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Test: Seasonic X-560

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Seite 1: Test: Seasonic X-560

x560_logoSeasonic hat mit der X-Serie Ende letzten Jahres eine neue Generation von Netzteilen eingeführt, die erstmals seit Langem wieder einen Technologiesprung bei Netzteilen bedeutete. Bis dato unerreichte Effizienz, semi-passiver Betrieb und auch qualitativ hochwertige Technik haben die X-Serie zu einer der Empfehlungen im Netzteilsegment werden lassen. Einziger Nachteil der Serie war bisher Beschränkung auf zwei Modelle mit 650 und 750 Watt. Seasonic ist dieses Problem jetzt angegangen und hat die X-Serie überarbeitet und erweitert. Nach der bereits vorgestellten Fanless-Reihe mit 400 und 460 Watt ist das nächste Modell, was von Seasonic vorgestellt wird, ein 560 Watt starkes semi-passives Modell.

Das 560W-Modell ist momentan für ca. 118 Euro in unserem Preisvergleich gelistet, der empfohlene Verkaufspreis von Seasonic liegt bei 129,99 Euro. Bis Ende des Jahres sollen auch die weiteren neuen X-Modelle auf den Markt kommen. Neben dem X-660 und dem X-760, welche die Modelle X-650 und X-750 ersetzen, werden noch drei weitere Modelle mit 850W, 1000W und 1200W erscheinen. Genaue Termine stehen noch nicht fest, aber Seasonic geht davon aus, dass bis Jahresende alle Modelle erhältlich sein werden.

 

Die Retail-Verpackung des Seasonic X-560 entspricht bis auf einige Aufdrucke dem des bereits getesteten X-400 Fanless, ist also gewohnt hochwertig und sorgt schon für ein gutes Gefühl vor dem Auspacken.

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Der positive Eindruck aufgrund der äußeren Verpackung setzt sich beim Betrachten des Inhalts fort. Das Netzteil, welches noch in einer samtartigen Aufbewahrungstasche steckt, liegt gut geschützt in einer Schaumstoffform. Neben dem Netzteil findet sich eine Kabelaufbewahrungstasche mit zwei Fächern, in welchem die Anschlusskabel des modularen Kabelmanagements und das Netzkabel untergebracht sind. Komplettiert wird der Lieferumfang durch ein Handbuch mit einem Abschnitt in vernünftigem Deutsch, Kabelbinder, vier Schrauben und einem Sticker.  

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Das Handbuch ist das Gleiche wie bereits beim X-400FL für die gesamte überarbeitete X-Serie. Es sind recht allgemeine Produkt-Infos ohne technische Details zu finden und die obligatorische Einbauanleitung.

Das X-560 kommt in dem eher schlichten Design der X-Serie, welches aber durchaus hochwertig wirkt. Das Gehäuse des X-560 entspricht dem des X-400FL, abgesehen natürlich von den zahlreichen Lüftungsschlitzen des X-400 Fanless. Das Lüftergitter des X-560 ist zwar noch wie früher leicht nach außen gewölbt, aber schließt nun durch die Versenkung bündig mit dem Gehäuse ab, sodass die Probleme der früheren X-Modelle mit bestimmten Gehäusen kein Thema mehr sind.

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Unter dem Wabengitter mit einer großen Öffnungen arbeitet ein 120-mm-Lüfter von Sanyo Denki, der bereits bei den Geschwistern X-650 und X-750 zum Einsatz kam. Das Kühlkonzept des X-560 ist dabei klassisch ausgelegt, d.h., die durch den Lüfter angesaugte Luft wird durch die Rückseite ausgestoßen und abgesehen von ein paar Mini-Lüftungsschlitzen auf der Innenseite befinden sich am Netzteil keine weiteren Öffnungen.

Das X-560 arbeitet semi-passiv, d.h. der Lüfter wird erst bei einer Last über 20% gestartet. Bis zu einer Netzteillast von ca. 50% bleibt er im "Silent Mode" mit konstant niedriger Drehzahl. Darüber geht das X-560 in den "Cooling Mode" und erhöht die Drehzahl.

Im Idle des Testsystems, bei also ca. 200W-Leistungsaufnahme aus dem Stromnetz, blieb der Lüfter auch fast durchgängig aus. Bei mittlerer Last arbeitet er dann ausgesprochen leise, sodass nur bei aufgelegtem Ohr ein leises Brummen wahrzunehmen ist. Bei voller Last des Testsystems, was knapp unter 80% Auslastung des Netzteils bedeutet, bleibt der Lüfter aber auch angenehm leise und ist nur in direkter Nähe zum Netzteil schwach wahrzunehmen. Da auch kein "Spulenfiepen" oder andere Nebengeräusche produziert werden, ist das X-560 insgesamt ein ausgesprochen leises Netzteil.

 

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Das X-560 verfügt über das inzwischen bekannte voll-modulare Kabelmanagementsystem der X-Serie, bei der sich alle Anschlusskabel abnehmen lassen. Auch das Layout ist beibehalten worden. 

Insgesamt präsentiert sich das X-560 sehr hochwertig. Die Verarbeitung ist tadellos, alles passt und nichts macht einen klapprigen oder billigen Eindruck. Ein erster Blick durch das Gitter ins Innere, welcher auch die direkte Verwandtschaft zum X-400FL erahnen lässt, bestätigt den guten Eindruck.

 

Kommen wir auf der nächsten Seite zu den Features und der Ausstattung des X-560.