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ASRock Z97 Extreme4 im Test

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Seite 4: BIOS und Overclocking

BIOS

Auch wenn der Launch der Wildcat-Point-Chipsätze und natürlich der dazugehörigen "Haswell Refresh"-Prozessoren der heutige Tag ist, bietet ASRock bereits die BIOS-Version P1.03 an. Im Gegensatz zum First Release wurde in Version P1.03 die SATA-Express-Leistung verbessert. Wir konnten das Update komfortabel per Instant-Flash-Funktion einspielen.

img_5.jpg
Die UEFI-Oberfläche vom ASRock Z97 Extreme4.

Auch das UEFI wurde von ASRock farblich passend zum Mainboard abgeändert, demnach fanden wir eine blaue Oberfläche mit weißer Schrift vor, die ebenfalls einen guten Eindruck hinterlässt. Weiterhin verzichten die Taiwaner generell auf eine Übersichtsseite, wie beispielsweise der "EZ-Mode" von ASUS. Dafür wurde ein Feature von ASUS auch in das ASRock-BIOS implementiert. Oben auf dem Bild kann weiter unten bereits den "My Favorite"-Menüpunkt erkennen, der exakt genau dasselbe erfüllen soll, wie bei den ASUS-Platinen. Sprich, sämtliche Funktionen aus dem UEFI, die am meisten verwendet werden, können zur "My Favorite"-Liste hinzugefügt werden. Anders, als es ASUS gelöst hat, wurde kein eigenständiger Reiter erstellt, sondern nur ein Menüpunkt auf der "Main"-Seite. Auch die Art, wie die Funktionen hinzugefügt werden, ist unterschiedlich. Zunächst einmal muss die Funktion selektiert werden, welche in die Liste aufgenommen werden soll. Oben rechts auf dem Bild befindet sich unterhalb, des "Exit"-Reiters eine Schaltfläche "My Favorite". Und davor wird ein Stern angezeigt, der lediglich angeklickt werden muss.

Die restliche Struktur bleibt unverändert. Erste Infos, wie die BIOS-Version, das installierte Prozessor-Modell und auch die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Modulverteilung. Zudem hat der Anwender die Möglichkeit festzulegen, welcher Reiter beim Aufrufen der UEFI-Oberfläche angezeigt werden soll. Alle Overclocking-Funktionen sind beim nächsten Reiter zu finden. Bis auf eine Ausnahme werden alle Funktionen in einer Liste aufgeführt, was auch Vorteile hat. Speziell für die Arbeitsspeicher-Latenzen ist aber doch ein Menüpunkt vorhanden, der auf eine eigenständige Seite verweist. Auf der "Advanced"-Seite kann, wie immer, auf die Einstellungen zugegriffen werden, die sich auf die Onboard-Komponenten beziehen. Natürlich bietet das UEFI auch wieder zahlreiche Tools an. Ergänzt wurde das neue Feature "HDD Saver", welches wir bereits auf der dritten Seite dieses Artikels beschrieben haben. Weiterhin werden jedoch auch die bereits bekannten Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden. Insgesamt lassen sich drei Profile abspeichern, die auch exportiert und importiert werden können.

Mithilfe des Hardware-Monitors erhalten wir stets einen Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen und können letztere auch beeinflussen. Die Boot-Settings werden ebenfalls separat einquartiert. Auf dieser Seite werden die Boot-Prioritäten und andere Boot-Settings festgelegt. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Security" und "Exit" an Ort und Stelle.

Wir hatten am UEFI nichts auszusetzen. Die Steuerung durch die Menüs mit Maus und/oder Tastatur ist von ASRock sehr angenehm umgesetzt worden. Wie es sein soll, wurden zudem alle Einstellungen konsequent umgesetzt und hatten auch in dieser Richtung nichts zu bemängeln. Auch war die Stabilität absolut hervorragend.

 

Overclocking

Wie wir bereits wissen, kümmern sich zwölf Phasen um die CPU-Spannungsversorgung. Entscheidet sich der Interessent für das ASRock Z97 Extreme4, bekommt er es auch mit zahlreichen Overclocking-Funktionen zu tun, mit denen er einem K-Prozessor ordentlich Beine machen kann. Auch lässt das UEFI Umschaltung der vier CPU-Straps 1.0, 1.25, 1.67 und 2.5 zu. In den meisten Fällen ist jedoch vor allem der 1.0-Modus von Bedeutung.

ASRocks Mainstream-Platine lässt einen Spielraum des BCLKs von 90 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Intervallen zu. Einige Konkurrenz-Mainboards gehen da zwar mit 0,01-Schritten noch etwas feiner zur Sache, jedoch ist die Veränderung des BCLKs dann interessant, wenn auch die letzten Leistungsreserven herausgequetscht werden sollen. Passend dazu kann selbstverständlich auch die Spannung individuell angepasst werden. Im Override- und Adaptive-Modus beträgt der Spielraum 0,800 Volt bis 2,000 Volt. Möchte der Anwender die Spannungsregulierung dann doch lieber mithilfe des Offsets vornehmen, kann er sich zwischen -1,000 Volt und +1,000 Volt entscheiden. In allen drei Modi sind die Intervalle in sehr feinen 0,001 Volt implementiert worden. Feintuning ist damit also möglich. Alle anderen Overclocking-Funktionen haben wir in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Die Overclocking-Funktionen des ASRock Z97 Extreme4 in der Übersicht
Base Clock Rate 90 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Fixed- und Adaptive-Modus)
-1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,165 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 1,200 V bis 2,300 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,600 V bis +0,400 V in 0,010-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,800 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Fixed- und Adaptive-Modus)
-1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung -1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung -1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,977 V bis 1,322 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH1,5V
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 34 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
FIVR Switch Frequency Signature, FIVR Switch Frequency Offset

Für den Anfang haben wir den 47er Multiplikator und eine fixe CPU-Spannung von 1,250 Volt eingestellt. Nachdem die ASRock-Platine diese Kombi locker weggesteckt hatte, gaben wir der CPU mit 1,240 Volt etwas weniger Spannung. Auch damit hatte das Board keine Probleme. Als wir dann die VCore um weitere 0,010 Volt gesenkt haben, stieg das Z97 Extreme4 hingegen aus. Im Vergleich zum erst kürzlich getesteten ASUS Z97-Deluxe ist dieses Ergebnis besser positioniert. Die ASUS-Platine wollte unter 1,261 Volt nicht mit 4,7 GHz arbeiten.

cpuz2.PNG
Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,241 Volt

Wie bei jedem anderen Mainboard, überprüfen wir außerdem die Funktionalität des 1.25-CPU-Straps. Beim ASRock Z97 Extreme4 wird der Modus im UEFI zwar angeboten, jedoch war kein Betrieb mit dieser Konstellation möglich.

Weiterhin werfen wir auch einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

cpuz2.PNG
Das Extreme Memory Profil wird korrekt vom System umgesetzt.
cpuz2.PNG
Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Die Werte des Profils wurden korrekt übernommen und liefen auch stabil. Ebenfalls stabil lief jedoch auch unsere manuelle Einstellung mit schärferen Timings. In beiden Fällen lag eine VDIMM von 1,65 Volt an.

ASRock A-Tuning

img_5.jpg
ASRocks A-Tuning-Utility.

ASRock gibt aber auch noch eine Software mit auf den Weg, die sich für den einen oder anderen Käufer durchaus als nützlich erweisen könnte. Sie hört auf den Namen "A-Tuning". Mit ihr können Dinge, wie der Operation-Modus eingestellt werden und bietet die drei Modi "Performance Mode", "Standard Mode" und "Power Saving". Ebenfalls enthalten sind Features wie XFast RAM, FAN-Tastic Tuning und der Dehumidifier (Entfeuchter). Generell kann das System auch von diesem Utility aus übertaktet werden und bietet die entsprechenden Regler für den CPU-Multiplikator, die BCLK-Frequenz und die dazugehörigen Spannungen. Unter dem Punkt "System Info" verbirgt sich eine Übersichtsseite, die Informationen wie die aktuell anliegende CPU-Taktfrequenz, die Spannungen, die Temperaturen und auch die Lüftergeschwindigkeiten preisgibt. Ebenfalls dabei ist der "System Browser", auf dem komfortabel gecheckt werden kann, welche Komponenten zu aktuellem Zeitpunkt installiert sind. Neu implementiert ist auch ein Menüpunkt für das neue "HDD-Saver"-Feature.

In der folgenden Bildergalerie sind alle BIOS- und A-Tuning-Screenshots einsehbar:

 

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Kommentare (13)

#4
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Mir gefällt der Farbton irgendwie
#5
mir nicht :fresse:
#6
customavatars/avatar63700_1.gif
Registriert seit: 10.05.2007


Beiträge: 12891
Zitat FM4E;22194631
Ich habe die Punkte ergänzt. ;)

Danke FM4E. :bigok:
#7
customavatars/avatar15481_1.gif
Registriert seit: 22.11.2004
FFM
Fregattenkapitän
Beiträge: 2983
Sehr guter Test, auch mal die Kühler runter genommen. Gefällt mir!
#8
customavatars/avatar38573_1.gif
Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28791
Zitat
Auf dem Z97 Extreme4 kommt ein digitales VRM-Design zum Einsatz, welches aus zwölf Phasen besteht... Auf dem ASRock Z97 Extreme4 wird das VRM-Design wird vom Intersil ISL6379 gesteuert.

Noch eine kleine Ergänzung dazu von mir: Der ISL6379 ist ein hybrider* 6+1 Kanal Controller. ASRock verwendet beim Z97 Extreme4 demnach vermutlich Dual Output Driver um die beworbenen 12 Phasen bereitstellen zu können. Tatsächlich sind es also vermutlich eher (6)*2 Phasen für die CPU. Die Driver sind im Bild nicht zu sehen, könnten sich aber auch auf der Rückseite des PCB befinden. Eine ähnliche Konfiguration hat ASRock schon beim Fatal1ty Z87 Professional und Z87 Extreme6 verwendet. Dabei kamen Intersil ISL6611A als Driver in Dual Output Konfiguration zum Einsatz.

*böse Zungen würden sagen analoger

@FM4E: Zum Thema 1.25x Strap bekommst du gleich noch eine PM.
#9
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
@ emissary42

Aus deinem Link geht eigentlich klar hervor, dass der Intersil ein analoger PWM ist. Also nichts mit bösen Zungen :D

Bis auf diese bewusste Falschangabe macht das Board einen ordentlichen Eindruck, was sich aber noch ändern kann, sobald man anhand von Tests anderer Boards Vergleiche ziehen kann.

Ich vermisse dazu noch genauere Angaben zur Lüftersteuerung, die zu oft vergeigt wird. Sie als gut zu bezeichnen und Namen der Modi aufzulisten hilft dem Interessenten nicht sonderlich weiter. Wie präzise geht das von statten? (Mindestdrehzahl, Temperaturkurve)

Auch der onboard-Sound sollte mal genauer unter die Lupe genommen werden, denn jener stellt doch eine Besonderheit dar und wird auch entsprechend beworben. Vergleiche mit den Lösungen von ASUS und MSI (Crystal Sound, Audio Boost) oder auch der günstigen der Xonar DGX sind gerne gesehen.

Die geringe Herstellergarantie von einem Jahr sollte man übrigens auch nicht unter den Teppich kehren...
#10
customavatars/avatar63252_1.gif
Registriert seit: 03.05.2007
Gießen / Exil-Münchner
la famiglia della banana
Beiträge: 13041
Zitat poeci;22194091
mit schon fast unfassbar guter qualität bei der auswahl aller komponenten. alc1150, intel lan, 12 phasen, gold caps..das muss erst mal einer nachmachen!


Ernsthaft? Daran machst du die Qualität der Komponenten fest? Da hat die Marketingabteilung mal ihr Geld wirklich verdient.

@Emi

Ich glaube, analog kann man ruhig beibehalten. Mit dem iVR scheint das aber kein großes Thema mehr zu sein.

Würde auch wetten, dass die Doppler auf der Rückseite verortet sind. Im Grunde der ideale Platz dafür.
#11
customavatars/avatar38573_1.gif
Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28791
Auch wenn man wieder auf eines analoges VRM mit Dopplern setzt, so hat ASRock insgesamt einen recht guten Job gemacht bei Ausstattung & Features der meisten neuen Modelle. Abgesehen davon sind Dual Stack / NexFET ein riesen Schritt vorwärts von dem vor gar nicht allzu langer Zeit bei anderen Extreme4 Modellen verbautem DPAK Quatsch (Z77 Extreme4, Z87M Extreme4).
#12
customavatars/avatar63252_1.gif
Registriert seit: 03.05.2007
Gießen / Exil-Münchner
la famiglia della banana
Beiträge: 13041
Die meisten leute haben den dpak-müll leider trotzdem gekauft. Immerhin hat asrock das von sich aus geändert. Der intel lan ist eine sehr gute entscheidung. Wenn ich schon die ganzen killer nics auf den gamer boards sehe...

Mobil mit U20i
#13
customavatars/avatar195472_1.gif
Registriert seit: 17.08.2013
Köln - Deutschland
Hauptgefreiter
Beiträge: 214
Ich bin in Besitz eines ASRock Z97 Extreme 6 und kann eingentlich nur positives berichten.
Das einzige was mich stört ist ein kleiner Bug bezüglich der Lüftersteuerung. (Schon 4 BIOS Updates hinter mir...)
Ich habe 2 CPU Fans im Einsatz. Wenn ich nach Temperatur die Geschwindigkeit einstelle im Bios, läuft der 2te CPU Lüfter nicht mit an. Es kann natürlich sein, dass das Board bei 800 rpm Fans nichts mehr nach unten regeln kann und die Spannung zu gering ist. Seltsamerweise tritt das Phänomen bei allen anderen Fans nicht auf.

Sonst in meinen Augen ein gut ausgestattetes Board mit sinnvollen Feautures und logischen Layout.
Die Farbgebung sagt mir persöhnlich sehr zu. Ich hatte jahrelang Asus & Gigabyte in Nutzung, welche momentan für meinen Geschmack von den Farben zu schrill da her kommen.
Mittlerweile denke ich hat ASRock viel dazu gelernt und sollte ohne Einschränkungen zu empfehlen sein.
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