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MSI GS60 3K-Edition im Test

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Seite 1: MSI GS60 3K-Edition im Test

msi gs60 teaser kleinMSI kombiniert beim GS60 ein flaches Gehäuse mit einem hochauflösenden 3K-Display und einer GeForce GTX 870M. Das klingt nach einem beinahe idealen Gaming-Notebook, führt aber auch zu der Frage, ob mobile Hardware wirklich dazu geeignet ist, hochauflösende Displays mit ansprechenden Frameraten zu befeuern – wir liefern die Antwort.

Wird nach den aktuellen Trends im mobilen Computing gefragt, stehen zwei Themen ohne Frage ganz oben auf der Liste: Miniaturisierung und höhere Auflösungen. Gerade Ultrabooks nehmen hier eine Vorreiterrolle ein, die Gaming-Klasse hängt noch ein wenig hinterher. Während es immer häufiger Gaming-Geräte im Ultrabook-Format gibt, blieb die Display-Auflösung bei FullHD stehen. Mit dem MSI GS60 haben wir nun ein erstes Gaming-Gerät mit 3K-Display-Auflösung, einem flachen Gehäuse und einer sehenswerten Hardware-Ausstattung vorliegen. So wird ein Core i7-4700HQ mit einer GeForce GTX 870M sowie einem SSD-RAID kombiniert und noch dazu in ein 15-Zoll-Case gesteckt, dessen Abmaße auch die Ultrabook-Spezifikationen erfüllen. Das Highlight (und einer der Kostentreiber des GS60) ist aber das Display, denn das besitzt die 3K-Auflösung von 2880x1620 Bildpunkten, was zu einer gestochen scharfen Darstellung führt, aber die verbaute Hardware beim Spielen auch ordentlich belastet.

Dass ein solches Gerät nicht ganz günstig sein kann, sollte bis jetzt schon jeder Leser vermutet haben – das Preisschild von 2000 Euro tut da sein übriges. Wir haben es also mit Luxus-Technik in Reinform zu tun.

Ein geschrumpftes GS70

Direkt nach dem Auspacken wird klar, dass es MSI mit seiner Nomenklatur ernst meint. Das GS60 ist eine eingedampfte Form des bereits vielfach von uns getesteten GS70, das einzig eine etwas kantigere Top-Case-Formensprache besitzt und damit schon beinahe etwas an das auf der Computex angeteaserte GT72 erinnert. MSI hat aber nicht nur die Diagonale verkleinert, sondern in dem Rahmen auch das gesamte Case weiter geschrumpft. Mit einer Dicke von 20 mm und einem Gewicht von 2kg ist das GS60 im Grunde genommen als Ultrabook einzustufen, wenn auch als ein recht schweres. Damit tritt MSI in direkte Konkurrenz zu den (in Deutschland nicht verfügbaren) Blade-Modellen von Razer oder aber dem im Rahmen der Computex angekündigten GX500 von ASUS.

Medion X7611
Das Gehäuse ist schick und hochwertig

Wer ältere MSI-Modelle kennt, wird auch dem GS60 eine vergleichsweise schlichte Optik attestieren. Zwei „Abrisskanten" auf dem Deckel mussten zwar noch sein und auch das typische MSI-Gaming-Emblem passt nicht wirklich zur schlichten Erscheinung - alles in allem hinterlässt der 15-Zöller aber einen erstklassigen Eindruck. Gleiches gilt auch für die Verarbeitungsqualität des gänzlich aus Aluminium gefertigten Gehäuses. Das Case fühlt sich nicht nur angenehm hochwertig an, auch ungleichmäßige Spaltmaße sucht man vergebens – Fingerabdrücke sind aber auch hier schnell sichtbar. So bleibt als einziger Kritikpunkt der Deckel, der noch immer ein wenig flexibel ausfällt, im Großen und Ganzen aber ein Stück weit stabiler wirkt als beim großen Bruder.

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Die Anschlüsse liegen recht weit vorne auf den Seitenteilen.

Anschlusstechnisch bietet das GS60 ein ansprechendes Portfolio. Es werden insgesamt drei USB-Anschlüsse geboten, die allesamt über den 3.0-Standard verfügen. Zur Display-Ausgabe gibt es HDMI und einen DisplayPort, die zweite Buchse dieser Art, wie es sie noch beim GS70 gab, wurde wegrationalisiert – stören dürfte das aber nur die wenigsten. Erfreulich ist es, dass es MSI gelingt eine vollwertige RJ45-Buchse zu verbauen, die auch ohne Klappmechanismus auskommt. Nicht vollends überzeugen kann die Aufteilung der Buchsen, die allesamt recht weit vorne auf den Seitenteilen platziert wurden. Das liegt daran, dass MSI einen großen Teil des hinteren Gehäuse-Arials für das Kühlsystem reserviert hat.

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Gegenüber dem GS70 gibt es nur noch einen DisplayPort

Sichtbar macht sich das auch beim eigentlichen Layout des Top-Cases, denn hinter der Tastatur gibt es noch einen ungewöhnlich großen Freiraum bis zum Display. MSI typisch handelt es sich bei der Tastatur um eine Kooperation mit dem Gaming-Spezialisten Steelseries. Wie bereits in der Vergangenheit kann die Tastatur mit einem angenehmen Schreibgefühl überzeugen. Dank eines knackigen und klar definierten Druckpunkts der mit einem nicht allzu langen Hub kombiniert wird, entsteht ein angenehm direktes Handling. Auch für das Auge wird etwas geboten, denn MSI bietet eine 3-Zonen-Beleuchtung an – so sind den kreativen Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. Nicht minder überzeugend fällt das angenehm dimensionierte Touchpad aus, das mit guten Gleiteigenschaften und einer hohen Präzision überzeugen kann. Gamer werden zwar meist direkt zur Maus greifen, wer das GS60 aber auch mobil nutzen möchte (und das ist mit seinen Dimensionen durchaus möglich), wird den guten Mausersatz schnell schätzen lernen.

msi gs60 4
Die Tastatur lässt sich gut tippen.

 

 

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Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 05.12.2005
Hamburg
Bootsmann
Beiträge: 732
Von der Idee her ein interessantes Gerät.
Die Kombination aus Temperatur, Lautstärke und insbesondere Tastatur-Layout sind aber zu viel.
Mit dem Layout der Tastatur kann ich mich überhaupt nicht anfreunden.
#2
Registriert seit: 22.06.2014

Matrose
Beiträge: 7
"...dass die 3K-Auflösung doch etwas zu viel des Guten ist."
Das LG G3 ist ein Smartphone mit einer 2K-Auflösung, das performancetechnisch gesehen mit anderen Smartphones gleichauf ist(Laut Benchmarks, hatte das Smartphone noch nicht selbst in der Hand). Natürlich, PC-3D-Spiele sind DEUTLICH anspruchsvoller als Smartphone-3D-Spiele... Aber sollte es nicht, besonders aufgrund des deutlich größeren Platzes inzwischen möglich sein, ein 3K-Display in einem Laptop zu betreiben, wenn ein 2K-Display in einem Smartphone inzwischen anscheinend problemlos möglich ist (genau genommen ist es ja sogar ein mehr als 2 1/2K-Display, und dieser Laptop besitzt nicht einmal ein 3K-Display)?
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