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MSI GS60 3K-Edition im Test

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Seite 3: Display und Fazit

 

Augenschmaus in Reinform

msi gs60 15
Das Display ist ein echtes Highlight

Beim GS70 mussten wir noch kritisieren, dass trotz des Premium-Anspruchs lediglich ein TN-Panel genutzt wurde. Bei der 3K-Version des GS60 geht man nun ins andere Extrem und setzt direkt auf ein sehr hoch auflösendes Display mit der IPS-Technik. Aus rein gaming-technischer Sicht mag das aufgrund der höheren Leistungsanforderungen unpraktisch sein, davon einmal abgesehen garantieren die 2880x1620 Pixel aber einen Augenschmaus, wie man ihn im Gaming-Segment bislang noch nicht allzu oft gesehen hat. Die Darstellung ist gestochen scharf, einzelne Pixel sind nicht zu erkennen. Allerdings macht die native Auflösung im Windows-Betrieb nur wenig Freude, da die Darstellung deutlich zu klein ist. Da Windows 8.1 nun aber mehr Skalierungsmöglichkeiten bietet als der Vorgänger, steht dem HiDPI-Spaß nichts mehr im Wege.

bench display

Aber nicht nur die hohe Auflösung weiß auf der ganzen Linie zu überzeugen, auch die Farbdarstellung des 15-Zoll-Panels kann punkten. Farben wirken lebendig, aber zu keinem Zeitpunkt überzogen. Ebenso kann das GS60 IPS-typisch mit einer hohen Blickwinkelunabhängigkeit aufwarten. Sollten einmal mehrere Personen vor dem Notebook sitzen: kein Problem.

Abgerundet wird die gelungene Vorstellung von guten Messwerten. Die maximale Helligkeit liegt punktuell bei ordentlichen 321 cd/m2 und gemittelt über das Panel bei 302 cd/m2, da MSI aber auf ein Glare-Panel setzt, sollte es weniger auch nicht sein, um ohne größere Probleme außerhalb von vier Wänden arbeiten zu können – bei direkter Sonneneinstrahlung kann es aber auch so schon eng werden. Gut sieht es beim Kontrastverhältnis aus, das bei 1009:1 liegt.

Licht und Schatten

Selten hatten wir in der letzten Zeit ein Notebook auf dem Schreibtisch, bei dem Freud und Leid, Licht und Schatten so dicht beieinander liegen. MSI ist es mit dem GS60 gelungen durchaus den „habenwill"-Reflex auszulösen, dann muss aber die Vernunft wirklich großflächig ausgeblendet werden.

Warum ist das GS60 so begehrenswert? Das liegt zum einen an dem von MSI gewählten Formfaktor. Der 15,6-Zöller kann im Grunde genommen mit Ultrabooks konkurrieren und hat mit klobigen Gaming-Notebooks der Vergangenheit so gar nichts mehr gemein. Noch dazu gelingt es MSI ein ansprechend schlichtes und hochwertig verarbeitetes Design zu kreieren und auch im Bereich der Anschlüsse eine runde Sache abzuliefern. Zwar sitzen die Buchsen aufgrund der Kühlung alle recht weit vorne auf den Seitenteilen, hier kann aber durchaus einmal ein Auge zugedrückt werden.

Sehr gut gefallen hat uns auch die Steelseries-Tastatur, die sich hervorragend tippen lässt und dank einer Beleuchtung mit drei Zonen dem eigenen Geschmack angepasst werden kann. Leider geht das Tastaturlayout aber wieder einmal gründlich daneben, denn viele Tasten befinden sich nicht an ihrer üblichen Position, was die Umgewöhnungszeit nur unnötig verlängert. Dass es besser geht, zeigen viele Konkurrenten. Das Touchpad hingegen ist angenehm dimensioniert und besitzt gute Gleiteigenschaften sowie eine angenehme Präzision.

Großes traut sich MSI bei der verbauten Hardware zu und bestückt die 3K-Edition des GS60 durchweg mit High-End-Komponenten, wie sie sonst nur in deutlich größeren Geräten zum Einsatz kommen. Entsprechend überzeugend fällt die Leistung aus. Ist die Engine nicht allzu anspruchsvoll, kann durchaus in der extrem hohen nativen Auflösung gespielt werden, viel Puffer ist dann aber nicht vorhanden. Wer interpoliert spielt, kann darüber hinaus auch aktuelle und anspruchsvolle Titel ohne Ruckler genießen. Da zudem ein schnelles SSD-RAID und ein gewohnt schneller Core i7-Prozessor genutzt werden, gibt es im Alltag nicht die geringsten Einschränkungen.

Allerdings besitzt die leistungsstarke Hardware auch einen großen Nachteil, denn die Komponenten sind im Grunde genommen zu groß dimensioniert für das kleine Gehäuse. Die Kühlung arbeitet unter Last durchweg auf einem sehr hohen Geräuschniveau und hat die Temperaturen dennoch nicht im Griff. Gerade auf der Unterseite wird das Gehäuse deutlich zu warm und sollte dann keinesfalls auf den Oberschenkeln abgestellt werden.

Sehr gut gefallen hat uns das verbaute Display, denn es bietet dank der hohen Pixeldichte ein sehr scharfes Bild. Noch dazu kann auch die Farbdarstellung überzeugen, die IPS-typisch auf einem hohen Niveau liegt. Gleiches gilt auch für die Blickwinkelunabhängigkeit. Zu überzeugen wissen auch die Messwerte, auch wenn das Panel aufgrund der Glare-Oberfläche nicht dunkler sein sollte.

Alles in allem hat MSI mit der GS60 3K-Edition sehr vieles richtig gemacht, aber die Wichtigkeit der Kühlung unterschätzt, denn die erreichten Temperaturen zeigen, dass die Taiwaner schlussendlich einfach zu viel des Guten wollten und daran gescheitert sind.

Positive Aspekte des MSI GS60 3K Edition:

  • sehr flaches und hochwertiges Gehäuse
  • gutes Design
  • hohe Gaming-Leistung
  • tolles Display

Negative Aspekte des MSI GS60 3K Edition:

  • Wird deutlich zu heiß
  • sehr laut
  • katastrophales Tastatur-Layout
 

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Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 05.12.2005
Hamburg
Bootsmann
Beiträge: 732
Von der Idee her ein interessantes Gerät.
Die Kombination aus Temperatur, Lautstärke und insbesondere Tastatur-Layout sind aber zu viel.
Mit dem Layout der Tastatur kann ich mich überhaupt nicht anfreunden.
#2
Registriert seit: 22.06.2014

Matrose
Beiträge: 7
"...dass die 3K-Auflösung doch etwas zu viel des Guten ist."
Das LG G3 ist ein Smartphone mit einer 2K-Auflösung, das performancetechnisch gesehen mit anderen Smartphones gleichauf ist(Laut Benchmarks, hatte das Smartphone noch nicht selbst in der Hand). Natürlich, PC-3D-Spiele sind DEUTLICH anspruchsvoller als Smartphone-3D-Spiele... Aber sollte es nicht, besonders aufgrund des deutlich größeren Platzes inzwischen möglich sein, ein 3K-Display in einem Laptop zu betreiben, wenn ein 2K-Display in einem Smartphone inzwischen anscheinend problemlos möglich ist (genau genommen ist es ja sogar ein mehr als 2 1/2K-Display, und dieser Laptop besitzt nicht einmal ein 3K-Display)?
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