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AVM sieht Hybrid-Anschlüsse nicht als Zukunft des Breitbandnetzes

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avmErst kürzlich startete die Bundesregierung eine erneute Initiative zum beschleunigten Ausbau von Breitbandverbindungen. Im globalen Vergleich der Internetverbindungen/-geschwindigkeiten liegt Deutschland auch nur auf Platz 22. „Bis zum Jahr 2018 soll es in Deutschland eine flächendeckende Grundversorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde geben“, so das erklärte Ziel der Bundesregierung. Zum jetzigen Zeitpunkt liege die durchschnittliche Geschwindigkeit laut Akamai lediglich bei 11,5 Megabit pro Sekunde.

Die Geschwindigkeit des Internetanschlusses ist der eine Punkt, der Betrieb des richtigen Routers am Anschluss der zweite. Während es in vielen Ländern kaum einen Markt für Dritthersteller-Hardware gibt, ist AVM aus Deutschland hierzulande auch ebenso stark beim Angebot der dazugehörigen Hardware. Unterstützt wird dieser Trend durch das Wegfallen des Routerzwangs im August. Doch wie gesagt, von einem flächendeckenden Netz an schnellen Breitbandanschlüssen sind wir noch weit entfernt – von Glasfaseranschlüssen mit 1 GBit/s gar nicht zu sprechen. AVM ist auf die wenigen bestehenden und geplanten Angebote aber zumindest schon einmal vorbereitet und will auf der FTTH Conference in Luxembourg die FRITZ!Box 5490 ausstellen.

Keine FRITZ!Box zu Hybrid-Anschlüssen geplant

Wo aktuelle DSL-Anschlüsse mit und ohne Vectoring noch das Limit sind und keine schnelleren Anschlüsse angeboten werden, will die Deutsche Telekom mit einem Hybrid-Tarif aus DSL- und LTE-Verbindung diese Lücke füllen. Dieses Angebot kann aber nur mit Speedport Hybrid genutzt werden. Der Kunde hat derzeit also nicht die Wahl einen eigenen Router einzusetzen. Dieser ist mit 10 Euro im Monat als Miete oder einem Kaufpreis von 399 Euro auch nicht wirklich günstig.

Daher setzten viele (potenzielle) Kunden von MagentaZuhause Hybrid große Hoffnungen auf AVM relativ zeitnah eine entsprechende Hardware anbieten zu können. Doch daraus wird wohl vorerst nichts. Laut AVM sehe man "Hybrid nicht als Zukunft des Breitbandnetzes". Man beobachte den Markt aber genau und "sollte es dort eine Veränderung geben, werden wir unsere Position gegebenenfalls anpassen".

Die Deutsche Telekom arbeitet für die Hardware und Umsetzung von MagentaZuhause Hybrid mit Huawei zusammen. Das verwendete Protokoll ist dabei recht offen gestaltet und auch gut dokumentiert. Einer Implementation seitens AVM stünde also nichts entgegen – zumindest soweit wir dies einschätzen können. Die Intel-Tochter Lantiq und Ericsson arbeiten ebenfalls an einem solchen System und wollen auf Basis des Multipath Transmission Control Protocols (MPTCP) eine Umsetzung für Internetanbieter zur Verfügung stellen.

Der zukünftige Ausbau des Netzes wird zeigen müssen, ob sich der Ausbau des Hybrid-Angebotes der Deutschen Telekom lohnen wird und auch andere Anbieter auf ein solches Angebot aufspringen werden. AVM will den Markt genau beobachten und sicherlich werden dies auch die potenziellen Kunden für eine Hybrid-FRITZ!Box tun. Die Kommentare in unseren Newsmitteilungen zeigen immer wieder, dass es durchaus Interesse an einem solchen Produkt gibt. Im Übrigen ist derzeit unklar, wie sich der Wegfall des Routerzwangs auf solche Angebote auswirkt, denn echte Alternativen hat der Kunde in diesem Bereich aktuell nicht.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 21.05.2014
Freiburg, Baden-Württemberg
Bootsmann
Beiträge: 754
Ach verdammt.....
#2
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Registriert seit: 04.07.2007
Odelzhausen
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 432
Schade. Ich komme aktuell nur dank Hybrid an 20 MBit ran, ohne Hybrid nur 6 Mbit. Hätte mich schon auf eine Fritz Box Hybrid gefreut.
#3
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Registriert seit: 22.05.2010
Potsdam
Bootsmann
Beiträge: 512
Bei mir ebenso. Dieser Speedport Hybrid ist echt das allerletzte an Funktionen... Keine IP Adressvergabe für bestimmte geräte im Router. Dann hätte ich gerne auch eine DynDns möglichkeit für den DSL Zugang, habe nämlich Geräte die nur diesen benutzen sollen
#4
Registriert seit: 05.12.2010

Korvettenkapitän
Beiträge: 2409
Für was braucht man Hybrid-Router? Wir haben einen IP-Anschluss und eine Fritzbox. Mehr weiß ich nicht.
#5
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Registriert seit: 07.09.2004
Hamburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1511
Ohne Hybrid: 16 MBit/s, mit Hybrid 50 MBit/s. Also ich wäre einer der ersten FritzBox-Hybrid Kunden.
#6
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Registriert seit: 15.02.2008

Gefreiter
Beiträge: 45
Irgendwo liegt AVM ja richtig, Telekom nutzt Hybrid anstatt in bestimmten Regionen DSL auszubauen, wahrscheinlich weil es billiger ist. Gleichzeitig stellen sie damit auch Kunden zufrieden, die so wie ich, mit einer 6000er Leitung oder weniger rumdümpeln müssen.
Bei dieser Betrachtungsweise wäre AVMs vorgehen verständlich, also ein derartiges Vorgehen nicht noch zu unterstützen. Wobei AVM wohl eher davon ausgeht, das Hybrid bei fortschreitendem Ausbau von DSL eine Randerscheinung bleiben wird.
Unter Berücksichtigung des Breitbandausbaus, wage ich das zu bezweifeln.
#7
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Halle/Saale
Stabsgefreiter
Beiträge: 284
DSL 4 Mbit-> mit hybrid 100MBit und keine alternative...so langsam habe ich durch die miete schon den router bezahlt...dachte mieten und auf den router von avm warten wäre eine gute Entscheidung...
#8
Registriert seit: 09.09.2016

Matrose
Beiträge: 1
AVM lässt Telekom Hybrid Kunden im Regen stehen, leider...

Auf absehbare Zeit keine FritzBox für Telekom Hybrid Kunden, schade schade...

Find ich extrem schade, hatte auf einen Router von AVM gewartet (habe Jahre lang AVM Router verwendet) und den Speerport Hybrid deshalb nur gemietet, wie wohl viele andere auch. Leider sind die Möglichkeiten des Speerport Hybrid sehr eingeschränkt und gerade die wichtigen Funktionen der FritzBox stehen hinter den Speerport der Telekom geschaltet nicht zur Verfügung. Bitte AVM überlegt euch das noch mal und sei es nur als Service an zahlreichen bisherigen und auch zukünftigen Kunden. Es mag zwar sein, dass Hybrid Anschlüsse nicht die Zukunft der Breitbandnetzes darstellen aber für eine sehr grosse Zahl von potentiellen Kunden sind diese Anschlüsse jetzt und wahrscheinlich für eine ganze Zeit die Gegenwart und in der leben nun mal die Leute, nicht in der Zukunft, jedenfalls nicht in der fernen Zukunft. Die Protokolle sind dokumentiert, es sollte für AVM leicht möglich sein eines Ihrer Geräte dahingehend zu modifizieren, dass es auch in einer Variante für Hybrid angeboten werden kann. Selbst wenn dies nur ein vergleichsweise kleines Marktsegment ist, kann man so neue Kunden gewinnen oder eben auch verlieren. Für mich ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar...

...und gehört dringend revidiert...
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