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Lenovo IdeaPad Yoga 2 Pro im Test

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Seite 1: Lenovo IdeaPad Yoga 2 Pro im Test

lenovo yoga 2 pro 13Gerade einmal zehn Monate ist es her, dass wir der ersten Yoga-Generation eine gute, aber nicht völlig fehlerfreie Leistung attestierten. Zu den größten Schwächen gehörten das niedrig auflösende Display sowie die langsame SSD. Mit der zweiten Yoga-Generation schickt Lenovo sich nun an, die Kritikpunkte auszumerzen. Beibehalten hat man die Fähigkeit, das Gerät im Handumdrehen in ein Tablet verwandeln zu können. Doch in vielen anderen Punkten geht man neue Wege.

Denn auch wenn zwischen beiden Generationen nicht einmal ein Jahr liegt, in vielen Punkten hat sich die Technik deutlich weiter entwickelt. Dazu gehört nicht nur Intels Sprung von „Ivy Bridge“ zu „Haswell“, sondern auch Fortschritte in Sachen Displays, SSDs und Funktechniken. Dennoch hat Lenovo nicht alles umgekrempelt, hier und da lassen sich mühelos altbekannte Details erkennen.

Dies gilt vor allem für das Gehäuse, bei dem sich kaum etwas verändert hat. Optisch ähneln sich beide Geräte, selbst die verfügbaren Farben - Silber und Orange - sind unverändert. Im geschlossenen Zustand wirkt das Yoga 2 Pro noch kompakter als sein Vorgänger, obwohl sich an Breite und Tiefe mit 333 x 225 mm nichts verändert hat. Allerdings fällt die neue Generation gut 1 mm flacher aus, mit 15,5 mm zählt es zu den dünnsten Vertretern seiner Art; das oft für Ultrabook-Vergleiche herangezogene MacBook Air bringt es an seiner dicksten Stelle auf 17 mm. Allerdings greift Lenovo auf einen optischen Trick zurück, der das Ultrabook dünner erscheinen lässt, als es tatsächlich ist. Denn im Profil wird der Eindruck erweckt, man habe auf eine klassische Keilform zurückgegriffen, erst bei näherem Hinsehen wird die Täuschung aber offensichtlich.

Ebenfalls kaschiert wird die Verwandlungsfähigkeit. Denn dass die Scharniere 360 Grad abdecken, ist ebenfalls erst bei näherer Betrachtung zu erkennen. Optisch hat Lenovo somit also vieles richtig gemacht, gerade das orangefarbene Modell wirkt sehr gelungen. Wer hingegen eher eine klassische Farbgebung bevorzugt, ist mit der Variante Silber sicherlich besser beraten.

Tolle Verarbeitung, schlechte Schnittstellen

Aber nicht nur dem Design hat man viel Aufmerksamkeit gewidmet, auch die Verarbeitung muss im Vordergrund gestanden haben. Denn auch mit Argusaugen kann man hier keine Schwachpunkte erkennen. Weder sind ungleiche Spaltmaße vorhanden, noch Grate oder scharfe Kanten. Ebenfalls überzeugend fällt die Verwindungssteife aus, auch mit bösem Vorsatz sind lediglich die üblichen Verformungen provozierter - sowohl im Bereich der Handballenablage als auch beim Display. Bemängelt werden können lediglich die Scharniere, die zu fest zupacken. Denn mit einer Hand kann das Yoga 2 Pro nicht geöffnet werden, das geringe Gewicht von 1,4 kg spielt hier sicherlich aber auch eine Rolle. Im Gegenzug profitiert der Nutzer aber vom hohen Widerstand, denn auch grobe Stöße bringen das Display kaum aus der Ruhe.

Links stehen USB 3.0, Micro-HDMI und ein Kartenleser zur Verfügung, ...
Links stehen USB 3.0, Micro-HDMI und ein Kartenleser zur Verfügung, ...

Keine Ausreden gelten hingegen bei der Schnittstellenbestückung. Denn hier hat Lenovo aus den Schwächen des ersten Yoga nichts gelernt und stellt dem Nutzer nach wie vor lediglich zwei USB-Ports zur Verfügung, davon nur eine entsprechend der 3.0-Spezifikation. Zudem hat man bei der neuen Generation auf einen HDMI-Ausgang in Standardgröße verzichtet, sondern setzt auf eine Micro-Buchse. Aber auch in puncto drahtlose Übertragung bekleckert man sich nicht mit Ruhm. Zwar ist man bei Blutooth auf der Höhe der Zeit (4.0), Single-Band-WLAN nach n-Standard ist aber weder dem Jahr noch dem Preis angemessen. Die restliche Ausstattung taugt im Gegenzug nicht als Ausgleich. So sind ein kombinierter Audio-Ein- und -Ausgang vorhanden, eine 1-Megapixel-Webcam mit allenfalls durchschnittlicher Bildqualität sowie Lautsprecher, denen sowohl mittlere als auch tiefe Frequenzen klar fehlen.

..., rechts sind es USB 2.0 und eine Audio-Buchse
..., rechts sind es USB 2.0 und eine Audio-Buchse

Große und knackige Tasten

Ganz klar in der Oberklasse spielen hingegen die Eingabegeräte mit - wie so häufig bei Lenovo. Die Tastatur bietet ein knackiges Tippgefühl, das aus einem gut gewählten Druckpunkt sowie einem idealen Hub resultiert. Hinzu kommen eine narrensichere Beschriftung der einzelnen Tasten sowie eine Hintergrundbeleuchtung. Lobenswerterweise hat der Hersteller darauf geachtet, dass kein Element zu klein ausfällt, selbst die Cursor- und Funktionstasten weisen eine mehr als ausreichende Größe auf.

Knackige Tastatur mit guter Hintergrundbeleuchtung
Knackige Tastatur mit guter Hintergrundbeleuchtung

Minimal größer hätte man hingegen das Touchpad konzipieren können, vor allem die mangelnde Breite fiel im Test mehrfach auf. Damit wäre die Negativseite aber auch abgearbeitet. Denn sowohl die Gestenerkennung als auch die Gleiteigenschaften wissen zu gefallen. Mehr als eine Randnotiz wert sind auch die beiden integrierten Tasten, die zum einen optisch klar unterteilt sind, zum anderen darüber hinaus auch einen gleichmäßigen Druckpunkt bieten.

 

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 29.06.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2798
Testet ihr das Thinkpad Yoga auch noch? Finde es das interessantere Gerät wegen dem Digitizer.

Mfg Bimbo385
#2
Registriert seit: 31.10.2013

Gefreiter
Beiträge: 34
Und weil es ein Thinkpad ist. Wäre wirklich interessant da die kommenden Tage noch einen Test zu sehen.
#3
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Registriert seit: 26.03.2009

Bootsmann
Beiträge: 728
Hat Tech-Nick das auch abgenickt?
#4
Registriert seit: 16.08.2013
Wien
Matrose
Beiträge: 9
Ich hab das Teil selbst seit nem Monat, mit Core-i7 und der 512 GB SSD - finde hier Preis/Leistung durchaus angemessen (allein die 512 GB mSATA kostet im freien Handel ~400 €).

Die WLAN Karte hab ich um 29 € gegen die Intel 7260 ac getauscht. Und USB Anschlüsse... ich brauch ab und zu mal einen, oder 2, aber mehr? Naja man kanns eben nicht allen recht machen ;-)

Was mich allerdings etwas schockiert, dass ihr beim Test nicht auf das Gelb-Problem beim Panel gestoßen seid: http://forums.lenovo.com/t5/Idea-Windows-based-Tablets-and/Re-Yoga-2-Pro-13-Yellow-Color-Issues/td-p/1270427/

Einzig dieser Punkt ist für mich ein Manko an dem Gerät, der auch durch das letzte Update von Lenovo kaum behoben wurde - das würd ich mir nochmal angucken...
#5
Registriert seit: 12.12.2013

Matrose
Beiträge: 1
Hallo Hardware Luxx Team.
Wie kann man die im Kommentar empfohlene Neuinstallation von Windows durchführen, ohne sich noch ein Windows dazuzukaufen?
Ich nehme an die muss man machen bevor sich das auf dem Gerät installierte Windows aktiviert?

mfg cc
#6
Registriert seit: 16.08.2013
Wien
Matrose
Beiträge: 9
Also ich habs so gemacht:

einfach eine Windows 8.1 ISO runterladen (gibt genug offizielle Wege im i-net, einfach danach googlen) und via USB installieren - auch dafür gibts zig anleitungen im netz - hier z.b. all-in-one: http://goo.gl/igKDaz

Lizenz-Key etc hab ich nicht neu eingeben müssen, da die Windows 8 Lizenz im BIOS hinterlegt ist, sogar das OEM Lenovo Boot Logo blieb erhalten!

lg
#7
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Registriert seit: 19.08.2006
München
Vizeadmiral
Beiträge: 7121
Kann das jemand bestätigen? Das wäre ja Mega wenn man das ohne Key eingäbe einfach bequem und sauber neu installieren kann?!
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