 mm (T) 
Formfaktor: Micro ATX, Mini-DTX, Mini-ITX
Laufwerke: 1 x 5,25 Zoll (extern); 3 x 3,5 Zoll (intern) und 1 x 2,5 Zoll (intern) oder 2 x 3,5 Zoll (intern) und 2 x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 2 x 120 mm (rechte Seite),  1 x 120 mm (linke Seite), 2 x 80 mm (Rückseite, optional)
Gewicht: ca. 5,6 kg
Preis: rund 112 Euro