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Routerzwang: Ab August haben Nutzer die freie Wahl

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glasfaserWährend die Bundesregierung beim Ausbau des Breitbandnetzes kaum vom Fleck kommt und darüber diskutiert, ob die Verlegung von Glasfaser beim Bau von Straßen Pflicht werden soll, tut sich zumindest am wortwörtlich anderen Ende der Leitung etwas. Denn ab dem 1. August haben Festnetzkunden die freie Wahl bezüglich der Endgeräte. An diesem Tag endet die sechsmonatige Übergangsfrist, die die Politik den Providern zugestanden hat. Spätesten dann müssen diese ihren Kunden die benötigen Zugangsdaten zur Verfügung stellen und dafür Sorge tragen, dass jedes technisch kompatible Gerät grundsätzlich am Anschluss betrieben werden kann.

Während Kunden der Deutschen Telekom sowie einiger anderer Anbieter davon nicht betroffen sind, da diese die Informationen mit Vertragsabschluss erhalten, muss bei einigen anderen Unternehmen spätestens jetzt das Umdenken einsetzen. Nicht nur, dass man sicherstellen muss, dass die Bestandskunden bis dahin ihre Daten erhalten, auch wirtschaftlich könnte sich beim ein oder anderen Anbieter etwas ändern. Denn waren Kunden bislang verpflichtet, spezielle Endgeräte gegen eine einmalige oder monatliche Gebühr abzunehmen, können diese sich nun anderweitig umschauen. Dadurch dürften Einnahmen in nennenswerte Höhe wegfallen.

Mit diesem Argument wollten die Anbieter das Gesetz aber nicht verhindern. Stattdessen verwiesen sie bis zuletzt auf mögliche Probleme im Zusammenspiel mit frei gewählten Endgeräten sowie steigenden Kosten für die Kundenbetreuung. Dabei übten Verbände auch auf den Bundesrat Druck aus, der entsprechend Änderungen am Gesetz verlangte, diese aber mangels Mitspracherecht aber nicht einbringen konnte.

Allerdings enthält das „Gesetz zur Auswahl und zum Anschluss von Telekommunikationsendgeräten“ unter Umständen eine Lücke. Denn die Rede ist lediglich von den entsprechenden Zugangsdaten, unter anderem Nutzer eines Hybrid-Anschlusses der Deutschen Telekom stünden, falls ein alternativer Router auf den Markt kommt, noch vor einem ganz anderen Problem. Denn die für den Betrieb notwendige SIM-Karte kann im vollen Umfang lediglich im Hybrid-Modell der Bonner genutzt werden.

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Kommentare (8)

#1
Registriert seit: 17.04.2005

Korvettenkapitän
Beiträge: 2339
Öhhhm kann die Fritz!box 7490 kein Hybrid? Oder wofür hat die dann den SIM-Slot?
#2
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1433
Ach, das mit der Kundenbetreuung bekommen die doch auch geregelt.
Dann kommt in die AGB einfach der Zusatz rein, dass man lediglich dann technischen Service biete, wenn ein entsprechend beim Provider gekauter/gemieteter Router zum Einsatz kommt. Fertig ist der Lack.
#3
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Registriert seit: 04.02.2005
Vlbg - Österreich
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 411
Router oder Modem? Geht doch eigentlich eher um das Modem - ja ich weiss, es ist eigentlich Haarspalterei da es ein Modem mit Routerfunktion oder ein Router mit Modemfunktion ist - jenachdem wie man es sehen will. Ich weiss zwar nicht wie das in .de ist aber in .at konnte man immer schon den/das Router/Modem auf Singleuse sprich auf reine Modemfunktion umflashen und dahinter dann seinen eigenen Router anschliessen...
#4
Registriert seit: 01.12.2014

Matrose
Beiträge: 25
Fällt für den ISP der Support nicht fast ganz weg. Wenn der Übergabe Punkt doch jetzt bei der TAE liegt muss doch nur bis dort hin die Funktion sichergestellt werden. Heißt wenn der Nutzer einen unpassenden oder fehlerhaft konfigurieren Router nutzt dann ist das jetzt nicht mehr das Problem des ISP. Das man weithin Option Router mit verkauft und auch Service dafür anbietet ist letztendlich ein lohnender Service da viele gar nicht wissen wie sie so ein Gerät selbst einrichten oder was sie beim Kauf zu bestechen haben.

Bzgl. Der Hybrid Router gibt es aber diverse 4G+VDSL oder Modulare Lösungen von Cisco oder lancom etc.
#5
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
ich hatte gestern den fall, dass bei unitymedia das Internet und alles nicht ging. der router hat nur noch blöd geblinkt.

nun könnten die ja sagen dass ich selbst schuld bin wenn ich einen anderen router habe als sie stellen.

hier war es aber so, dass die dose in der wand defekt war. wenn die sich sträuben Support zu geben wenn man keinen von ihren Routern verwendet, würde ich nun kein Internet mehr haben und bekommen.
#6
Registriert seit: 09.12.2006
NRW
Flottillenadmiral
Beiträge: 5015
Zitat |ToBIaS|;24281650
Öhhhm kann die Fritz!box 7490 kein Hybrid? Oder wofür hat die dann den SIM-Slot?


Seit wann hat die FritzBox 7490 einen SIM-Slot?? :hmm:
#7
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9445
Zitat knabowski;24285724
ich hatte gestern den fall, dass bei unitymedia das Internet und alles nicht ging. der router hat nur noch blöd geblinkt.

nun könnten die ja sagen dass ich selbst schuld bin wenn ich einen anderen router habe als sie stellen.

hier war es aber so, dass die Dose in der wand defekt war. wenn die sich sträuben Support zu geben wenn man keinen von ihren Routern verwendet, würde ich nun kein Internet mehr haben und bekommen.

Denke man wird weiterhin zumindest günstige Router beim Vertragsabschluss bekommen.
Also wenn du solch einen Fall hast, einfach mit dem originalen Router testen ob es dein Endgerät ist oder die Dose bzw. Leitung.
#8
customavatars/avatar76168_1.gif
Registriert seit: 03.11.2007
Ostfriesland :)
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 498
Zitat |ToBIaS|;24281650
Öhhhm kann die Fritz!box 7490 kein Hybrid? Oder wofür hat die dann den SIM-Slot?

Die 7490 kann kein Hybrid. Man kann (wie bei anderen Modellen auch) aber einen UMTS-Stick anstecken, so lange die Leitung noch nicht geschaltet wurde oder quasi als zweite Option, wenn sie mal ausfallen sollte.
Bei Hybrid dagegen werden LTE und xDSL-Leitung gebündelt und gleichzeitig genutzt (wenn nötig).
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