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Schenker Technologies XMG C404 und C504 im Doppeltest

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Seite 1: Schenker Technologies XMG C404 und C504 im Doppeltest

schenker c404 kleinSchenker Technologies, diesen Namen verbinden die meisten mit leistungsstarken Gaming-Notebooks, verpackt in Gehäuse von Clevo oder MSI. Nun geht Schenker mit seiner aktuellen C-Serie erstmals einen neuen Weg – und das gleich in doppelter Hinsicht. So werden nicht nur stillschweigend Barebones von Drittanbietern verbaut, sondern der Partner Gigabyte im Rahmen einer Kooperation mit ins Boot geholt und mit einem Logo auf dem Display-Rahmen bedacht. Viel interessanter ist aber der Grund für die neue Kooperation: Schenker möchte auch im Gaming-Markt das Lifestyle-Segment besser ansprechen – ein Trend, der aktuell bei vielen Marken zu erkennen ist.

 

Toshiba P50t mit 4K-Display
Das XMG C404 basiert auf dem Gigabyte P34G v2.

Los geht es mit zwei Modellen „powered by Gigabyte" - dem 14-Zoll-Model XMG C404 und dem 15-Zoll-Bruder C504. Wie auch bei den bisherigen Geräten kann Schenker die Barebones nicht allein nutzen, sodass es Gigabyte-eigene Komplementär-Geräte gibt. Beim C404 handelt es sich dabei um das Gigabyte P34G v2, das wir erst vor kurzem im Test hatten, beim C504 wird folglich das Gigabyte P35G v2 als Grundlage dienen. Schenker-typisch können die Komponenten frei konfiguriert werden, allerdings in einem deutlich geringeren Umfang, als man es sonst von den Leipzigern gewöhnt ist. Beim 14-Zöller stehen CPU und GPU fest, beim 15-Zöller steht zumindest ein zweites GPU-Modell zur Verfügung. Deutlich flexibler geht es da beim Massenspeicher und der RAM-Bestückung zu.

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Das XMG C504 basiert auf dem Gigabyte P35G v2.

Preislich liegen die Geräte mit je 1.269 Euro gleich auf. Da bei diesem Preis aber jeweils lediglich 4 GB Arbeitsspeicher verbaut werden und das Betriebssystem fehlt, sollte lieber ein etwas höheres Budget eingeplant werden.

Da uns zum Start direkt beide Geräte vorlagen, wollen wir die Geschwister in einem Doppeltest vorstellen.

Schlank, schick, hochwertig

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Neulinge im Schenker-Portfolio deutlich. Das liegt aber vornehmlich an der Farbe, denn während der 14-Zöller einen schwarzen Deckel mit einem Top-Case in Silber besitzt, kommt der 15-Zöller gänzlich in Schwarz daher. Davon einmal abgesehen unterscheiden sich die Geräte hinsichtlich der Formensprache nicht. Die kann als unauffällig bzw. dezent beschrieben werden, wirkt aber deutlich moderner als die klassischen „Clevo-Backsteine". Als einzigen dezenten Eyecatcher gibt es ein XMG-Logo auf dem Deckel, das schwarz auf schwarz aufgetragen wurde

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Schenker setzt bei beiden Geräten auf ein hochwertiges Gehäuse aus Aluminium.

Beide Notebooks warten mit einem rund 21 mm flachen Gehäuse auf, durch die größere Diagonale wirkt der C504 aber subjektiv etwas flacher. Die Geräte erfüllen damit in dieser Disziplin aber sogar die strengen Ultrabook-Richtlinien. Größere Unterschiede gibt es hingegen beim Gewicht. Während es der 14-Zöller auf sportliche 1,7 kg bringt und damit auch in dieser Hinsicht ein Ultrabook sein könnte, bringt es das C504 auf rund 2,1 kg – auch dieser Wert geht aber noch voll und ganz in Ordnung.

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Beide Geräte bieten eine zeitgemäße Anschlussausstattung

Qualitativ gibt es bei beiden Geräten nicht viel zu beanstanden. Das eingesetzte Aluminium hinterlässt einen hochwertigen Eindruck und sorgt dafür, dass die beiden C-Modelle in dieser Disziplin ohne größere Probleme an den schnellen P-Modellen (die auf Clevo-Barebones basieren) vorbeiziehen. Die Spaltmaße fielen bei unseren Testmustern sehr gleichmäßig aus, die Übergänge zwischen den verschiedenen Gehäuseteilen sind kaum merklich. Etwas verwindungssteifer könnte für unseren Geschmack das Display sein, das ist aber schon Meckern auf einem hohen Niveau. Deutlich störender ist es da schon, dass der Alu-Deckel Fingerabdrücke deutlich darstellt, sodass ein Putztuch immer in der Nähe sein sollte. An dieser Stelle wäre eine etwas hochwertigere Beschichtung wünschenswert gewesen.

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Der 15-Zöller bietet zusätzlich einen Display-Port.

Beide Modelle haben eine ähnliche Anschlussausstattung, die sich auf der Höhe der Zeit befindet. So gibt es jeweils vier USB-Schnittstellen, die sich zu gleichen Teilen auf die Seiten aufteilen. Zwei der Buchsen besitzen den 2.0-Standard, die anderen beiden die aktuelle 3.0-Ausführung. Ebenfalls beiden Geräten gemein ist der RJ45-Port der natürlich Gigabit-LAN bereitstellt. Größere Unterschiede gibt es hingegen, wenn ein Monitor eingebunden werden soll. Das XMG C404 kann hier HDMI und VGA vorweisen, was für die meisten Nutzer aber ausreichend sein sollte. Umfangreicher sieht da schon die Ausstattung beim C504 aus, denn hier wird zusätzlich ein Mini-Displayport geboten. Unterschiede gibt es darüber hinaus in der Audio-Sektion, denn während sich Interessenten der 14-Zoll-Version mit nur einer 3,5-mm-Buchse begnügen müssen, bietet das 15-Zoll-Modell zumindest das klassische Duo aus Ein- und Ausgang.

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Die Tastaturen können grundsätzlich überzeugen.

Im Grunde genommen gleichen sich die Eingabegeräte, Unterschiede gibt es nur bedingt durch die Barebone-Größe. Vereinfacht ausgedrückt: Beide Tastaturen lassen sich gleich tippen, aufgrund der größeren Diagonale besitzt das C504 aber noch einen zusätzlichen Nummernblock. Entsprechend kommt dem aktuellen Standard folgend jeweils ein Chiclet-Keyboard mit 15x15 mm großen Tasten und 4 mm Tastenabstand zum Einsatz. Die Tastaturen lassen sich entsprechend gut tippen, allerdings würden wir uns einen etwas präziseren Druckpunkt wünschen. Der Hub hingegen kann auf der ganzen Linie überzeugen. Gleiches gilt auch für das Tastaturlayout. Während Clevo und MSI bei den letzten Modellgenerationen teils mit chaotischen Layouts auftraten, orientiert sich Gigabyte größtenteils am aktuellen Standard. Entsprechend schnell gelingt die Umgewöhnung. Wer viel mit Office-Anwendungen arbeitet, wird die zusätzlichen Tasten des 15-Zöllers schnell schätzen lernen.

Das Touchpad fällt ist bei beiden Geräten ordentlich dimensioniert, fällt aber beim 15-Zöller noch etwas größer aus. Keine Probleme gab es hinsichtlich der Präzision, allerdings verweigerten beide Touchpads die Multi-Touch-Erkennung.

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Es kommt eine Tastatur im Standard-Layout zum Einsatz.