> > > > Test: SilverStone Grandia GD06 - sicherer Hort für den HTPC?

Test: SilverStone Grandia GD06 - sicherer Hort für den HTPC? - Fazit

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 6: Fazit

SilverStone hat sich bei der Konzeption des Innenraums für das Grandia GD06 auf keine Experimente eingelassen und auf das bewährte Grundgerüst des Grandia GD04 und GD05 zurückgegriffen. Prinzipiell ist diese Entscheidung zu begrüßen. Auf µATX-Basis lassen sich im GD06 leistungsfähige Systeme unterbringen, selbst für längere Grafikkarten ist genug Platz. Bei der Aufnahme von Laufwerken zeigt sich das Gehäuse flexibel - so lassen sich auch SSDs montieren. Die Kühlleistung ist prinzipiell vollkommen ausreichend. Abstriche sind bei der Bauhöhe des CPU-Kühlers und bei der Netzteillänge zu machen. Vor Anschaffung der entsprechenden Komponenten sollte genau geprüft werden, ob sie wirklich Platz im Gehäuse finden.

Die Installation der Hardware ist in diesem HTPC-Gehäuse zeitaufwändiger als in herkömmlichen Tower-Gehäusen. Da Hardwarewechsel im HTPC jedoch in der Regel eher selten sind, stellt das kein wirkliches Problem dar. Kritisch müssen wir hingegen die verbauten Lüfter bewerten - ungeregelt sind die drei 120-mm-Modelle deutlich zu laut. Kaufinteressenten sollten also eine Lüftersteuerung oder einen Satz Silent-Lüfter einplanen.

Punkten kann das Grandia GD06 vor allem bei den neu dazugekommenen Ausstattungsmerkmalen. Die Hot-Swap-Einschübe sind komfortabel gelöst und ermöglichen den blitzschnellen Wechsel der Festplatten. Die beiden USB 3.0-Anschlüsse lassen sich bereits an den neuen internen Header anbinden, es müssen also keine Kabel zur I/O-Blende geführt werden. Allerdings setzt das ein neues Mainboard voraus, das den USB 3.0-Header bietet - sonst bleibt nur der Rückgriff auf den USB 2.0-Adapter. Die neue Aluminiumfrontplatte sorgt für ein dezentes Erscheinungsbild des Gehäuses und kann unerlaubten Zugriff auf die Hot-Swap-Einschübe erschweren. Unter Umständen kann sie jedoch auch störend sein, wird doch der Zugang zu Reset-Schalter, I/O-Panel und 5,25-Zoll-Laufwerkseinschub erschwert. Wer auf die neuen Ausstattungsmerkmale verzichten kann, ist übrigens weiterhin gut mit den Vorgängermodellen Grandia GD04 und GD05 beraten. Diese Modelle bieten eine sehr ähnliche Innenraumgestaltung zu einem günstigeren Preis.

SilverStone kann mit dem Grandia GD06 ein aktualisiertes HTPC-Gehäuse zu einem angemessenen Preis anbieten. Die Ausstattung ist für den HTPC-Bereich überzeugend, gerade die beiden gut gelösten Hot-Swap-Einschübe stechen hervor. In dieser Hinsicht setzt sich das GD06 auch von Lian Lis neuem PC-C50 ab - einem ansonsten ähnlich konzeptionierten HTPC-Gehäuse für µATX-Systeme, dessen Test bald folgen wird. In Kombination mit dem Preis von rund 112 Euro steht damit einem Preis-Leistungs-Award nichts entgegen.

Positive Aspekte des SilverStone Grandia GD06:
  • genug Platz, um selbst leistungsfähige Spiele-Systeme unterzubringen
  • für ein HTPC-Gehäuse gute Kühloptionen, ausreichende Kühlleistung
  • zwei Hot-Swap-Einschübe (3,5 Zoll)
  • USB 3.0 mit Anschluss an internem Header
  • verschließbare Frontklappe (kann jedoch auch störend empfunden werden)
Negative Aspekte des SilverStone Grandia GD06:
  • Lüfter ungeregelt zu laut
  • aufwändige Hardwareinstallation
  • Festplattenkäfig und Netzteilkabel blockieren Luftstrom des linken Seitenteillüfters

Weiterführende Links: